Die Zeiten ändern sich. Das war schon immer so – und das wird auch immer so bleiben. Wer in diesem Jahr 60 wird, wurde 1958 geboren. Hat er oder sie mit 36 Jahren über seinen/ihren Ruhestand nachgedacht und eine Lebens- oder Rentenversicherung abgeschlossen, dann war das im Jahr 1994. Der Garantiezins lag noch bei unvorstellbaren vier Prozent und die Branche schaffte eine durchschnittliche Gesamtverzinsung jenseits der sieben Prozent. Mit 100.000 D-Mark Garantiesumme war der Vertrag kein kleiner und die Prognose was wirklich einmal herauskommen sollte… Hach, ein Traum! Da ließ man sich bereitwillig auf die Vorstellung ein, dass man mit 60 in den verdienten Vorruhestand abtauchen wird…

Nur 24 Jahre später sieht die Welt ganz anders aus. Die Branche schafft im Durchschnitt keine drei Prozent mehr in den klassisch kapitalbildenden Tarifen, der Garantiezins stammt zu erheblichem Teil aus der Zinszusatzreserve und mit 60 hört kein Normalbürger mehr auf zu arbeiten. Mit Blick auf die Renteninformation sind die meisten schon froh, wenn es zum 65. in der Summe zum Leben reicht.

Nun kommen aber bereits zum 60. vielleicht 65.000 Euro an. Tja, was macht man jetzt?
Stellen wir erst einmal fest, dass die Summe nicht angegangen werden sollte, da sie ja für den Ruhestand gedacht war, der aber noch nicht eingetreten ist. Man sollte also versuchen, mehr daraus zu machen.

Und wohin jetzt damit?

Auf dem Girokonto lassen? → Da gibt es keine Zinsen mehr.
Tageslgeldkonto? → Bei der Summe und der langen „Liegezeit“ kommen wir auch nur knapp über 0,5 Prozent, wenn die Bank nicht unbedingt auf Malta sein sollte.
Festgeld? → Ähnliches Bild. Da kann man schon an zwei Prozent herankommen, wenn man keine Problem mit einer lettischen Bank hat. Im Inland meist leider nur unter 0,7 Prozent jährlich.
Bausparvertrag? → Ach, kommen Sie! Wirklich?
Investmentfonds! → Vielleicht, aber die können eben schwanken oder auch einbrechen. Ungünstig, wenn man zu einem festen Zeitpunkt mit einer bestimmten Summe rechnet.

Vielleicht können wir das Problem ja lösen!

Tatsächlich scheinen Lösungen im Versicherungsmantel die einzigen zu sein, die den Spagat zwischen Sicherheit und Ertrag meistern können – zumindest wenn wir den Fall haben, dass das Geld noch ein paar Jahre liegen soll. Zu „Parkkonten“ und ähnlichem kann man durchaus sehr unterschiedliche Standpunkte beziehen, weshalb wir auf diese auch nicht weiter eingehen möchten.

Werden die angenommenen 65.000 Euro als Einmalbeitrag in eine klassisch-kapitalbildende Rentenversicherung eingezahlt, werden es dort bei renomierten Anbietern fünf Jahre später 66.688 Euro bei einer angenommenen jährlichen Wertentwicklung von nur 1,5 Prozent per annum. Nimmt man nun vorsichtige vier Prozent an, werden aus der Einzahlung schon 75.621 Euro (die Branche schafft bei klassischen Tarifen ja aktuell im Durchschnitt bereits 2,7 Prozent). Bei „richtigen“ Fondspolicen können die Erträge noch höher sein.

Warum nicht weiter auch monatlich sparen?

Ein Aspekt der Wiederanlage, weil das Arbeitsleben nun eben doch länger dauert, wird erstaunlich oft nicht beachtet: Man kann auch weiterhin monatlich sparen. An der eigentlichen Situation „Ich arbeite und spare für meinen Ruhestand“ hat sich ja im Grunde noch nichts geändert. Der Altvertrag kann natürlich nicht mehr weiter bespart werden – müsste ein neuer her. Ein solcher scheitert aber evtl. an der nötigen Laufzeit bzw. der Mindestrente. Auch hier können wir passende Lösungen für Sie finden. Sprechen Sie uns hier am besten direkt an – evtl. kann eine Kombination mit dem Wiederanlagebetrag als Sonderzahlung gebildet werden?

Aber dann werden ja Steuern fällig…

Das stimmt. Die meisten Verträge, bei denen sich derzeit eine Wiederanlage empfiehlt, werden wohl bis 2004 abgeschlossen worden sein. Die Auszahlung erfolgt also noch steuerfrei. Daran ändert die Wiederanlage aber nichts, denn die Summe, die an Sie ausgezahlt wurde, bleibt steuerlich unangetastet. Die Erträge, die Sie daraus erzielen hingegen, die müssen natürlich versteuert werden. Da Sie wohl nur in den allerseltensten Fällen „Anschlusslaufzeiten“ von mehr als zwölf Jahren vereinbaren können (man will das Geld ja schon mal für den Ruhestand nutzen…), wird die steuerliche Begünstigung durch das Halbeinkünfteverfahren nicht greifen. Aus rein steuerlicher Sicht ist es dann also egal, ob das Geld auf einem Tagesgeldkonto liegt oder in einer Rentenversicherung – Erträge sind steuerpflichtig. Daher kann man aber auch uneingeschränkt sagen: Na, hoffentlich wird es ordentlich viel Steuer! Denn dann ist auch der Ertrag groß und Sie profitieren unterm Strich davon. Nur darauf kommt es an.

Auch irgendwie Altersvorsorge, oder?

Jetzt ist es natürlich aber auch so, dass man sich im Alter nicht nur Gedanken darüber machen muss, womit man seine Miete, Brötchen oder Heizstoffe bezahlen muss. Durch die stetig steigende Lebenserwartung wird der Pflegefall im letzten Lebensabschnitt immer wahrscheinlicher. Und spätestens dann hat man ein Familienproblem. Sie wissen das alles: Unterhalt auch von Kindern, Rückabwicklung von Schenkungen usw.

Nur sehr wenige Menschen haben „Nach mir die Sintflut!“ zum Lebensmotto erklärt und sind daher durchaus daran interessiert, dass ihre Familien nicht finanziell gemolken werden, wenn sie selbst auf fremde Hilfe angewiesen sind. Die Kosten für Pflege sind bereits heute erschreckend hoch und müssen fast zwangsweise noch weiter steigen, damit es attraktiv wird, einen Pflegeberuf zu ergreifen. Weshalb also nicht einen Teil des Geldes hernehmen und die finanzielle Gefahr späterer Pflege minimieren?

Mit einer Pflegerente kein Problem. Wählen wir hier beispielhaft mal einen mittelkarätigen Schutz, der erst ab Pflegegrad 3 leistet. Die Renten sollen nur ergänzend sein, da laufende Rente und Geldvermögen mit verzehrt werden können (Pflegegrad 3: 500 Euro, Pflegegrade 4 und 5: 750 Euro). Durch die Überschüsse steigt die Rente dann in den hohen Pflegegraden dann auf fast 1.000 Euro an. Das kann ausreichen – entschärft die Situation für die Familie in jedem Fall schon einmal gewaltig. Was das kostet? Knapp über 29.500 Euro waren das in unserer Beispielrechnung. Ja, das ist eine Menge Geld. ABER! Verstirbt die versicherte Person bevor der Pflegefall eintritt, wird das Geld z. B. an den überlebenden Ehegatten ausgezahlt. Man geht also kein wirkliches Risiko ein.

Für weitere Informationen, Details zu Produkten und bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Die steigende Lebenserwartung, der Geburtenrückgang und die verbesserte medizinische Versorgung in Deutschland bringt es mit sich, dass früher oder später immer mehr Bürgerinnen und Bürger auf Pflegeleistungen angewiesen sind. Der Großteil der Pflegebedürftigen wird bisher zuhause betreut, sodass Pflegende ihren beruflichen Tätigkeiten oft nur noch eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr nachkommen können.

Dies ist aber nur bis zu einem gewissen Grad überhaupt zuhause möglich, da beispielsweise die nötigen Installationen nicht vorhanden sind, um selbst qualitativ pflegen zu können. Dies machte es für Familien leider unumgänglich, Ihre pflegebedürftigen Angehörigen in die professionellen Hände eines Pflegeheims zu geben. Dies ist bekanntermaßen mit horrenden Eigenkosten verbunden.

Die Regierung hat vor fünf Jahren jedoch (endlich) erkannt, dass Pflegebedürftigkeit zunehmend zum Problem wird und dass die gesetzliche Pflegeversicherung nicht mehr leisten kann als lediglich einen Teilschutz. Fast unabhängig von der Pflegestufe bzw. heute Pflegegrad, bleibt nach Abzug der gesetzlichen Leistung immer noch ein vierstelliger Betrag offen, der jeden Monat vom Pflegepatienten oder seinen Angehörigen aufgebracht werden muss. Geht es nicht, muss das Amt einspringen.

Es wurde auch erkannt, dass bei weitem nicht jeder, der evtl. gerne privat für den Pflegefall vorsorgen möchte, dies auch noch kann, weil der Gesundheitszustand eine Aufnahme nicht mehr oder nur zu erschwerten Bedingungen zulässt.

Ähnlich wie mit der Riester-Rente wollte der Gesetzgeber mit dieser zusätzlichen Möglichkeit, getauft nach dem Initiator und damaligen Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), Bürgerinnen und Bürger dazu animieren, selbst vorzusorgen. Pflege Bahr sollte für fast jeden Bürger die Möglichkeit schaffen, sich privat absichern zu können. Als Anreiz zum Abschluss wurde ein Beitragszuschuss von 60 Euro pro Jahr eingeführt.

Sozialverbände und Gewerkschaften halten sich allerdings mit Kritik nicht zurück: Zwar sei Pflege-Bahr eine sinnvolle Ergänzung der Pflegeversicherung, reiche jedoch nicht aus, um die tatsächlichen Kosten im Pflegefall auch nur ansatzweise abzudecken. Alles in Allem ist Pflege-Bahr tatsächlich nicht die brillante Lösung für alle und jeden geworden.

Aber…

Warum kann es dennoch sinnvoll sein, eine staatlich geförderte Pflege-Zusatzversicherung abzuschließen? Und für wen kann dies interessant sein?

Es gibt Leute, für die Pflege-Bahr die einzige Möglichkeit darstellt, sich abzusichern. Darunter fallen all jene Personen, die bereits an einer Krankheit leiden, bei welcher der Pflegefall leider quasi vorprogrammiert ist. Dazu zählen z. B. Parkinson, Multiple Sklerose etc.

Im Grunde können diese Personen einen Pflege-Bahr-Vertrag erhalten. Der Gesetzgeber hat es zur Bedingung gemacht, dass keine Bewerber aufgrund einer Vorerkrankung oder chronischen Erkrankung abgelehnt werden dürfen – es muss allerdings eine fünfjährige Wartezeit eingehalten werden, bevor Leistungen aus dem Vertrag bezogen werden können.

Auch wenn Pflege-Bahr das Problem nie vollständig lösen kann, können die finanziellen Folgen des Problems zumindest reduziert werden.

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Jeder, der selbst Kinder hat weiß, wie sehr man danach strebt, dass ihnen niemals etwas Schlechtes widerfährt und es ihnen an nichts fehlt.

Leider kann man das Schicksal nicht beeinflus­sen und so kann ein jeder gesundheitliche Rückschläge erleiden, die einen dann auch für  das weitere Leben einschränken. Besonders schlimm ist es dann, wenn die be­troffene Person noch das ganze Leben vor sich und noch lange damit zu kämpfen hat.

In diesem Artikel möchten wir die Krankenzusatzabsicherung für Kinder mal genauer unter die Lupe nehmen und Ihnen aufzeigen, wann man was genau zu beachten hat.

Was die Absicherung der Eltern mit dem Kind zu tun hat!!

Definition „Versicherung“

Jeder kennt das Beispiel des „brennenden Hauses“, das wir oftmals verwenden, um aufzuzeigen, dass be­reits eingetretene Schäden nicht mehr zu versi­chern seien. Auch die wirtschaftliche Definition sagt aus, dass ein Risiko im Einzelfall ungewiss sein muss. Jetzt ist die Schwierigkeit, der wir uns bei der Kinderabsicherung gegenüber sehen aber, dass das „brennende Haus“ oftmals nicht sofort als brennend identifiziert werden kann.  Das hat zur Folge, dass wir uns frühzeitig Gedanken machen müssen. Und genau das mag auf viele jetzt etwas befremdlich wirken. Denn dies fängt bereits in der Familienplanung an, sprich am besten schon vor der Schwangerschaft. Zur Veranschauli­chung ein Beispiel:

Ein junges Paar entschließt sich, die Zukunft zu dritt anstatt zu zweit zu bestreiten und steigt in die Fami­lienplanung ein. Beide sind angestellt und gesetzlich krankenversichert. Sie hat eine Zusatzversicherung für 80% Zahnersatz, ihr Partner hält nichts von Zusatztarifen und kommt ohne aus. Der Schwangerschaftsverlauf ist soweit gut, die ersten Ultraschallbilder vielversprechend. Der Geburtstermin rückt immer näher. Kurz vor der Geburt aber der Schock: Das Kind kommt nämlich nicht gesund zur Welt. Eine schwere Lungenkrankheit sorgt für eine Unterversorgung des Hirns mit Sauerstoff und hat schwere Hirnschäden zur Folge. Das Kind wird direkt in eine Pflegestufe eingestuft und wird sein Leben lang mit den Folgen der Krankheiten zu kämpfen haben. Die Eltern stehen nun ­ neben den seelischen ­ vor ungeheuren finanziellen Belastungen.

Fälle wie dieser sind leider keine Seltenheit in deutschen Krankenhäusern. Die seelische Belas­tung können wir keinem nehmen, aber finanziell hätte man hier frühzeitig vorsorgen können. Eine Kindernachversicherung kommt im obigen Fall nicht in Frage, denn der Versicherungs­schutz der hierüber beantragt wird, darf nicht höher oder umfassender sein, als der der Mutter. Trotzdem sollte man sich genau dieses Instrument zu Nutze machen.

Und genau das ist der Grund, warum man sich am besten bereits vor der Schwangerschaft damit beschäftigen sollte. Denn hätte zum Zeitpunkt der Geburt für nur einen Elternteil eine stationäre Zusatzversicherung oder eine Pflegezusatzversicherung bestanden, hätte das Kind darüber oh­ne Gesundheitsprüfung und Wartezeiten nachversichert werden können.

Machen Sie sich daher bitte unbedingt über die wichtigsten Absicherungsformen wie Pflege und stationäre Zusatzversicherung bereits vor der Geburt Gedanken, um sich noch rechtzeitig richtig zu versichern und sich somit das Recht auf eine Kinder­nachversicherung zu sichern.

§ 198 VVG Kindernachversicherung

Warum Pflege schon in jungen Jahren Sinn macht!

In unserem Beispiel wurde ein Kind als Pflegefall gebo­ren. Das ist kein Einzelfall und auch die weiteren Jahre stellen eine erhöhte Gefahr für Kinder dar, pflegebedürf­tig zu werden.

Pflegefälle 2013

Aus oben stehender Grafik wird ersichtlich, dass der Anteil an pflegebedürftigen Kindern kei­neswegs klein ist. 2013 gab es in der Gruppe der unter 15 jährigen 73.848 Patienten, die einer Pflegestufe nach SGB V zugeordnet waren. Zum  Vergleich lag der Anteil der 60 ­ – 65 Jahre al­ten Personen bei 95.262 und somit nur rund 30% höher als bei den Kindern. Mögliche und häufige Gründe sind Geburtsfehler, schwere Krankheiten im Säuglingsalter aber auch Unfälle im Alltag. Und eine Absicherung dieses Risikos ist keinesfalls unbezahlbar. Eine hochwertige Tagegeld-Absicherung kostet ca. 10 – 15 €  für ein neugeborenes Kind. Sind die Voraussetzungen für die Kindernachversicherung erfüllt, kann dies ohne Wartezeiten und Risikoprüfung erfolgen.

Welche Vorteile eine stationäre Zusatzversicherung für Kinder bietet!

Zugegeben, die Vorteile einer stationären Zusatzversicherung für Kinder sind weitestgehend analog mit denen für erwachsene Patienten. Dennoch sind wir alle meist sensibler wenn es um die Gesundheit des Kindes geht. Wer möchte sein Kind in guten Händen wissen, wenn doch mal eine Operation oder ein ande­rer schwieriger Eingriff nötig ist. Da so manch einem Kreiskrankenhaus ein schlechter Ruf vorauseilt, wollen Eltern ihre Kinder meist in spezialisierten Kinderkliniken behandeln lassen. Über einen stationären Zusatztarif werden die Mehrkosten hierfür, sowie die privatärztliche Liquidie­rung der Behandlung übernommen. Da man sein Kind nur ungern alleine lässt, bieten viele Tarife sog. Rooming­in Leistungen, die die Unterbringung eines Elternteils im Krankenzimmer des Kindes ermöglichen. Der Beitrag für ein Neugeborenes liegt hier um die 5,00 €.

Demnächst in Teil 2: Zahnzusatz, Kieferorthopädie, Vorsorge und alternative Medizin für Kinder.

Weitere Informationen zum Thema Absicherung für Kinder finden Sie auf unserer Homepage.

Bei Fragen stehen wir Ihnen als zuständiger Spezialist für Kinderabsicherungen gerne zur Verfü­gung.