Im Grunde ist es ganz einfach. Die Menschheit teilt sich in zwei Gruppen auf: „Hundemenschen“ und „Katzenmenschen“.

Während die Hundemenschen gassigehenderweise ihr Verhältnis zum Tier recht öffentlich machen, halten es die Katzenmenschen und ihre Vierbeiner eher diskret und verborgen in den heimischen vier Wänden.

Das hat ob wir wollen oder nicht Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung beider Gruppen bzw. der Bindung, die zum Tier besteht. Der Hund ist immer dabei. Er begleitet beim Spaziergang im Park, liegt seiner Herrschaft im Straßencafé zu Füßen und auch sonst wirkt es immer, als ob beide Hund und Herr eine unzertrennliche Gemeinschaft bilden. Ja, so muss Liebe zum Tier aussehen. Da sorgt der Aufrechtgeher für den Pelzträger und eben dieser wird sich in einer „Lassie-Situation“ sicher revanchieren.

Die Katze hingegen ist so man sie denn überhaupt erblickt in der Regel alleine unterwegs. Als nur „semi-gezähmter“ Einzelgänger streift sie herum. Herrchen oder Frauchen braucht sie scheinbar nicht, um glücklich zu sein und den Tag herumzubekommen. Mensch und Katze erlebt man eigentlich nur als Teil des Familien- oder Freundeskreises in Interaktion. Als Außenstehender bleibt es so meist unbemerkt, dass auch hier eine sehr innige Beziehung auf beiden Seiten bestehen kann. Nur eben etwas lockerer. Die „Katzenmenschen“ unter Ihnen werden gut verstehen, wie wir das meinen.

Das Bild von Hund, Katze und Herr, das durch diesen Außeneindruck vermittelt wird, kann schnell verzerrt sein. Da dort, wo auch Menschen sind, stärker vertreten, kann der Eindruck entstehen, es gäbe mehr Hunde als Katzen. Das ist falsch, wie jede Statistik der vergangenen Jahre immer wieder belegt. Es wird um die 10 Millionen Katzen in Deutschland geben, Hunde nur um die 8 Millionen. Man kann weiterhin annehmen, Hundehalter wären besorgter um ihre Tiere. Da mag auch die immer noch nicht so seltene Haltung von Katzen auf Bauernhöfen, die Lebart freilebende Streuner und ähnliches mit hineinspielen, dass man Katzenhaltern etwas weniger emotionale Bindung zum Tier unterstellen mag.

Denkt man nun an hohe Tierarztkosten, werden viele von Ihnen eher dazu neigen, bei Hundehaltern die Bereitschaft zu finden, 1.500 Euro für die Behandlung einer Hüftdysplasie auf den Tisch zu legen. Die Entfernung eines Tumors kann bei einer Katze ganz ähnliche Kosten verursachen. Darf man nun einfach annehmen, dass der Katzenfreund die „endgültige Lösung“ beim Tierarzt der Behandlung vorzieht? Wohl kaum.

Man kann auch sehr viel nüchterner und emotionsloser an solch eine Überlegung herangehen. Die Anschaffung eines Hundes kostet in der Regel Geld die meisten Katzen sind normale Hauskatzen und gibt es umsonst. Wo man eher Geld investiert, sollte damit doch auf der Hand liegen, oder? Nein, denn ohne Emotionen geht es bei Haustieren eben nicht. Zudem kosten eine Heilige Birma, eine Main Coon oder eine Bengal beim Züchter ebenfalls eine gute Stange Geld und können damit ähnlich teuer sein wie ein Hund. Und da nennen wir nur drei der verbreitetsten Rassekatzen. (Zur teuersten Katzenrasse zählt übrigens die Ashera GD. Was klingt wie der Name eines Sportwagens, ist diesem auch in puncto Anschaffungskosten ziemlich auf den Fersen: Bis zu 50.000 Euro zahlen Liebhaber für dieses Tier. Nun ja…)

Was man als Halter im Krankheitsfall tut, ist wohl in allererster Linie eine Frage dessen, was man sich leisten kann. Wer eine Behandlung schlicht nicht zahlen kann, der wird sie evtl. tatsächlich nicht durchführen lassen. Das ist natürlich eine traurige Situation, die man recht einfach vermeiden könnte: mit einer Krankenversicherung für Tiere.

Eine solche kann recht umfangreich bei den Kosten sein, die übernommen werden. Das sieht man dann natürlich an den Beiträgen. Allerdings gibt es auch die abgespeckte Variante als reine OP-Kostenversicherung, also für die Fälle, die oft unerwartet große Kosten verursachen. Schaut man sich hier einmal an, was dieser sinnvolle Schutz monatlich kostet, muss man sich auch „als Rechner“ die Frage stellen, weshalb nicht bereits jeder Katzen- und Hundehalter einen solchen Vertrag hat. Salopp kann man sagen: Muss das Tier in seinem Leben nur ein einziges Mal unters Messer, sparen Sie Geld.

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Gemäß §838 BGB ist de Tierhalter zum Schadenersatz (Ausnahmen für Nutztiere beachten) verpflichtet. Wie im Rahmen der gesetzlichen Haftung nach §823 BGB ist die Haftpflicht für Schäden aus der Haltung von Haustieren in der Höhe nicht begrenzt. Werden Personen geschädigt und neben Schmerzensgeld auch ein Verdienstausfall oder Renten geltend gemacht, kann es unterm Strich für das Vermögen und die finanzielle Situation der Familie teuer werden.

Wir möchten Ihnen nachstehend 12 gute Gründe nennen, warum Sie eine Tierhalterhaftpflichtversicherung benötigen.

1. Versicherungspflicht Hundehalter

Je nachdem in welchem Bundesland Sie wohnen, besteht eventuell eine Versicherungspflicht für Hunde. In anderen müssen nur sogenannte Kampfhunde versichert werden. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern gibt es noch keine Versicherungspflicht. In der Privathaftpflichtversicherung sind Hunde jedoch nicht mitversichert. Lediglich Kleintiere z. B. Katzen) sind darüber abgesichert. Hier muss also eine gute Tierhalterhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

2. Gefährdungshaftung

Bei der in §833 BGB beschriebenen Haftung handelt es sich um eine reine Gefährdungshaftung, das heißt im kronketen Fall, dass der Hundehalter unabhängig von seinem Verschulden für alle von seinem Hund, beziehungsweise auch von ihm mitverursachetn Schäden haftet. Dies ist vom Gesetzgeber bewusst so gewollt, da dieser die Meinung vertritt, dass das Verhalten der Tiere unberechbar ist und die Tierhaltung immer mit einer Gefahr für Leben, Gesundheit und Eigentum Dritter verbunden ist. Ein Hund stellt nach dem Gesetz also eine unberechenbare Gefahrenquelle dar. Man spricht auch davon, dass ein Hund kein „von Vernunft gesteuertes Geschöpf“ ist. Auch wenn der Hund in Abwesenheit des Tierhalters einen Schaden verursacht, muss der Halter haften. Denn der Halter hat hier ebenso die Pflicht, sich zuvor so um die Überwachung des Hundes zu kümmern, dass dieser keine Möglichkeit hat, einen Schaden zu verursachen.

3. Tierhüter

Öfter kommt es vor, dass der Tierhalter sein Tier für einen kürzeren oder längeren Zeitraum in die Obhaut von anderen Personen geben muss. In vielen Tierhalterhaftpflictversichereungen sind auch Schäden abgesichert, die entstehen, während sich das Tier in Obhut Dritter befindet. Unterscheiden sollte man hier jedoch zwischen den Persoen, die das Tier aus reiner Gefälligkeit in Obhut nehmen. On der Regel sind letztere Personen kaum haftbar zu machen. Bei den Personen, mit denen die Obhut vertraglicg vereinbart wurde, könnte der §834 BGB greifen und sie so zur Haftung herangezogen werden. Daher sind auch in den meisten THV-Tarifen die Schäden für gewerbsmäßige Tierhüter ausgeschlossen. Wichtig ist hier auch, dass Schäden an den Tierhütern, Reittiernutzern oder Reitbeteiligten durch das Tier mitversichert sind (Ansprüche gegen den VN). Ausgeschlossen sind hier jedoch Schäden gegenüber Familienangehörigen.

4. Führen ohne Leine oder Maulkorb

Je nach Gemeinde kann das Führen von Hunden auch eine Leinenpflicht bestehen. Dies sollten Sie auf jeden Fall mit ihrere Gemeindeverwaltung individuell klären. Ob Hunde auch in Wald und Flur (Feldwege, Feldmark) angeleint werden müssen, ist von jeweilgen Bundesland abhängig. Die meisten THV-Versicherer verzichten in ihren Bedingungen auf einen Leinen- oder Maulkorbzwang und leisten auch dann, wenn der Hund  nicht angeleint war.

5. Mietschäden

Ihr Hund beschädigt durch seine Krallen den in Ihrer Mietwohnung verlegten hochwertigen Parkettboden. Über die Tierhalterhaftpflicht sind in den  meisten Tarifen auch die sogennaten Mietschäden an den gemieteten Immobilien mitversichert. Die richtig guten Tarife bieten auch Versicherungsschutz für Schäden an gemieteten beweglichen Sachen. Dies sind z. B bewegliche Einrichtungsgegenstände in Ferienunterkünften oder auch gemietete Pferdetransportanhänger.

6. Flurschäden

Flurschäden sind alle Schäden an landwirtschaftlich- oder gartenbaulich genutztem Grund. Egal ob es sich um Bissschäden an Bäumen, zertrampelte Beete oder durch Hufspuren zerstörte Felder handelt. Wie auch bei Hunden haftet jeder Pferdebesitzer nach §833 BGB für die von seinem Tier ausgehende spezifische Tiergefahr, d. h., wenn der Schaden gerade durch das in der Natur des Tieres liegende unberechenbare Verhalten ensteht. Dazu gehört Ausbrechen auf der Weide, Durchgehen, Scheuen,Loßreisen etc. Nicht unter diese Vorschrift fällt der Fall, dass das Pferd seinem Reiter gehorcht, dieser aber bewusst z.B. über ein frisch eingesätes Feld reitet und dadurch Schäden verursacht oder diese in Kauf nimmt. Das erspart diesem aber natürlich die Haftung. Hier wäre dann die Haftung aufgrund §832 BGB gegeben und das Ganze somit ein Fall für die Privathaftpflicht des Reiters. Aber auch Hunde können einen Flurschaden verursachen. Die Schadensumme wird hier in der Regel zwar nicht so hoch ausfallen wie bei einem durch ein Pferd verursachten Flurschaden, jedoch sollte man dies nicht außer Acht lassen. Die meisten THV-Tarife bieten auch hier ausreichend Schutz. Beachten sollte man hier aber, dass manche Tarife die Flurschäden nur für Pferde abdecken.

7. Weltweite Deckung

Grundsätzlich bieten die meisten Versicherer einen durchaus belastbaren Schutz, wenn es um den Urlaub mit dem Tier im Ausland geht – auch wenn der Zeitraum, über den die Gesellschaften ihren Schutz erstrecken, durchaus Unterschiede erkennen lässt. Gerade für das Reisen und die Ferien im außereuropäischen Ausland lohnt sich genaues Hinsehen. Denn die einzelnen Gesellschaften differenzieren in der Regel zwischen EU- und Nicht-EU-Ländern. Für die Letzteren gilt normalerweise ein verkürzter Versicherungsschutz zwischen zwölf Monaten und drei Jahren. Wichtig: Für einige Regionen wird nicht nut der Geltungszeitraum seitens der Unternehmen eingeschränkt, sie setzen auch im Bereich der Deckungssummen den Rotstift an. Im Schadensfall steigt aus Sicht der Versicherungsnehmer damit das Risiko, für einen Lesitungsfall doch noch herangezogen zu werden.

8. Deckschäden

Bei den Deckschäden muss man im Wesentlichen zwischen gewolltem und ungewolltem Deckakt unterscheiden. Beim ungewollten Deckakt wird z. B. eine läufige Hündin gegen den Willen oder ohne Zustimmung ihres Besitzers von Ihrem Rüden gedeckt. Die Tierhalterhaftpflicht trägt hier die Kosten für die Aufzucht von Welpen oder auch die Kosten für die Abtreibung. Aber auch ein Zuchtausfall kann ein Deckschaden sein. Wenn Ihr Rüde eine Rassehündin deckt und diese nun nicht mehr für die Zucht verwendet werden kann,  kann der Züchter seinen Verdienstausfall geltend machen. Beim gewollten Deckakt könnte der Rüde die Hündin schädigen. Die Tarife der Versicherer unterscheiden sich hier sowohl beim Thema gewollt, ungewollt und auch zwischen Hunden und Pferden.

9. Kampfhunde

Gerade im Bereich der Hundehalterhaftpflicht spielt die Rasse eine große Rolle für die Versicherbarkeit des Tieres. Viele Versicherer bieten für Kampfhunde keinen Versicherungsschutz oder nur gegen einen Mehrbeitrag. Des Weiteren unterscheiden sich die Versicherer auch noch in den Definitionen von Kampfhunden. Hier hat jeder Versicherer seine  eigene Neagtivliste von Hunderassen. Diese sollte man also vor Beantragung unbedingt prüfen. Es gibt allerdings auch Versicherer, welche auf eine solche Negativliste oder einen Zuschlag bei Kampfhunden verzichten.

10. Welpen/Fohlen

Bekommt Ihre Hündin/Stute Welpen/Fohlen, so sind diese in der Regel erst im Rahmen der Vorsorgeversicherung beitragsfrei in der Tierhalterhaftpflicht mitversichert. Beachten sollte man hier sowohl unterschiedliche zeitliche Begrenzungen der einzelnen Tarife als auch eventuelle Unterschiede zwischen Welpen und Fohlen.

11. Reitbeteiligung

Da die Haltung eines Pferdes ein realtiv kostenintensives Hobby ist, gehen viele Pferdebesitzer mit anderen eine sogenannte Reitbeteiligung ein. Dadurch können Kosten geteilt oder für den Halter zumindest gesenkt werden. Hier muss man unbedingt beachten, dass die Reitbeteilgung in diesem Fall als Mithalter angesehen wird und somit nach § 833 BGB ebenfalls zur Haftung herangezogen werden kann. Gibt es eine unentgeltliche Reitbeteiligung, ist in der Regel eine reine Gefälligkeit anzunehmen, die die Rechtsstellung und alleinige Haftung des Pferdebesitzers unberührt lässt. Wie Sie sicherlich bemerkt haben, gibt es neben den recht eindeutig als Reitbeteiligung nun von solchem Außmaß, dass man als Mithalter anzusehen ist? Man sollte hier auf jeden Fall das Risiko minimieren und eine schriftliche Vereinbarung treffen, die neben den Rechten und Pflichten aus der Reitbeteiligung auch das Haftungsverhältnis aller Beteiligten sowohl bei Schädigung Dritter als auch derjenigen des Pferdes und der Reitbeteiligung selbst untereinander klar regelt. Die Tarife der Versicherer unterscheiden sich auch hier deutlich. In einigen ist lediglich das sogennate Fremdreiterrisiko abgesichert, bei anderen die Reitbeteiligung nur nach Namensnennung und wiederum bei anderen ist die Reitbeteiligung generell mitversichert. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man aber immer getroffene Reitbeteiligungen unverzüchlich dem Versicherer melden.

12. Kutsch – und Schlittenfahrten

Auch sogennate Kutsch- und Schlittenfahrten sind in den meisten Tierhalterhaftpflichtversicherungen mitversichert. Unterschiede gibt es hier bei Kutschfahrten, ob auch Personen befördert werden und ob es sich um reine Privatfahrten handelt oder nicht. Die reinen privaten Fahrten sind in der Regel immer mitversichert. Werden auch Personen befördert, wird die Auswahl schon geringer. Alle Arten von Kutschfahrten decken nur noch wenige Tarife ab. Ähnlich verhält es sich bei Schlittenfahrten.

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,,Der tut nichts, der will nur spielen!“ – diese Aussage von Hundebesitzern hat wohl jeder schon einmal gehört. Doch was ist, wenn einen der Hund dennoch beißt?

Gemäß § 833 BGB ist der Tierhalter zum Schadensersatz (Ausnahmen für Nutztiere beachten) verpflichtet. Wie im Rahmen der gesetzlichen Haftung nach § 823 BGB ist die Haftpflicht für Schäden aus der Haltung von Haustieren in der Höhe nicht begrenzt. Werden Personen geschädigt und neben Schmerzensgeld auch ein Verdienstausfall oder Renten geltend gemacht, kann es unterm Strich für das Vermögen und die finanzielle Situation der Familie teuer werden.

Wir möchten Ihnen nachstehend 12 gute Gründe nennen warum Sie eine Tierhalterhaftpflichtversicherung benötigen.

1. Versicherungspflicht für Hundehalter
Je nachdem in welchem Bundesland man wohnt, besteht eventuell eine Versicherungspflicht für Hunde. In anderen müssen nur sogenannte Kampfhunde versichert werden. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern gibt es noch keine  Versicherungspflicht. In der Privathaftpflichtversicherung sind Hunde jedoch  nicht mitversichert. Lediglich Kleintiere (z. B. Katzen) sind darüber abgesichert. Hier muss also eine eigene Tierhalterhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

2. Gefährdungshaftung
Bei der in § 833 BGB beschriebenen Haftung handelt es sich um eine reine Gefährdungshaftung. Das heißt im konkreten Fall, dass der Hundehalter unabhängig von seinem Verschulden für alle von seinem Hund, beziehungsweise auch von ihm mit, verursachten Schäden haftet. Dies ist vom Gesetzgeber bewusst so gewollt, da dieser die Meinung vertritt, dass das Verhalten der Tiere unberechenbar ist und die Tierhaltung immer mit einer Gefahr für Leben, Gesundheit und  Eigentum Dritter verbunden ist. Ein Hund stellt nach dem Gesetz also eine unberechenbare Gefahrenquelle dar. Man spricht auch davon, dass ein Hund kein „von Vernunft gesteuertes Geschöpf“ ist. Auch wenn der Hund in Abwesenheit des Tierhalters einen Schaden verursacht, muss der Halter haften. Denn der Halter hat hier ebenso die Pflicht, sich zuvor so um die Überwachung des Hundes zu kümmern, dass dieser keine Möglichkeit hat einen Schaden zu verursachen.

3. Tierhüter
Öfters kommt es vor, dass der Tierhalter sein Tier für einen kürzeren oder längeren Zeitraum in die Obhut von anderen Personen geben muss. In vielen Tierhalterhaftpflichtversicherungen sind auch die Schäden abgesichert, die entstehen,  während sich das Tier in Obhut Dritter befindet. Unterscheiden sollte man hier jedoch zwischen den Personen, die die Obhut vertraglich mit dem Tierhalter vereinbaren (z. B. Hundepensionen) und den Personen, die das Tier aus reiner  Gefälligkeit in Obhut nehmen. In der Regel sind letztere Personen kaum haftbar zu machen. Bei den Personen, mit denen die Obhut vertraglich vereinbart wurde, könnte der § 834 BGB greifen und sie so zur Haftung herangezogen werden. Daher sind auch in den meisten THV-Tarifen die Schäden für gewerbsmäßig tätige Tierhüter ausgeschlossen. Lediglich bei einigen Versicherern sind diese Schäden teilweise mitversichert. Wichtig ist hier auch, dass  Schäden an den Tierhütern, Reittiernutzern oder Reitbeteiligten durch das Tier mitversichert sind (Ansprüche gegen einen selbst). Ausgeschlossen bleiben hier jedoch Schäden gegenüber Familienangehörigen.

4. Führen ohne Leine oder Maulkorb
Je nach Gemeinde kann für das Führen von Hunden auch eine Leinenpflicht bestehen. Dies sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrer Gemeindeverwaltung individuell klären. Ob Hunde auch in Wald und Flur (Feldwege, Feldmark)  angeleint  werden müssen ist vom jeweiligen Bundesland abhängig. In Bayern zum Beispiel besteht keine Leinenpflicht. Die meisten THV-Versicherer verzichten in ihren Bedingungen auf einen Leinen- oder Maulkorbzwang und leisten auch  dann, wenn der Hund nicht angeleint war.

5. Mietsachschäden
Der Hund Ihres Kunden beschädigt durch seine Krallen den in seiner Mietwohnung verlegten hochwertigen Parkettboden. Über die Tierhalterhaftpflicht sind in den meisten Tarifen (außer Basis oder Standard) auch die sogenannten  Mietsachschäden an gemieteten Immobilien mitversichert. Die richtig guten Tarife bieten auch Versicherungsschutz für Schäden an gemieteten beweglichen Sachen. Dies sind z. B. bewegliche Einrichtungsgegenstände in Ferienunterkünften  oder auch gemietete Pferdetransportanhänger. Beachten sollten Sie bei den Mietsachschäden etwaige Sublimits oder Selbstbeteiligungen in den Tarifen.

6. Flurschäden
Flurschäden sind alle Schäden an landwirtschaftlich- oder gartenbaulich genutztem Grund. Egal ob es sich um Bissschäden an Bäumen, zertrampelte Beete oder durch Hufspuren zerstörte Felder handelt. Wie auch bei Hunden haftet jeder  Pferdebesitzer nach § 833 BGB für die von seinem Tier ausgehende spezifische Tiergefahr, d. h. wenn der Schaden gerade durch das in der Natur des Tieres liegende unberechenbare Verhalten entsteht. Dazu gehören das Ausbrechen aus der  Weide, Durchgehen, Scheuen, Losreißen etc. Nicht unter diese Vorschrift fällt der Fall, dass das Pferd seinem Reiter gehorcht, dieser aber bewusst z. B. über ein frisch eingesätes Feld reitet und dadurch Schäden verursacht oder diese in Kauf  nimmt. Das erspart diesem aber natürlich nicht die Haftung. Hier wäre dann die Haftung aufgrund § 823 BGB gegeben und das Ganze somit ein Fall für die Privathaftpflicht des Reiters. Aber auch Hunde können einen Flurschaden  verursachen. Die Schadensumme wird hier in der Regel zwar nicht so hoch ausfallen wie bei einem durch ein Pferd verursachten Flurschaden, jedoch sollte man dies nicht außer Acht lassen. Die meisten THV-Tarife bieten auch hier  ausreichend Schutz. Beachten sollte man hier aber, dass manche Tarife die Flurschäden nur für Pferde abgedeckt haben.

7. Weltweite Deckung
Grundsätzlich bieten die meisten Versicherer einen durchaus belastbaren Schutz, wenn es um den Urlaub mit dem Tier im Ausland geht – auch wenn der Zeitraum, über den die Gesellschaften ihren Schutz erstrecken, durchaus Unterschiede  erkennen lässt. Gerade für das Reisen und die Ferien im außereuropäischen Ausland lohnt sich genaues Hinsehen. Denn die einzelnen Gesellschaften differenzieren in der Regel zwischen der EU und Nicht-EU-Ländern. Für die Letzteren gilt  normalerweise ein verkürzter Versicherungsschutz zwischen 12 Monaten und bis zu drei Jahren. Wichtig: Für einige Regionen wird nicht nur der Geltungszeitraum seitens der Unternehmen eingeschränkt, sie setzen auch im Bereich der  Deckungssummen den Rotstift an. Im Schadensfall steigt aus Sicht der Versicherungsnehmer damit das Risiko, für einen Leistungsfall doch noch herangezogen zu werden.

8. Deckschäden
Bei den Deckschäden muss man im Wesentlichen zwischen gewolltem und ungewolltem Deckakt unterscheiden. Beim ungewollten Deckakt wird z. 8. eine läufige Hündin gegen den Willen oder ohne Zustimmung ihres Besitzers vom Rüden  Ihres Kunden gedeckt. Die Tierhalterhaftpflicht trägt hier die Kosten für die Aufzucht von Welpen oder auch die Kosten für die Abtreibung. Aber auch ein Zuchtausfall kann ein Deckschaden sein. Wenn hier der Rüde eine  Rassehündin eines Züchters deckt und diese nun nicht mehr für die vorgesehene Zucht verwendet werden kann, kann der Züchter seinen Verdienstausfall gelten machen. Beim gewollten Deckakt könnte der Rüde die Hündin schädigen. Die Tarife der Versicherer unterscheiden sich hier sowohl beim Thema gewollt, ungewollt und auch zwischen Hunden und Pferden.

9. Kampfhunde
Gerade im Bereich der Hundehalterhaftpflicht spielt die Rasse eine große Rolle für die Versicherbarkeit des Tieres. Viele Versicherer bieten für Kampfhunde keinen Versicherungsschutz oder nur gegen einen Mehrbeitrag. Desweiteren unterscheiden sich die Versicherer auch noch in der Definition von Kampfhunden. Hier hat jeder Versicherer seine eigene Negativliste von Hunderassen. Diese sollte man also vor Beantragung unbedingt prüfen.  Lediglich einige verzichten auf eine solche Negativliste oder auf einen Zuschlag bei Kampfhunden.

10. Welpen/Fohlen
Bekommt die Hündin/Stute Welpen/Fohlen so sind diese in der Regel erst mal im Rahmender Vorsorgeversicherung beitragsfrei in der Tierhalterhaftpflicht mitversichert. Beachten sollte man hier sowohl unterschiedliche zeitliche Begrenzungen der einzelnen Tarife als auch eventuelle Unterschiede zwischen Welpen und Fohlen.

11 . Reitbeteiligung
Da die Haltung eines Pferdes ein relativ kostenintensives Hobby ist, gehen viele Pferdebesitzer mit anderen eine sogenannte Reitbeteiligung ein. Dadurch können Kosten geteilt oder für den Halter zumindest gesenkt werden. Hier muss man  unbedingt beachten, dass die Reitbeteiligung in diesem Fall als Mithalter angesehen wird und somit nach § 833 BGB ebenfalls zur Haftung herangezogen werden kann. Gibt es eine unentgeltliche Reitbeteiligung ist in der Regel eine reine  Gefälligkeit anzunehmen, die die Rechtsstellung und alleinige Haftung des Pferdebesitzers unberührt lässt. Wie Sie sicherlich bemerkt haben, gibt es neben den recht eindeutig als Reitbeteiligung oder Gefälligkeit zu wertenden Vereinbarungen auch „Grenzfälle“. Ist z. B. die gelegentliche Übernahme des Mistens oder Fütterns im Rahmen einer unentgeltlichen Reitbeteiligung nun von solchem Ausmaß, dass man als Mithalter anzusehen ist? Man sollte hier auf jeden  Fall das Risiko minimieren und eine schriftliche Vereinbarung treffen, die neben den Rechten und Pflichten aus der Reitbeteiligung auch das Haftungsverhältnis aller Beteiligten sowohl bei Schädigungen Dritter, als auch derjenigen  des Pferdes und der Reitbeteiligung selbst untereinander klar regelt. Die Tarife der Versicherer unterscheiden sich auch hier deutlich. In einigen ist lediglich das sogenannte Fremdreiterrisiko abgesichert, bei anderen die Reitbeteiligung nur  nach Namensnennung und wiederum bei anderen die Reitbeteiligung generell mitversichert. Um auf Nummer sicher zu gehen sollte man aber immer getroffene Reitbeteiligungen unverzüglich an den Versicherer melden.

12. Kutsch- und  Schlittenfahrten
Auch sogenannte Kutsch- und Schlittenfahrten sind in den meisten Tierhalterhaftpflichtversicherungen mitversichert. Unterschiede gibt es hier bei den Kutschfahrten, ob auch Personen befördert werden und ob es sich um reine  Privatfahrten handelt oder nicht. Die reinen privaten Fahrten sind in der Regel immer mitversichert. Werden auch Personen befördert, wird die Auswahl schon geringer. Alle Arten von Kutschfahrten decken nur noch wenige Tarife ab.  Ähnlich verhält es sich bei Schlittenfahrten.

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