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Rechtsschutzversicherungen sind noch immer eine der eher vernachlässigten „Massensparten“. Die Nähe des Produkts zu Gesetzen und Rechtsprechung macht es  grundsätzlich nicht einfach, zweifelsfrei sagen zu können, was versichert ist und was nicht – nicht umsonst beschäftigen Rechtsschutzversicherer Juristen als Sachbearbeiter.

Viele fühlen sich zunehmend überfordert mit dem Tempo, in dem sich die Gesellschaft verändert und sehen sich ständig mit neuen Regeln und Gesetzen konfrontiert. Im Gegenzug werden alte in der Rechtsprechung neu interpretiert. Vertragsinhalte werden immer komplexer und insgesamt hat ein Großteil der Bevölkerung regelmäßig das unbestimmte Gefühl, rechtlich übervorteilt worden zu sein. Eine Rechtsschutzversicherung als Rechtsdienstleister könnte da die richtige Lösung sein. Aber eine neue zusätzliche Versicherung? „Brauche ich nicht!“

Wir möchten Ihnen gerne ein Dutzend Gründe liefern, weshalb Sie sehr wohl eine Rechtsschutzversicherung brauchen:

1. Die Kosten je Rechtsschutzfall sind nach der Einführung des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes um mehr als 20 % gestiegen
Beispiel: Ein Arbeitsrechtstreit bezüglich einer ungerechtfertigten Kündigung mit einem Streitwert von 10.500,00 € kostete vor der Einführung des RVG 2.660,25 €. Nach dem 01.08.2013 – also nach der Anpassung der Gebührensätze – kostet derselbe Rechtsstreit 3.048,45 €. Dies entspricht einer Kostensteigerung von 14,6 %.

2. Die Haftpflicht-Versicherung schützt den Schädiger und den Täter – Rechtsschutz hilft den Geschädigten und den Opfern!
Die Aufgabe der Haftpflichtversicherung ist – neben dem Begleichen von Haftpflichtansprüchen die Abwehr unberechtigter Ansprüche gegen die versicherte Person. Somit haben Schädiger über ihre Haftpflichtversicherung passiven Rechtsschutz. Aber wer vertritt die Interessen des Geschädigten? Für die Durchsetzung eigener Haftpflichtansprüche gegen einen Dritten ist eine Rechtsschutzversicherung erforderlich.

3. Jährlich gehen über zwei Millionen Zivilklagen bei Gericht ein.
Zivilklagen können Rechtsstreitigkeiten von Privatpersonen (natürliche Personen und/oder juristische Personen) untereinander sein, z. B. Streitigkeiten aus Miete, Kauf, Werkvertrag, Schadenersatzklagen und Erbstreitigkeiten. Dies sind auch die häufigsten Deckungsfälle bei den Rechtsschutzversicherern.

4. Jährlich gibt es ca. 2,3 Millionen Verkehrsunfälle…
…und ca. 40 % davon werden vor Gericht verhandelt. Sei es, weil die Schadenhöhe strittig ist oder gar die Schadenfrage. Oftmals sind auch ausländische Verkehrsteilnehmer in einen Unfall involviert, was das Einschalten eines Anwaltes in den meisten Fällen unumgänglich macht. Und nicht nur die Thematik eines Unfalles ist im Verkehrsbereich erheblich. Möchte man sich z. B. gegen den Entzug des Führerscheins wehren, der aufgrund von wiederholter Geschwindigkeitsüberschreitung droht, hat man nur mit einem teuren Rechtsanwalt eine Chance.

5. Jährlich nehmen die Rechtsstreitigkeiten aus Versicherungsverträgen zu.
Schadenbeispiel: Frau Müller (VN) wird durch Krankheit berufsunfähig. Ihr behandelnder Arzt bescheinigt ihr auch, dass sie im bisherigen Beruf dauerhaft nicht mehr wie gewohnt arbeiten können wird. Aufgrund der medizinischen Unterlagen kommt der BU-Versicherer zu einem ganz anderen Ergebnis und verweigert die Leistung. Da es um medizinische Sachverhalte geht, wird das Einschalten eines Anwalts nötig.

6. Jährlich gehen über 500.000 Klagen vor deutschen Arbeitsgerichten ein.
Acht Stunden unseres Tages verbringen wir im Schnitt in der Arbeit. Hier kann viel passieren, was vor einem Arbeitsgericht verhandelt wird, z. B. Mobbing, Änderungskündigung, Kündigung oder Probleme mit der Gehaltszahlung. Die Kosten hierfür trägt jede Partei in der ersten Instanz selbst (siehe nächster Punkt), sofern dies nicht über eine Gewerkschaft aufgefangen wird.

7. Bei einer arbeitsrechtlichen Streitigkeit zahlt jede Partei bis zur ersten Instanz die eigenen Kosten selbst – und zwar völlig unabhängig davon, wie das Verfahren ausgeht.
Bei Streitsachen, die vor einem Arbeitsgericht verhandelt werden gibt es eine Besonderheit, die unbedingt beachtet werden muss. Denn die Kosten einer Verhandlung in der ersten Instanz wer-den unter den streitenden Parteien gleichermaßen aufgeteilt; die eigenen Kosten trägt jede Partei selbst. Und das unabhängig davon, ob ein Rechtsstreit gewonnen oder verloren wird. So kann es hier oft vorkommen, dass von dem „gewonnenen“ Geld ein Großteil zurück an Anwalt und Gericht gezahlt wird. Eine Rechtsschutzversicherung hilft hier!

8. Es gibt rund 35 Mio. Mietverhältnisse
Kündigung wegen Eigenbedarfs, Fehler in der Nebenkostenabrechnung, Probleme mit der Zahlung der Miete, etc… Das und vieles mehr kann im Zusammenhang mit gemieteten/vermieteten Wohneinheiten zu Streit führen.

9. Gerade in Großstädten und Ballungszentren herrschen Risiken
Am Streitlustigsten ist man in den Stadtstaaten Hamburg (24,3 Streitfälle pro 100 Einwohner), Berlin (26,2 Streitfälle pro 100 Einwohner) und Bremen (22,5 Streitfälle pro 100 Einwohner). Das liegt an der hohen Dichte an Menschen, Autos, Wohnungen etc. Gerade wer K in Ballungszentren lebt, sollte auf das höhere Risiko achten. Denn die Wahrscheinlichkeit in einer Großstadt in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden ist natürlich immens höher. Auch der Wohnungsmarkt ist dort angespannter und bietet enormes Streitpotenzial.

10. Streitwerte steigen (und damit auch die Anwalts- und Gerichtskosten) wegen der steigenden Lebenshaltungskosten.
Nicht nur, dass das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz die Gebühren der Rechtsstreitigkeiten angehoben hat, auch die Streitwerte sind über die Jahre gestiegen. Außerdem sind die Einkommen in der Bevölkerung in den letzten Jahren gestiegen. Das macht bei einem durchschnittlichen Arbeitsrechtstreit – z. B. wegen einer Kündigung – knapp 1.000 Euro mehr an Streitwert. Auch Mietpreise und Kosten der allgemeinen Lebenshaltung sind in den letzten Jahren rapide angestiegen.

11. Es gibt immer mehr Gesetze und Verordnungen
Wenn man die Entwicklung betrachtet und die nähere Vergangenheit einbezieht, sind aus zehn (für jedermann nachvollziehbaren) Geboten im Laufe der Zeit knapp 2.000 Gesetze (im Bundesrecht) und 3.400 Verordnungen mit 76.382 Artikeln und Paragraphen geworden, die nun leider nicht mehr für jedermann nachvollziehbar sind. Oder wussten Sie, dass Sie zwar unbekleidet Autofahren, nicht aber unbekleidet aus diesem aussteigen dürfen? Oftmals führen Fehltritte, die man so bewusst gar nicht tätigen wollte, zu Problemen, die gerichtlich oder zumindest nur mit anwaltlicher Hilfe zu bewältigen sind.

12. Die Rechtsschutzversicherung führt zu Chancengleichheit
Zum Abschluss ein Punkt zum Thema „Fairness“ : Als durchschnittlicher Bundesbürger sieht man sich häufig von großen Institutionen (sei es privatwirtschaftlich oder staatlich) ungerecht behandelt, ob nun Autokonzerne, das Finanzamt, GEZ oder andere große Unternehmen. Möchte man sich alleine gegen solche wehren, sieht man sich häufig gegen eine Schar an Anwälten ankämpfen, die die eigenen Argumente mit Paragraphen und Urteilen widerlegen. Auch vor Gerichtsverfahren scheuen Großunternehmen nicht, da oftmals davon ausgegangen wird, dass der vermeidlich „kleine“ Gegner dies finanzell nicht stemmen könne. Hier ist guter Rat teuer oder eben auch nicht. Denn über eine Rechtsschutzversicherung kann man sich anwaltliche Hilfe einholen und sich auch gegen „größere“ Gegner wehren.

Für weitere Informationen, Details zu Produkten und bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Wer zum ersten Mal ein Boot steuert, stellt schnell fest: Ein Boot hat keine Bremse. Anders als beim PKW lassen sich daher manche gefährlichen Situationen einfach nicht verhindern. Jedes Jahr ereignen sich auf dem Gebiet der Europäischen Union knapp 50.000 Unfälle in Zusammenhang mit Wassersport teilweise mit verheerendem Ausgang.

So stellt eine Wassersporthaftpflichtversicherung einen wichtigen Schutz für all diejenigen dar, die ihrer Leidenschaft auf den Wellen nachgehen möchten. Welche Haftpflichtgefahren sich aus dem Gebrauch von Motor-/Segelbooten und anderen Wasserfahrzeugen ergeben können, zeigen die nachfolgenden Beispiele:

Beispiel 1 Götz George:

Der Schauspieler wurde im Urlaub beim Schwimmen von einem Motorboot erfasst und am linken Bein schwer verletzt worden. Sein Fuß wurde verletzt und die Schiffsschraube zertrümmerte sein Knie. Er musste sich einer mehrstündigen Knieoperation unterziehen und mehrere Dreharbeiten absagen. George verklagte damals den Bootsbesitzer auf 1,1 Million DM Schmerzensgeld und Schadenersatz.

Beispiel 2 JJ Lehto:

Der ehemalige  Automobilrennfahrer  JJ Lehto verursachte 2010 in  einem Kanal in Finnland einen schweren Bootsunfall. Mit zu hohem Tempo rammte er einen Brückenpfeiler. Ein Freund, der   sich  mit im Boot  befand, kam dabei ums Leben.

Aber auch Otto Normalverbraucher bleibt nicht verschont…

Beispie 3 Feuer

Herr Müller quartiert sein Boot nach der Sommersaison in der Garage eines Freundes. Durch einen Schaden am Motor fängt das Boot Feuer. Die Garage brennt vollkommen aus.

Ein wenig verwundert es da schon, dass die Wassersporthaftpflicht in Deutschland noch keine Pflichtversicherung ist. In  anderen Staaten ist Schutz  gesetzlich vorgeschrieben. Ein entsprechender Nachweis ist bei der Nutzung des Boots immer mitzuführen. Ohne darf man die dortigen Gewässer nicht befahren.

Versicherungspflicht herrscht u. a. in Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Großbritannien, Italien, Kroatien, Luxemburg, Mazedonien, Niederlande, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Ungarn und teilweise in Tschechien.

Reicht die Privathaftpflichtversicherung?

Die meisten Versicherer haften auch im Rahmen der Privathaftpflicht für Wassersportschäden, wenn eine gewisse Motorstärke und Segelfläche nicht überschritten werden.

Schutz ist bis zu einer gewissen Bootsgröße also enthalten. Problematisch wird es bei größeren bzw. stärker motorisierten Wasserfahrzeugen oder wenn man sich in Gewässern eines der oben genannten Länder tummeln möchte. Dann führt kein Weg an einer separaten Wassersporthaftpflicht vorbei.

Und der Bootsanhänger?

Ohne Anhänger kommt das Boot nur schwerlich zum See. Daher haben Bootseigner im Normalfall auch einen Bootsanhänger. Bootsanhänger zählen zur Gruppe der Spezialanhänger nach § 3 Abs. 2 Nr. 2 e  FZV, die nicht zulassungspflichtig sind. Allerdings das sagt § 4 Abs. 2 Nr. 3 FZV benötigen sie ein amtliches Kennzeichen (weil keine Begrenzung auf max. 25 km/h). Man bekommt hier ein grünes Kennzeichen (§ 9 Abs 2.). Versicherungspflicht besteht für Bootsanhänger auch nicht (§ 2  Abs. 1 Nr. 6c). Der Bootsanhänger kann übrigens auch freiwillig mit schwarzem Kennzeichen und Kfz-Versicherung zugelassen werden. Und weil das alles schön kompliziert klingt, haben frischgebackene Bootseigener in aller Regel  sehr viele Fragen zur Zulassung des   Anhängers die sie natürlich lieber Ihnen stellen, statt der Zulassungsstelle…

Auch wenn keine Versicherungspflicht besteht, ist doch dringendst zu raten, für solchen zu sorgen. Die meiste Zeit wird der Anhänger (mit oder ohne Boot darauf) vom Zugfahrzeug abgekuppelt irgendwo ste-hen. Die Feststellbremse kann sich lösen, es kann sich jemand daran verletzen. Es gilt Gefährdungshaf-tung wie bei jedem normalen Anhänger auch – das darf man nicht vergessen! Ohne Versicherung zahlt man den Schaden ggf. aus eigener Tasche. Da ist es höchst angenehm, dass manche Versicherer die Trailerhaftpflicht für nicht zulassungspflichtige Anhänger automatisch und ohne Mehrkosten in die Wassersporthaftpflicht integriert.

Der Schutz für Boot

Wer sich auf boot24.de oder anderen Portalen mal ein wenig umschaut, wird schnell feststellen, dass selbst kleine, gebrauchte Boote überraschend teuer sind. Fünfstellig wird es eigentlich fast immer, wenn man nichts zum Aufblasen haben möchte. Praktischerweise verhält es sich im Bereich der Wassersportversicherungen wie bei den Kfz-Versicherungen. Es werden sowohl Haftpflichtlösungen als auch Kaskoabsicherungen angeboten. Dank der zusätzlichen Kaskoversicherungen können Wasserfahrzeuge gegen all die Gefahren abgesichert werden, die auf den hohen Wellen auf sich lauern – und nicht nur dort! Das heißt im Klartext: Versichert ist das Fahrzeug, die Maschinenanlage sowie das Zubehör. Zubehör sind bewegliche Sachen, die, ohne Bestandteil des Fahrzeugs zu sein, dem Betrieb des Fahrzeugs dauerhaft dienen. Hierunter fallen insbesondere technische Ausrüstung, Segel und Mobiliar. Die Kaskoversicherung bietet eine „All Risk-Deckung“ für die versicherten Sachen, bei der es nur wengier Gefahrenaussschlüsse gibt.

Aufgrund des hohen Preisniveaus bei Booten und größerem Gerät, wie auch der hohen Reparaturkosten, kann man keine Empfehlung geben, ab wann sich die Wassersportkasko nicht mehr lohnen würde. Die Preise, die hier aufgerufen werden, stehen normalerweise immer in einem gesunden Verhältnis zum Wert des Boots. Über die Selbstbeteiligung kann man dann natürlich noch an der Preisschraube drehen.

Wichtig zu beachten: Der Wert eines Boots kann sich durch Restaurationsarbeiten schnell drastisch erhöhen. Seien sie bitte sensibilisiert dafür, dass sie sich zeitnah informieren, damit der Versicherer über neue Werte informiert werden kann. Unterversicherung ist auch hier ein großes Thema! Es können übrigens auch persönliche Dinge abgesichert werden, die man mit an Bord nimmt (z. B. Unterhaltungselektronik, Angelausrüstung…).

Das sollte nicht vergessen werden!

Wasser hat bekanntlich zwar keine Balken aber eben auch keinen Notausgang. Gerade große Gewässer sind oft um einiges kälter, als die Luft. Fällt man ins Wasser, kann es zu einem Schockzustand kommen, die Muskeln können zerren oder gar reißen… Machner „Mann über Bord“ gehen so unter wie ein Stein. Dabei ist Ertrinken nicht die einzige Gefahr, die droht. Wird man zu spät gerettet und reanimiert, kann es zu Schädigungen des Hirns kommen, die durch den Sauerstoffmangel verursacht werden. Eine Unfallversicherung für alle, die regelmäßig mit auf dem Boot sind, ist also sehr empfehlenswert.

Ebenso sollte an Rechtsschutz gedacht werden. Nicht jeder ist ein „Kavlier der Seestraße“ und nimmt Rücksicht auf andere. Kommt es dadurch zu Sach- oder Personenschäden sollte man in der Lage sein, sein gutes Recht einzustreiten. Gerade, weil ein Boot in Deutschland keine Haftpflicht haben muss!

Für weitere Informationen, Details zu Produkten und bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Die Rechtsschutzversicherung ist noch immer ei­ne der vernachlässigten „Massensparten“. Die Nähe des Produkts zu Gesetzen und Recht­sprechung macht es einem Vermittler grundsätz­lich nicht einfach, zweifelsfrei sagen zu können, was versichert ist und was nicht – ­ nicht umsonst beschäftigen Rechtsschutzversicherer Juristen als Sachbearbeiter.

Auch  auf  Kundenseite  herrscht  ein  hohes  Maß an Unsicherheit.  Viele  Kunden  fühlen  sich  zuneh­mend  überfordert  mit  dem  Tempo,  in  dem  sich die  Gesellschaft  verändert.  Ständig  sieht  er sich mit  neuen  Regeln  und  Gesetzen  konfrontiert.  Im Gegenzug  werden  alte  in  der  Rechtsprechung  neu  interpretiert.  Vertragsinhalte  werden  immer  komple­xer  und  insgesamt  hat ein  Großteil  der  Bevölkerung  regelmäßig  das  unbestimmte  Gefühl  rechtlich übervorteilt  worden  zu  sein.  Eine  Rechtsschutzversicherung  als  Rechtsdienstleister  könnte  da die  richti­ge  Lösung  sein.  Aber  eine  neue  zusätzliche  Versicherung?  ,,Brauch  ich  nicht!“

Wir  möchten  Ihnen  gerne  ein  Dutzend  Gründe  liefern,  weshalb Sie sehr  wohl  eine  Rechtsschutz­versicherung  brauchen.

1  .  Die  Kosten  je  Rechtsschutzfall  sind  nach  der  Einführung  des  Rechtsanwaltsvergütungsge­ setzes  (Stand  2004)  um  mehr  als  20%  gestiegen

Beispiel:  Ein  Arbeitsrechtstreit  bezüglich  einer  ungerechtfertigten  Kündigung  mit  einem  Streitwert  von 10.500,00  €  kostete  vor  der  Einführung  des  RVG  2.660,25  €.  Nach  dem  01.08.2013 – also  nach  der Anpassung  der  Gebührensätze – kostet  derselbe  Rechtsstreit  3.048,45  €.  Dies  entspricht  einer Kostensteigerung  von  14,6  %.

2. Die Haftpflicht-­Versicherung schützt den Schädiger und den Täter – ­ Rechtsschutz hilft den Geschädigten und den Opfern!

Die Aufgabe der Haftpflichtversicherung ist ­ neben dem Begleichen von Haftpflichtansprüchen ­ die Abwehr unberechtigter Ansprüche gegen die versicherte Person. Somit haben Schädiger über ihre Haftpflichtversicherung passiven Rechtsschutz. Aber wer vertritt die Interessen des Geschädigten? Für die Durchsetzung eigener Haftpflichtansprüche gegen einen Dritten ist eine Rechtsschutzversicherung erforderlich.

3. Jährlich gehen über 2 Mio. Zivilklagen bei Gericht ein.

Zivilklagen können Rechtsstreitigkeiten von Privatpersonen (natürliche Personen und / oder juristische Personen) untereinander sein. z.B. Streitigkeiten aus Miete, Kauf, Werkvertrag, Schadenersatzklagen und Erbstreitigkeiten. Dies sind auch die häufigsten Deckungsfälle bei den Rechtsschutzversicherern.

4. Jährlich gibt es ca. 2,3 Mio. Verkehrsunfälle

Und ca. 40% davon werden vor Gericht verhandelt. Sei es, weil die Schadenhöhe strittig ist oder gar die Schadenfrage. Oftmals sind auch ausländische Verkehrsteilnehmer in einen Unfall involviert, was das Einschalten eines Anwaltes in den meisten Fällen unumgänglich macht. Und nicht nur die Thematik eines Unfalles ist im Verkehrs-­Bereich erheblich. Möchte man sich z.B. gegen den Entzug des Führerscheins wehren, der einem aufgrund von wiederholter Geschwindigkeits­überschreitung droht, hat man nur mit einem teuren Rechtsanwalt eine Chance.

5. Jährlich nehmen die Rechtsstreitigkeiten aus Versicherungsverträgen zu.

Schadenbeispiel: Frau Müller (VN) wird durch Krankheit berufsunfähig. Ihr behandelnder Arzt beschenigt Ihr auch, dass Sie im bisherigen Beruf dauerhaft nicht mehr wie gewohnt arbeiten können wird. Aufgrund der medizinischen Unterlagen kommt der BU-­Versicherer zu einem ganz anderen Ergebnis und verweigert die Leistung. Da es um medizinische Sachverhalte geht, kann der Kundin von ihrem Versicherungsmakler nur schwerlich geholfen werden. Das Einschalten eines Anwalts wird nötig.

6. Jährlich gehen über 500.000 Klagen vor deutschen Arbeitsgerichten ein.

6 Stunden unseres Tages verbringen wir im Schnitt in der Arbeit, das sind ca. 40% der Zeit, die wir an einem Tag wach sind. Hier kann viel passieren, was vor einem Arbeitsgericht verhandelt wird, z.B. Mobbing, Änderungskündigung, Kündigung oder Probleme mit der Gehaltszahlung. Die Kosten hierfür trägt jede Partei in der 1. Instanz selbst (siehe Punkt 7 .), sofern dies nicht über eine Gewerkschaft auf­ gefangen wird.

7. Bei einer arbeitsrechtlichen Streitigkeit zahlt jede Partei bis zur ersten Instanz die eigenen Kosten selbst ­ und zwar völlig unabhängig davon, wie das Verfahren ausgeht.

Bei Streitsachen, die vor einem Arbeitsgericht verhandelt werden gibt es eine Besonderheit, die unbedingt beachtet werden muss. Denn die Kosten einer Verhandlungn der 1 . Instanz werden unter den streitenden Parteien gleichermaßen aufgeteilt, die eigenen Kosten trägt jede Partei selbst. Und das unabhängig davon, ob ein Rechtsstreit gewonnen oder verloren wird. So kann es hier oft vorkommen, dass von dem „gewonnenen“ Geld ein Großteil zurück an Anwalt und Gericht gezahlt wird. Eine Rechtsschutzversicherung hilft hier!

8. Es gibt rund 35 Mio. Mietverhältnisse

Kündigung wegen Eigenbedarfs, Fehler in der Nebenkostenabrechnung, Probleme mit der Zah­lung der Miete, etc …. Das und vieles mehr kann im Zusammenhang mit gemieteten/vermieteten Wohneinheiten zu Streit führen.

9. Gerade in Großstädten und Ballungszentren herrschen Risiken

Am Streitlustigsten ist man in den Stadtstaaten Hamburg (24,3 Streitfälle pro 100 Einwohner), Berlin (26,2 Streitfälle pro 100 Einwohner) und Bremen (22,5 Streitfälle pro 100 Einwohner). Das liegt an der hohen Dichte an Menschen, Autos, Wohnungen etc …. Gerade wer Kunden in Ballungszentren betreut, sollte auf das höhere Rsiko hinweisen. Denn die Wahrscheinlichkeit in einer Großstadt in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden ist natürlich immens höher. Auch der Wohnungsmarkt ist dort angespannter und bietet enormes Streitpotenzial.

10. Streitwerte steigen (und damit auch die Anwalts­ und Gerichtskosten) wegen der steigenden Lebenshaltungskosten.

Nicht nur, dass das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz die Gebühren der Rechtsstreitigkeiten ange­hoben hat, auch die Streitwerte sind über die Jahre gestiegen. Außerdem sind die Einkommen in der Bevölkerung in den letzten Jahren gestiegen. Das macht bei einem durchschnittlichen Arbeits­rechtstreit ­ z. B. wegen einer Kündigung ­ knapp 1.000,00 € mehr an Streitwert. Auch Mietpreise und Kosten der allgemeinen Lebenshaltung sind in den letzten Jahren rapide an­
gestiegen.

1 1 . Es gibt immer mehr Gesetze und Verordnungen

Wenn man die Entwicklung betrachtet und die nähere (oder auch etwas fernere) Vergangenheit mit einbezieht, sind aus 10 (für jedermann nachvollziehbaren) Geboten im laufe der Zeit knapp 2.000 Gesetze (im Bundesrecht) und 3.400 Verordnungen mit 76.382 Artikeln und Paragraphen gewor­den, die nun leider nicht mehr für jedermann nachvollziehbar sind. Oder wussten Sie, dass Sie zwar unbekleidet Autofahren, nicht aber unbekleidet aus diesem aussteigen dürfen?
Oftmals führen Fehltritte, die man so bewusst gar nicht tätigen wollte zu Problemen, die gerichtlich oder zumindest nur mit anwaltlicher Hilfe zu bewältigen sind.

12. Die Rechtsschutzversicherung führt zu Chancengleichheit

Zum Abschluss ein Punkt, der mir persönlich am wichtigsten erscheint, denn hier geht es um das Thema „Fairness“. Als durchschnittlicher Bundesbürger sieht man sich häufig von großen Instituti­onen (sei es privatwirtschaftlich oder staatlich) ungerecht behandelt, ob nun Finanzamt, GEZ, Behörden oder eben große Unternehmen. Möchte man sich alleine gegen solche wehren, sieht man sich häufig gegen eine Schar an Anwälten ankämpfen, die die eigenen Argumente mit Para­graphen und Urteilen widerlegen. Auch vor Gerichtsverfahren scheuen Großunternehmen nicht, da oftmals davon ausgegangen wird, dass der vermeidlich „kleine“ Gegner dies finanziell nicht stem­men könne. Hier ist guter Rat teuer ­ oder eben auch nicht. Denn über eine Rechtsschutzversiche­rung kann man sich anwaltliche Hilfe einholen und sich auch gegen „größere“ Gegner wehren.

Eine Gesamtübersicht über unsere möglichen Absicherungen finden Sie im Bereich Rechtsschutz auf unserer Homepage. Für alle Ihre Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ergänzend zu dem Thema möchten wir noch auf unsere Kundenbroschüre unsere Information zur Rechtsschutzversicherung und unser Eklärungsvideo hinweisen.