Vor einiger Zeit eignete sich im Zentrum von Hannover ein folgenschwerer Zwischenfall mit einem E-Bike, bei dem glücklicherweise niemand ernsthaft zu Schaden kam. Anders als sich zunächst vermuten lässt, war der Unfallort nicht etwa die öffentliche Straße, sondern ein Fahrradgeschäft, in dem der Akku eines elektrobetriebenen Fahrrads in Flammen aufging. Der heftige Brand, der binnen kürzester Zeit entstand, weitete sich auf ein im Obergeschoss befindliches Parkhaus aus und konnte nur noch von der Feuerwehr gebändigt werden, die mit über 70 Einsatzkräften und 30 Löschfahrzeugen dagegen ankämpfte. Der Sachschaden belief sich auf über eine halbe Million Euro.

Schön öfter verursachten defekte E-Bike-Akkumulatoren folgenschwere Brände: In der Schweiz beispielsweise brach Ende 2015 ein Großbrand aus, bei dem drei Personen verletzt und insgesamt 30 Häuser in der Altstadt von Steckborn (Kanton Thurgau) vollkommen zerstört wurden. Die Brandermittlung ergab später, dass das Feuer bei einem Ladevorgang eines Lithium-Akkus ausgebrochen war. Der Gesamtschaden wurde mit 6.000.000 Schweizer Franken (etwa 5.600.000 Euro) beziffert.

Lithium-Akkus gelten als Maßstab, wenn es um das Speichern von Strom geht. Mit ihrer hohen Energiedichte und der kompakten Bauweise verfügen sie über günstige Eigenschaften als Energieträger, welche sowohl von Herstellern von Pedelecs, Elektroautos, Notebooks, Tablet, Smartphones als aber auch vom Endverbraucher gern genutzt werden.

Allerdings geht hiervon auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr aus. Bei unsachgemäßer Bedienung, minderwertiger Verarbeitung oder bei Defekten können diese in Flammen aufgehen und wie oben bereits aufgeführt einen Brandherd erzeugen, der weit über die Größe des Akkus hinausgeht. Auch Kurzschlüsse, die entstehen können, wenn der Akku vorher vollständig entladen wurde, können zu Bränden führen. Möglich ist das vor allem bei Pedelecs oder elektrobetriebenen Autos, die im Winter bei Nichtnutzung zu kalten Temperaturen ausgesetzt sind (Tiefenentladung).

Der Verband der Schadenversicherer in Köln (VdS) hat vor einiger Zeit eine Richtlinie zum Umgang mit Lithium-Batterien und Akkus herausgeben, worin empfohlen wird, grundsätzlich und sehr genau die Vorgaben der jeweiligen Hersteller zu befolgen.

Vor zehn Jahren waren Lithium-Batterien noch für quasi niemanden ein Thema. Sie sehen, die Zeiten ändern sich. Sollte aus der verstärkten Nutzung dieser Batterien und ihrer nicht von der Hand zu weisenden Brandgefährdung irgendwann behördliche Auflagen entstehen, die weder wir, noch Sie heute bereits kennen können, schützt unser Klauselbogen auch in die Zukunft gerichtet gegen Unwissenheit. („Gesetzliche, behördliche oder veinbarte Sicherheitsvorschriften“)

Allgemeine Tipps zu Lithium-Akkus:

  • Beschädigte, verformte oder verfärbte Akkus sofort aussortieren. Dabei Kontakte mit Klebeband abkleben, um Kurzschlüsse zu vermeiden
  • Entsorgung nur über den Fachhandel oder Sammelboxen
  • Akkus bei einer Temperatur von zehn bis 25 Grad Celsius lagern
  • Ausschließlich Original-Ladekabel verwenden
  • Akku nie über 90 Prozent aufladen, nie unter zehn Prozent entladen
  • Ladevorgang außerhalb von brennbaren Materialien erfolgen lassen
  • Öffentliche Ladestationen nutzen
  • Keine technischen Änderungen vornehmen
  • Entstandene Brände ausschließlich mit dem Feuerlöscher (Trockenpulver) löschen

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Viele von uns stellen sich mit Sicherheit die Frage, ob es denn überhaupt notwendig und sinnvoll ist, ein fünf Jahre altes Fahrzeug Vollkasko zu versichern. Bis zu welchem Alter sollte man ein Fahrzeug überhaupt Vollkasko versichern? Wichtig ist, dass man weiß, dass sie grundsätzlich Deckungsschutz gegen Schäden am eigenen Fahrzeug bietet. Das bedeutet, dass die Leistungen der Teilkasko bereits mit enthalten sind. Sie leistet bei Zerstörung (Vandalismus), Beschädigung oder den Verlust des Fahrzeugs.

Wie bereits bekannt, ist die Kfz-Haftpflichtversicherung eine Pflichtversicherung. Die Voll- und Teilkasko können zusätzlich und freiwillig vereinbart werden. Für die meisten Autofahrer ist das Kfz ein wichtiger Bestandteil ihres täglichen Lebens. Die beiden Hauptgründe sind Mobilität und Flexibilität. Bevor aber im schlimmsten Fall ein selbst verursachter Schaden eintritt und die eigenen vier Räder ausfallen, sollten man sich die Frage stellen: „Kann ich mir im Schadensfall mein Auto für den selben Wert und Zustand auf eigene Kosten wieder anschaffen?“.  Ist dies aus finanziellen Gründen nicht möglich, ist es durchaus überlegenswert sich über eine Vollkaskoversicherung Gedanken zu machen. In der Kfz-Versicherung wird nur der sogenannte Zeitwert erstattet. Das bedeutet, dass man den Neuwert abzüglich einer alters- und gebrauchsbedingten Wertminderung vom Versicherer erstattet bekommt. Ob man nur die Haftpflicht oder zusätzlich eine Teil- oder Vollkasko abschließen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Egal, ob es sich um einen Neuwagen oder ein Gebrauchtfahrzeug handelt. Es kommt auf die finanzielle Situation des Besitzers an. Möchte man den selbstverschuldeten Eigenschaden unbedingt mit abgesichert haben, sollte man sich für den Abschluss der Vollkasko entscheiden.

Der Einschluss einer Selbstbeteiligung kann auch hier mit vereinbart werden. Üblicherweise beträgt diese 300 € oder 500 € je Schadensfall. Die Höhe der Selbstbeteiligung wirkt sich natürlich auch auf die Höhe des Beitrags aus. Wählt man einen Vollkasko-Tarif, der den Leistungsbaustein „Neuwertentschädigung“ enthält, hat man den Vorteil, nicht nur den Zeitwert sondern den kompletten Neuwert erstattet zu bekommen. Dies ist möglich wenn man Erstbesitzer des Fahrzeugs ist. Die Neuwerterstattung wird in der Regel für einen bestimmten Zeitraum ab dem Tag der Erstzulassung gewährt (mind. 6 bis zu 36 Monaten). Neufahrzeuge verlieren vor allem im ersten Jahr erheblich an Wert. Für Gebrauchtfahrzeuge gibt es die Kaufpreisentschädigung. Hier wird einem versichert, dass man nicht nur den Zeitwert des Fahrzeugs unmittelbar vor dem Schaden, sondern den aktuellen Wiederbeschaffungswert eines Fahrzeugs im selben Zustand, wie bei Anschaffung des beschädigten Fahrzeugs, erstattet bekommt. Auch hier gibt es einen festgeschriebenen Zeitraum (i.d.R. 6 bis 24 Monate).

Der Deckungsschutz in der Kraftfahrtversicherung ist ein wichtiger Punkt um sich finanziell im Schadensfall abzusichern. Jedoch kommt es auf jeden einzelnen selbst an, ob er sich nur die Pflichtversicherung oder zusätzlich eine Teil- und Vollkasko leisten kann. Niemand kann jemandem diese Entscheidung abnehmen. So kann es zum Beispiel sein, dass einer jederzeit in der Lage ist, sein Fahrzeug im Wert von 10.000 €, aus eigenen finanziellen Mitteln erneut zu kaufen. Einem anderen fällt es hingegen schwer, sein nach einem Totalschaden nicht mehr nutzbares Fahrzeug zu ersetzen. Auch wenn es nur noch einen Wert von ca. 4.500 € hat, kann er die Kosten nicht aus der eigenen Tasche bezahlen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es kein pauschales Alter (z.B. fünf Jahre) für ein Fahrzeug gibt, ab dem eine Vollkaskoversicherung nicht mehr sinnvoll ist.

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Winterzeit ist Unfallzeit. Man geht winterlichen Freizeitaktivitäten nach, der Straßenverkehr wird durch Schnee und Glätte beeinträchtigt und auch als Fußgänger hat man so ein Kreuz zu tragen. Gerade jetzt macht es Sinn, sich mit Ihren Kunden über den Unfallversicherungsschutz zu unterhalten.

In diesem Zusammenhang kann man ruhig auch an einen Bereich dieses wertvollen Schutzes denken, den man sonst evtl. nicht gar so sehr auf dem Radar hat: Die Bergungskosten.
Als Schadenbeispiel – ein Skifahrer stürzt in eine Bergschlucht, und muss von der Bergwacht gesucht und per Hubschrauber abtransportiert werden. Enorme Kosten entstehen. Gut, dass es die Bergungskosten gibt.

Bergungskosten sind in Wirklichkeit viel mehr und viel wertvoller, als man evtl. denken mag. Denn der Leistungspunkt Bergungskosten beinhaltet nicht nur die Kosten für z. B. Bergwachten oder Rettungsdienste, sondern beispielsweise auch die Kosten für den Transport ins Krankenhaus, einen notwendigen Krankenhauswechsel oder Suchkosten.

Beispiel 1: Suchkosten
Beim Fahrradfahren durch den Wald übersieht Herr G. eine hervorstehende Wurzel und überschlägt sich mit seinem Fahrrad. Durch den Sturz zieht sich Herr G. einen Beinbruch zu, sodass er nicht mehr laufen oder gar Fahrrad fahren kann. Glücklicherweise hat er im Wald Handyempfang und kann den Rettungsdienst rufen. Da Herr Gruber den genauen Aufenthaltsort jedoch leider nicht genau benennen kann, muss eine Suchaktion eingeleitet werden, um ihn zu finden. Da das Waldstück nicht mit Autos passierbar ist, muss ein Helikopter aufsteigen, um den Verletzen aus der Luft zu finden. Die erheblichen Kosten für den Einsatz des Helikopters und der Suchtruppen werden vollständig von der Unfallversicherung übernommen.

Beispiel 2: Kosten für den Transport ins Krankenhaus und einen Krankenhauswechsel
Frau E. stürzt beim Fensterputzen von der Leiter und klagt über starke Rückenschmerzen. Da ihr Mann keinen Fehler machen möchte, der zu einer dauerhaften Schädigung führen könnte, ruft er den Krankenwagen, der seine Gattin zum nächsten Krankenhaus bringt. Hier wird zunächst die Erstbehandlung durchgeführt, die Ärzte merken nach den ersten Untersuchungen aber, dass die Patientin in ein anderes Krankenhaus verlegt werden muss, das auf Rückenverletzungen spezialisiert ist. Die Unfallversicherung kommt sowohl für den ersten Transport vom Unfallort zum Krankenhaus, als auch für den Weitertransport in die Spezialklinik auf.

Beispiel 3: Überführungskosten des Toten zum letzten ständigen Wohnsitz
Während des Sommerurlaubes in Spanien wird Herr B. von einem Pkw erfasst. Durch den enormen Aufprall wurden lebenswichtige Organe verletzt, sodass Herr B. noch am Unfallort verstirbt. Über die Unfallversicherung rechnet die Ehefrau die Überführungskosten von Spanien an den Wohnort sowie die zusätzlich entstandenen Heimreisekosten für sich selbst und die gemeinsamen Kinder ab.

Wie Sie sehen, gibt es genügend gute Gründe, um die Bergungskosten der Unfallversicherung als wichtigen Leistungspunkt ansehen zu dürfen. Vor allem wenn Sie aktive und/oder reisebegeistert sind, sollten Sie diesen Punkt nicht vernachlässigen.

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winterreifen

Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen sein Kfz ohne die richtige Bereifung bewegt, riskiert Einschränkungen beim Versicherungsschutz.

Die früher einsetzende Dunkelheit, Schneefall sowie vereiste Fahrbahnen und Nebelbänke führen im Winter regelmäßig zu Unfällen im Straßenverkehr. Wer bei derartigen Witterungen mit mangelhafter oder gar falscher Bereifung unterwegs ist, gefährdet nicht nur sich und andere, sondern bleibt im akuten Falle sogar auf den Kosten sitzen.

Es gibt doch aber die Winterreifenpflicht, oder?

Nein. Eine gesetzliche Pflicht für einen bestimmten Zeitraum kann vom Gesetzgeber nicht eingeführt werden, da die regionalen Witterungsunterschiede im Bundesgebiet zu hoch sind, um annähernd gleiche Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmer schaffen zu können. Sprießen im April bereits die Osterglocken in Heidelberg, schüttelt im tiefen Frankenwald Frau Holle gern noch einmal die Kissen auf…
Was die Straßenverkehrsordnung in § 2, 3a allerdings sehr wohl vorschreibt, ist eine geeignete Bereifung bei Glätte, Schneematsch usw. Das entspricht einer situativen Pflicht. Wer diese Vorschrift missachtet, muss im Schadenfall mit unangenehmen Überraschungen rechnen.

Kfz-Haftpflicht

Verursacht man selbst einen Verkehrsunfall ohne geeignete Bereifung, reguliert der (eigene) Versicherer den Schaden am gegnerischen Fahrzeug.
Achtung „Gefahrerhöhung“: Der Schadenverursacher kann unter Umständen mit bis zu 5.000 Euro in Regress genommen werden, wenn klar erkennbar ist, dass das Fahrzeug ohne Winterreifen bereits für längere Zeit genutzt wurde  (vgl. Urteil AG Mannheim). Auch der Zustand der Winterreifen (Profiltiefe < 1,6 mm) selbst ist ausschlaggebend.

Ist der Geschädigte selbst ohne Winterreifen unterwegs, wird diesem eine Mitschuld zugesprochen und er auf einem Teil der Kosten sitzen bleiben. Besonders heikel kann dies bei Personenschäden verlaufen.

Vollkasko

Grundsätzlich reguliert die Vollkasko selbst verursachte Schäden am eigenen Auto, jedoch kann es auch hier Einschränkungen geben. Ist anhand der Schadensituation ersichtlich, dass sich der Versicherungsnehmer grob fahrlässig verhalten hat, kann der Versicherer prozentuale Abzüge in der Entschädigungsleistung vornehmen, z. B. bei Sommerreifen auf bereits wochenlang schneebedeckter Fahrbahn.

Versicherungslösungen

In erster Linie sollte jeder Verkehrsteilnehmer den gesunden Menschenverstand einschalten und für angemessene Ausstattung am Kfz sorgen. Auf Nummer sicher gehen Sie zudem, wenn Sie einen Tarif haben, der explizit auf den Einwand der grob fahrlässigen Herbeiführung eines Kfz-Versicherungsfalls verzichtet. Die Mitversicherung dieses Deckungsinhaltes darf heute in keiner guten Police quer durch alle Sparten fehlen und ist bei unseren Kfz-Versicherern in den meisten Tarifen enthalten. Bitte beachten Sie, dass etwaige Direktversicherer oder Basistarife diesen Punkt womöglich nicht enthalten! Auch sollten Sie alte Verträge, die bereits längere Zeit laufen, prüfen, ob dieser Leistungspunkt bereits in den alten Bedingungen enthalten war.

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Die Rechtsschutzversicherung ist noch immer ei­ne der vernachlässigten „Massensparten“. Die Nähe des Produkts zu Gesetzen und Recht­sprechung macht es einem Vermittler grundsätz­lich nicht einfach, zweifelsfrei sagen zu können, was versichert ist und was nicht – ­ nicht umsonst beschäftigen Rechtsschutzversicherer Juristen als Sachbearbeiter.

Auch auf Kundenseite herrscht ein hohes Maß an Unsicherheit. Viele von Ihnen fühlen sich zuneh­mend überfordert mit dem Tempo, in dem sich die Gesellschaft verändert. Ständig sieht er sich mit neuen Regeln und Gesetzen konfrontiert. Im Gegenzug werden alte in der Rechtsprechung neu interpretiert. Vertragsinhalte werden immer komple­xer und insgesamt hat ein Großteil der Bevölkerung regelmäßig das unbestimmte Gefühl rechtlich übervorteilt worden zu sein. Eine Rechtsschutzversicherung als Rechtsdienstleister könnte da die richti­ge Lösung sein. Aber eine neue zusätzliche Versicherung? ,,Brauch ich nicht!“

Wir möchten Ihnen gerne ein Dutzend Gründe liefern, weshalb Sie sehr wohl eine Rechtsschutz­versicherung brauchen.

1  .  Die Kosten je Rechtsschutzfall sind nach der Einführung des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (Stand  2004) um mehr als 20% gestiegen

Beispiel:  Ein  Arbeitsrechtstreit  bezüglich  einer  ungerechtfertigten  Kündigung  mit  einem  Streitwert  von 10.500,00  €  kostete  vor  der  Einführung  des  RVG  2.660,25  €.  Nach  dem  01.08.2013 – also  nach  der Anpassung  der  Gebührensätze – kostet  derselbe  Rechtsstreit  3.048,45  €.  Dies  entspricht  einer Kostensteigerung  von  14,6  %.

2. Die Haftpflicht-­Versicherung schützt den Schädiger und den Täter – ­ Rechtsschutz hilft den Geschädigten und den Opfern!

Die Aufgabe der Haftpflichtversicherung ist ­ neben dem Begleichen von Haftpflichtansprüchen ­ die Abwehr unberechtigter Ansprüche gegen die versicherte Person. Somit haben Schädiger über ihre Haftpflichtversicherung passiven Rechtsschutz. Aber wer vertritt die Interessen des Geschädigten? Für die Durchsetzung eigener Haftpflichtansprüche gegen einen Dritten ist eine Rechtsschutzversicherung erforderlich.

3. Jährlich gehen über 2 Mio. Zivilklagen bei Gericht ein.

Zivilklagen können Rechtsstreitigkeiten von Privatpersonen (natürliche Personen und / oder juristische Personen) untereinander sein. z.B. Streitigkeiten aus Miete, Kauf, Werkvertrag, Schadenersatzklagen und Erbstreitigkeiten. Dies sind auch die häufigsten Deckungsfälle bei den Rechtsschutzversicherern.

4. Jährlich gibt es ca. 2,3 Mio. Verkehrsunfälle

Und ca. 40% davon werden vor Gericht verhandelt. Sei es, weil die Schadenhöhe strittig ist oder gar die Schadenfrage. Oftmals sind auch ausländische Verkehrsteilnehmer in einen Unfall involviert, was das Einschalten eines Anwaltes in den meisten Fällen unumgänglich macht. Und nicht nur die Thematik eines Unfalles ist im Verkehrs-­Bereich erheblich. Möchte man sich z.B. gegen den Entzug des Führerscheins wehren, der einem aufgrund von wiederholter Geschwindigkeits­überschreitung droht, hat man nur mit einem teuren Rechtsanwalt eine Chance.

5. Jährlich nehmen die Rechtsstreitigkeiten aus Versicherungsverträgen zu.

Schadenbeispiel: Frau Müller (VN) wird durch Krankheit berufsunfähig. Ihr behandelnder Arzt beschenigt Ihr auch, dass Sie im bisherigen Beruf dauerhaft nicht mehr wie gewohnt arbeiten können wird. Aufgrund der medizinischen Unterlagen kommt der BU-­Versicherer zu einem ganz anderen Ergebnis und verweigert die Leistung. Da es um medizinische Sachverhalte geht, kann der Kundin von ihrem Versicherungsmakler nur schwerlich geholfen werden. Das Einschalten eines Anwalts wird nötig.

6. Jährlich gehen über 500.000 Klagen vor deutschen Arbeitsgerichten ein.

6 Stunden unseres Tages verbringen wir im Schnitt in der Arbeit, das sind ca. 40% der Zeit, die wir an einem Tag wach sind. Hier kann viel passieren, was vor einem Arbeitsgericht verhandelt wird, z.B. Mobbing, Änderungskündigung, Kündigung oder Probleme mit der Gehaltszahlung. Die Kosten hierfür trägt jede Partei in der 1. Instanz selbst (siehe Punkt 7 .), sofern dies nicht über eine Gewerkschaft auf­ gefangen wird.

7. Bei einer arbeitsrechtlichen Streitigkeit zahlt jede Partei bis zur ersten Instanz die eigenen Kosten selbst ­ und zwar völlig unabhängig davon, wie das Verfahren ausgeht.

Bei Streitsachen, die vor einem Arbeitsgericht verhandelt werden gibt es eine Besonderheit, die unbedingt beachtet werden muss. Denn die Kosten einer Verhandlungn der 1 . Instanz werden unter den streitenden Parteien gleichermaßen aufgeteilt, die eigenen Kosten trägt jede Partei selbst. Und das unabhängig davon, ob ein Rechtsstreit gewonnen oder verloren wird. So kann es hier oft vorkommen, dass von dem „gewonnenen“ Geld ein Großteil zurück an Anwalt und Gericht gezahlt wird. Eine Rechtsschutzversicherung hilft hier!

8. Es gibt rund 35 Mio. Mietverhältnisse

Kündigung wegen Eigenbedarfs, Fehler in der Nebenkostenabrechnung, Probleme mit der Zah­lung der Miete, etc …. Das und vieles mehr kann im Zusammenhang mit gemieteten/vermieteten Wohneinheiten zu Streit führen.

9. Gerade in Großstädten und Ballungszentren herrschen Risiken

Am Streitlustigsten ist man in den Stadtstaaten Hamburg (24,3 Streitfälle pro 100 Einwohner), Berlin (26,2 Streitfälle pro 100 Einwohner) und Bremen (22,5 Streitfälle pro 100 Einwohner). Das liegt an der hohen Dichte an Menschen, Autos, Wohnungen etc …. Gerade wer Kunden in Ballungszentren betreut, sollte auf das höhere Rsiko hinweisen. Denn die Wahrscheinlichkeit in einer Großstadt in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden ist natürlich immens höher. Auch der Wohnungsmarkt ist dort angespannter und bietet enormes Streitpotenzial.

10. Streitwerte steigen (und damit auch die Anwalts­ und Gerichtskosten) wegen der steigenden Lebenshaltungskosten.

Nicht nur, dass das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz die Gebühren der Rechtsstreitigkeiten ange­hoben hat, auch die Streitwerte sind über die Jahre gestiegen. Außerdem sind die Einkommen in der Bevölkerung in den letzten Jahren gestiegen. Das macht bei einem durchschnittlichen Arbeits­rechtstreit ­ z. B. wegen einer Kündigung ­ knapp 1.000,00 € mehr an Streitwert. Auch Mietpreise und Kosten der allgemeinen Lebenshaltung sind in den letzten Jahren rapide an­
gestiegen.

1 1 . Es gibt immer mehr Gesetze und Verordnungen

Wenn man die Entwicklung betrachtet und die nähere (oder auch etwas fernere) Vergangenheit mit einbezieht, sind aus 10 (für jedermann nachvollziehbaren) Geboten im laufe der Zeit knapp 2.000 Gesetze (im Bundesrecht) und 3.400 Verordnungen mit 76.382 Artikeln und Paragraphen gewor­den, die nun leider nicht mehr für jedermann nachvollziehbar sind. Oder wussten Sie, dass Sie zwar unbekleidet Autofahren, nicht aber unbekleidet aus diesem aussteigen dürfen?
Oftmals führen Fehltritte, die man so bewusst gar nicht tätigen wollte zu Problemen, die gerichtlich oder zumindest nur mit anwaltlicher Hilfe zu bewältigen sind.

12. Die Rechtsschutzversicherung führt zu Chancengleichheit

Zum Abschluss ein Punkt, der mir persönlich am wichtigsten erscheint, denn hier geht es um das Thema „Fairness“. Als durchschnittlicher Bundesbürger sieht man sich häufig von großen Instituti­onen (sei es privatwirtschaftlich oder staatlich) ungerecht behandelt, ob nun Finanzamt, GEZ, Behörden oder eben große Unternehmen. Möchte man sich alleine gegen solche wehren, sieht man sich häufig gegen eine Schar an Anwälten ankämpfen, die die eigenen Argumente mit Para­graphen und Urteilen widerlegen. Auch vor Gerichtsverfahren scheuen Großunternehmen nicht, da oftmals davon ausgegangen wird, dass der vermeidlich „kleine“ Gegner dies finanziell nicht stem­men könne. Hier ist guter Rat teuer ­ oder eben auch nicht. Denn über eine Rechtsschutzversiche­rung kann man sich anwaltliche Hilfe einholen und sich auch gegen „größere“ Gegner wehren.

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Die Hausratversicherung ist keine Pflichtversicherung. Dennoch gehört sie hierzulande zu den beliebtesten Versicherungen. In Deutschland besitzen über 50 Millionen Personen eine Hausratversicherung im Haushalt. Der durchschnittliche Deutsche hat eine 91 Quadratmeter große Wohnung und einen durchschnittlichen Versicherungswert für Hausrat von 55.000 EUR. Vergleichbar mit dem potenziellen Risiko fällt die Versicherungsprämie relativ günstig aus.

Wir möchten Ihnen nachstehend 12 Gründe nennen, weshalb Sie eine Hausratversicherung benötigen.

1. Im letzten Jahr gab es ca. 150.000 versicherte Wohnungseinbrüche!

Etwa alle 3 Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Die Schadenhöhe aller versicherten Wohnungseinbrüche belief sich insgesamt auf 480 Millionen EUR, was einem durchschnittlichen Schaden von 3.300 EUR entspricht. In den vergangenen fünf Jahren hat die Anzahl der Schäden um 25% zugenommen.

2. Im letzten Jahr gab es 330.000 versicherte Brandschäden!

Beispiel: Durch einen technischen Defekt an der Spülmaschine gerät die Küche in Brand. Der durchschnittliche Brandschaden belief sich hierbei auf 1.150 EUR.

3. Im letzten Jahr gab es 190.000 versicherte Leitungswasserschäden!

Beispiel: Durch einen Rohrbruch entsteht ein Nässeschaden an Wohnzimmermöbeln sowie am Parkett ­ der durchschnittliche Leitungswasserschadensfall belief sich hierbei auf 1.250 EUR

4. Im letzten Jahr gab es 100.000 versicherte Sturmschäden!

Beispiel: Durch einen Sturm wird die Dacheindeckung insoweit beschädigt, dass nun Regenwasser in die versicherte Wohnung eindringt ­ der durchschnittliche Sturmschaden belief sich auf 546 EUR.

5. Maßgeschneiderter Versicherungsschutz!

Es gibt unzählige Einschlüsse, die zusätzlich zu den o. g. Grundgefahren abgeschlossen werden können. Dies ermöglicht es auf Ihre Bedürfnisse einzugehen und somit einen maßgeschneiderten Versicherungsschutz zu stricken. Die häufigsten Einschlussmöglichkeiten:

Fahrraddiebstahl
Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mehr als 300.000 Fahrraddiebstähle bei der Polizei gemeldet. Die Schadenhöhe belief sich hierbei auf über 130 Millionen EUR. Innerhalb von Gebäuden sind Fahrräder im Rahmen der Gefahr Einbruchdiebstahl mitversichert. Durch den zusätzlichen Einschluss des Bausteins „Fahrraddiebstahl“ sind Fahrräder auch draußen gegen einfachen Diebstahl mitversichert.

Elementarschadendeckung
Egal ob Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung/Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen oder Vulkanausbruch ­ all diese Naturgefahren sind im Rahmen einer Elementarschadendeckung mitversichert. Im letzten Jahr gab es 30.000 versicherte Schadensfälle ­ der durchschnittliche Schaden belief sich hierbei auf 3.035 EUR.

Glasbruchversicherung (Mobiliar)
Ersetzt werden Schäden an Mobiliarverglasung die durch Bruch zerstört oder beschädigt werden. Es gab 40.000 versicherte Schadensfälle mit einer durchschnittlichen Schadenhöhe von 361 EUR.

Überspannungsschäden durch Blitz
Im letzten Jahr gab es über 400 000 versicherte Blitzüberspannungsschäden in Deutschland. Insgesamt belief sich die Schadenhöhe auf 330 Millionen EUR ­ dies entspricht einem durchschnittlichen Schadensfall von 825 EUR.

6. Weltweiter Versicherungsschutz

Im Rahmen der Außenversicherung besteht weltweit vorübergehend Versicherungsschutz. Beispielsweise für Hausratgegenstände die man während einer Reise mitnimmt. In den meisten Fällen ist die Außenversicherung auf 3 Monate begrenzt.

7. Beruflicher Hausrat

Auch Arbeitsgeräte und Einrichtungsgegenstände, wie z.B. ein Laptop, die dem Beruf oder dem Gewerbe dienen sind mitversichert. Je nach Tarif gilt es Entschädigungsgrenzen zu beachten.

8. Unterbringungskosten im Schadensfall

Sollte in Folge eines versicherten Schadensfalls (bspw. nach einem Brandschaden) die versicherte Wohnung unbewohnbar sein, übernimmt der Versicherer bis zu einer bestimmten Höhe (unterschiedlich je nach Tarif) die Unterbringungskosten z.B. in einem Hotel.

9. Versicherungsschutz selbst bei grober Fahrlässigkeit

In den meisten Hausratpolicen ist heutzutage die grobe Fahrlässigkeit mitversichert. Wenn man z. B. einen Schaden grob fahrlässig verursacht, verzichtet der Versicherer auf sein Recht die Entschädigungsleistung zu kürzen. Klassische Schadensbeispiele sind, der vergessene Adventskranz oder auch die überlaufende Badewanne.

10. Transport und Lagerung im Schadensfall

Der Versicherer übernimmt die infolge eines Versicherungsfalles (bspw. nach einem Brandschaden) notwendigen Kosten für Transport und Lagerung des versicherten Hausrats, wenn die Wohnung unbenutzbar wurde.

11 . Hausratversicherung ist eine Neuwertversicherung

Das bedeutet, dass Sie im Schadensfall die Summe erhalten, welche Sie benötigen um die zerstörte Sache heute zu kaufen. Ein Beispiel: beim Nachbarn über Ihnen, platzt der Schlauch der Waschmaschine, das Wasser dringt in Ihre Wohnung und sorgt für Schäden an Ihrem Hausrat. Hierfür würde zwar die Haftpflichtversicherung Ihres Nachbarn eintreten, jedoch ersetzt die Haftpflichtversicherung lediglich den Zeitwert Ihrer beschädigten Sachen. D. h. Sie bekämen für Ihren evtl. beschädigten Teppich nur einen Bruchteil davon ersetzt, was er ursprünglich mal gekostet hat. Ihre Hausratversicherung hingegen zahlt Ihnen den Neuwert bzw. Wiederbeschaffungswert Ihres Teppichs. Also die Kosten, die Sie aufwenden müssen um einen neuen Teppich zu kaufen.

12. Ein Gefühl von Sicherheit

Jeder der eine Versicherung abschließt, hofft, dass er nie in die Lage kommt, diesen Anspruch nehmen zu müssen. Denn ein Schadensfall ist in der Regel immer etwas Unangenehmes und Unerwünschtes. Dennoch bringt die Hausratversicherung ein Stück Sicherheit. Auch wenn kein Schadensfall eintritt, weiß man, dass zumindest der finanzielle Ausgleich übernommen werden würde.

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Dass eine Hausratversicherung eine Neuwertversicherung ist – ist allgemein bekannt. Unter Neuwert versteht man den „Wiederbeschaffungspreis von Sachen gleicher Art und Güte“. Der ursprüngliche Anschaffungspreis spielt hierbei eine untergeordnete Rolle. Entscheidend ist, was es zum Schadenszeitpunkt kosten würde, die gleiche bzw. vergleichbare Sache neu zu erwerben.

Bei neuen Geräten ist die Entschädigungsberechnung einfach, da diese evtl. noch produziert werden und man das gleiche Gerät wieder erwerben kann. Bei älteren Elektrogeräten hingegeben, ist es im Versicherungsfall oft so, dass der Geschädigte im Vergleich zum Anschaffungspreis eine um vielfaches niedrigere Entschädigungsleistung erhält. So kostete z. B. vor 20 Jahren ein durchschnittlicher Röhrenfernseher mit 80-90 cm Bildschirmdiagonale ca. 1.000 DM. Einen Flachbildschirm mit einer vergleichbaren Bildschirmdiagonale bekommt man heutzutage bereits für 200 – 300 €. Dass das neue Gerät einen erheblichen technologischen Fortschritt erlebt hat und man ein „besseres“ Gerät bekommt, spiegelt sich in der Entschädigungsberechnung nicht wieder.

Anspruch auf vergleichbare Qualität:

Hatte man seinerzeit sich ein sündhaft teures Markengerät angeschafft, z. B. einen LOEWE-Röhrenfernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 120 cm im Jahre 2002 in einem Wert von 5.000 €, so hat man nach einem Versicherungsfall (z. B. Blitzüberspannungsschaden) Anspruch, sich ein vergleichbares Modell desselben Herstellers wiederzubeschaffen. Es würde also nicht ausreichen, wenn der Versicherer die Entschädigungsleistung danach ausrichten würden, wie viel der günstigste Fernseher/günstige Marke mit einer Bildschirmdiagonale von 120 cm kosten würde.

Bei einem Premiumhersteller wie LOEWE ist der Preisverfall durch den Technologiefortschritt übrigens nicht so stark, wie bei anderen Anbietern. Ein Gerät mit einer vergleichbaren Diagonale geht schnell in die Richtung vom ursprünglichen Anschaffungspreis.

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Eine private Haftpflichtversicherung leistet, wenn man einem Dritten einen Schaden zufügt. Das ist allgemein bekannt. Doch was ist wenn der Dritte ein Familienangehöriger oder eine andere mitversicherte Person in häuslicher Gemeinschaft ist? Dann spricht man von sogenannten Eigenschäden oder auch Schäden versicherter Personen untereinander. Leistet hier die Versicherung oder kann man bei solchen Schäden überhaupt haftbar gemacht werden?

Wir möchten Ihnen im Folgenden einen kleinen Überblick geben wie Haftpflichtversicherungen das Thema handhaben bzw. abdecken.

Haftung
Einen Haftungsausschluss bei Schäden gegenüber Familienangehörigen gibt es gemäß § 823 BGB nicht. Das heißt, dass man auch hier von der gesetzlichen Seite jederzeit haftbar gemacht werden kann. Hier ist es auch völlig unerheblich ob  es sich um einen Personen-, Sach- oder Vermögensschaden handelt.

Versicherung
In den AHB 2016 des GDV ist unter dem Punkt 7.5 festgehalten, dass Haftpflichtansprüche aus Schadenfällen von Angehörigen, die mit dem Versicherungsnehmer in häuslicher Gemeinschaft leben oder die zu den im Versicherungsvertrag  mitversicherten Personen gehören vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind. Auch wenn die Bedingungen des GDV nur als Grundgerüst oder auch Vorschlag für die individuellen Bedingungen der Versicherer gelten, ist dieser  Ausschluss in vielen Haftpflichtbedingungen – gerade bei den Basistarifen – enthalten. Damit weicht die Privathaftpflichtversicherung wesentlich von einer ihrer Kernaussagen ab – der Übernahme von Leistungen, die sich aus der  gesetzlichen Haftung ergeben. Doch es gibt auch einige Tarife, in denen Schäden von versicherten Personen untereinander mitversichert sind. Jedoch muss man hier eine Unterscheidung bei der Schadensart treffen. So sind Vermögensschäden generell (gemäß 7.5 AHB)  ausgeschlossen. Die Personen- und Sachschäden sollte man jedoch einmal genauer betrachten.

Personenschäden
Bei den Personenschäden gilt es einiges zu beachten bzw. einige Unterschiede zwischen den Tarifen der Versicherer. Generell ausgeschlossen sind die Personenschäden zum Beispiel bei den Tarifen der Alten Leipziger, AXA, Basler usw. Dies  betrifft den Großteil der Tarife. Andere Versicherer leisten bei Personenschäden nur, wenn es sich um übergangsfähige Regressansprüche von Sozialversicherungsträgern, privaten  Krankenversicherungen, etc. handelt. Und manche Versicherer zahlen auch bei „normalen“ Personenschäden. Das Thema Regressansprüche werden wir im späteren Verlauf noch einmal  genauer beleuchten.

Sachschäden
Sachschäden versicherter Personen untereinander sind in der Regel auch vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Lediglich in einigen unserer Deckungskonzepte sind auch Sachschäden mitversichert, sofern  diese gerichtlich geltend gemacht werden.

Regressansprüche
Als Ersatz für einen erlittenen Personenschaden kommen in der Regel die Sozialversicherungsträger auf. Diese können jedoch nach dem im § 116 SGB X geregelten gesetzlichen Forderungsübergang beim verantwortlichen Schädiger Regress  nehmen. Für die Heilbehandlungs- und damit zusammenhängenden Folgekosten eines Personenschadens kommt also zunächst die Krankenkasse oder auch der Rentenversicherungsträger auf. Der Sozialversicherungsträger macht hier dann  im eigenen Namen die eigentlich dem Geschädigten zustehenden Schadenersatzansprüche gegen den Schädiger geltend. Darüber hinaus muss der Zweck der Versicherungsleistung des Sozialversicherungsträgers und der Zweck des  Anspruchs des Geschädigten nach dem zugrunde liegenden Haftungsrecht identisch sein und sachlich und zeitlich in einem Zusammenhang mit dem Schaden stehen, um übergangsfähig zu sein. So sind zum Beispiel Krankenhauskosten im  Rahmen der Heilbehandlungskosten übergangsfähig. Ein Anspruch auf Schmerzensgeld ist jedoch nicht übergangsfähig, da dieses ausschließlich vom Geschädigten selbst geltend gemacht werden kann.

Doch wie so oft gibt es auch hier  Ausnahmen. So greift bei Familienangehörigen in häuslicher Gemeinschaft das nach § 116 Abs. 6 SGB X sogenannte Familienprivileg. Auch der Übergang von Ersatzansprüchen gemäß § 86 WG greift hier nicht. Ausschlaggebend ist, dass zum  Zeitpunkt des Schadens häusliche Gemeinschaft besteht. Wurde das Familienprivileg einmal gewährt, dann bleibt es auch dabei, wenn die zum Zeitpunkt des Schadensereignisses bestehende Ehe oder die häusliche Gemeinschaft später aufgelöst wird.

Tierhalterhaftpflicht
Auch in der THV kann es zu Eigenschäden kommen, wenn zum Beispiel der Hund das eigene Kind beißt oder wenn das Pferd gegen die Reitbeteiligung austritt. Hier geht es also darum, dass das versicherte Tier eine mitversicherte Person  schädigt. Daher erstreckt sich der Versicherungsschutz auch auf Ansprüche der Tierhüter, Fremdreiter und Reitbeteiligten gegen den Versicherungsnehmer sowie etwaige übergangsfähige Regressansprüche von Sozialversicherungsträgern,  privaten Krankenversicherungsträgern, öffentlichen und privaten Arbeitgebern wegen Personenschäden.

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