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Neben den ursprünglichen Risiken der Kfz-Versicherung wie Haftpflicht- und Kaskoversicherung bieten viele Kfz-Versicherer auch nach wie vor die Insassenunfallversicherung oder eine Fahrerschutzversicherung an. Wo sind die Unterschiede der beiden Kfz-Zusatzversicherungen? Ist es sinnvoll oder sinnlos eines dieser Risiken abzusichern oder ist gar eine Absicherung beider Deckungen sinnig? Wir möchten Ihnen im folgenden Artikel dabei helfen, Ihr Wissen aufzufrischen oder vielleicht sogar zu erweitern.

Durch die Insassenunfallversicherung lassen sich sowohl der Fahrer als auch die Mitfahrer vor den finanziellen Folgen unfallbedingter Personenschäden schützen. Die Leistung ist unabhängig vom Verschulden. Im Prinzip handelt es sich hierbei um eine private Unfallversicherung, die jedoch nur bei Unfällen, die beim Lenken, Benutzen, Abstellen oder Be- und Entladen eines Autos passieren, greift. Der Gebrauch des Fahrzeugs muss dazu auch noch rechtmäßig sein. Wenn man also den Unfall vorsätzlich herbeigeführt hat oder er sich im Rahmen einer Straftat ereignet, besteht kein Versicherungsschutz. Auch auf die Ausschlüsse von Unfällen durch Geistesstörungen, Epilepsie, Schlaganfall, schwere Nervenleiden, Bewusstseinsstörungen oder das Fahren unter Alkoholeinfluss sollte man achten.

Der Abschluss einer Insassenunfallversicherung ist ausschließlich im Zusammenhang mit einer Kfz-Versicherung realisierbar. Eine eigenständige Insassenunfallversicherung gibt es nicht. Sie enthält – je nach Versicherer – Leistungen wie eine Invaliditätssumme, eine Todesfallsumme, ein Krankentagegeld und ein Krankenhaustagegeld. Generell gibt es zwei verschiedene Produktvarianten (Platz- und Pauschalsystem), die sich wie folgt unterscheiden:

Platzsystem: Jeder einzelne Platz kann individuell abgesichert werden.
Pauschalsystem: eine pauschale Versicherungssumme für alle Insassen

Platzsystem: Es kann beispielsweise auch nur der Fahrer abgesichert werden.
Pauschalsystem: Die Versicherungssumme wird durch die Anzahl der Insassen geteilt. Ab zwei Insassen erhöht sich die Versicherungsssumme automatisch um 50 Prozent.

Auch die Höhe der Versicherungssummen ist je nach Versicherer unterschiedlich. Einige bieten feste Summen, andere einen individuellen Spielraum, um die Summe zusammenzustellen. Betrachten wir den Markt der Kfz-Versicherung, haben sich schon einige Produktgeber vom Segment der Insassenunfallversicherung zurückgezogen. Je nach Versicherungsumfang beläuft sich die Prämie auf etwa 50 bis 120 Euro pro Jahr.

Fahrerschutz

Im Gegensatz zur Insassenunfall sichert der Fahrerschutz nur den zum Unfallzeitpunkt berechtigten Fahrer ab. Dieser wird jedoch so abgesichert, wie die Insassen über die Kfz-Haftpflichtversicherung mitversichert sind. Der Fahrer wird hier also so gestellt, als hätte er als Mitfahrer im Auto gesessen. Die Versicherungssumme orientiert sich in der Regel somit auch an der Höhe der Personenschäden in der Kfz-Haftpflicht. Der Fahrerschutz kann ebenfalls nur an eine bestehende Kfz-Versicherung angehängt werden. Separat kann dieser nicht vereinbart werden.

Derzeit wird diese Form von einigen Versicherern am Markt angeboten. Wichtig ist, dass auf die Unterschiede der einzelnen Gesellschaften stets geachtet wird. So gilt bei manchen Versicherern der Fahrerschutz zum Beispiel nur für Fahrer ab dem 23. Lebensjahr, oder gar erst ab dem 25. Lebensjahr. Darüber hinaus gibt es auch einige Sublimits beim Verdienstausfall, Schmerzensgeld, Kosten für eine Haushaltshilfe und so weiter. Diese sind ebenso je nach Versicherer unterschiedlich.

Die Kosten für eine Fahrerschutzversicherung belaufen sich je nach Anbieter auf ca. 20 bis 40 Euro pro Jahr.

Rechtliche Situation

Durch die Änderung der schadenersatzrechtlichen Vorschriften vom 01.08.2002 wurde der Opferschutz im Schadensrecht wesentlich verstärkt. Unter anderem wurden die Regelungen zum Schmerzensgeld und auch die Gefährdungshaftung nach Straßenverkehrsgesetz geändert. Das Schmerzensgeld kann ohne Rücksicht auf den Haftungsgrund verlangt werden. Geregelt wird dies in § 253 BGB. Somit hat sich der Anspruch auf Schmerzensgeld auch auf die Fälle der sogenannten Gefährdungshaftung ausgedehnt. Nach altem Recht konnte nur die Tierhalterhaftung nach § 833 BGB einen Schmerzensgeldanspruch nach sich ziehen. Nun gilt das Gegenteil. Sämtliche Gesetze, welche eine verschuldensunabhängige Gefährdungshaftung vorsehen, verweisen auf die allgemeine Vorschrift des § 253 Abs. 2 BGB. Dadurch haben sich auch die sogenannten Gefährdungshaftungstatbestände geändert.

Zuvor haftete ein Fahrzeughalter gegenüber den Insassen gemäß § 8 a StVG lediglich dann, wenn es sich um eine „entgeltliche, geschäftsmäßige Personenbeförderung“ handelte. Nach § 7 Abs. 1 StVG gilt die Gefährdungshaftung nun auch für „private“ Insassen. Während die Gefährdungshaftung bei der gewerblichen Beförderung zwingend ist, kann sie bei der privaten Beförderung durch einen Vertrag zwischen Fahrer und Mitfahrer ausgeschlossen bzw. beschränkt werden. Einen entsprechenden Mustervertrag des ADAC finden Sie hier. Die Gefährdungshaftung des § 7 Abs. 1 StVG betrifft nun auch die Halter von Anhängern. Unterscheidet sich dieser von dem Halter des ziehenden Fahrzeugs, haften beide Halter gegenüber dem Verletzten gesamtschuldnerisch.

Nach altem Recht war die Gefährdungshaftung ausgeschlossen, wenn es sich um ein „unabwendbares Ereignis“ handelte. Der Ausschluss greift nach neuem Recht nur noch bei „höherer Gewalt“. Damit sind alle seltenen Fälle eines „betriebsfremden, von außen durch elementare Naturkräfte oder durch Handlungen dritter Personen herbeigeführten Ereignisses“ gemeint. Eine Ölspur oder Gegenstände auf der Straße (wie zum Beispiel auch Wild) sind damit nicht mehr ausgeschlossen.

Zusammenfassung

Durch die beschriebene Gesetzesänderung aus dem Jahr 2002 wurde die Insassenunfallversicherung mehr oder weniger bedeutungslos, da die Gefährdungshaftung nun auch für privat beförderte Insassen gilt. Darüber hinaus gibt es viele Überschneidungen im Leistungsbereich mit anderen Versicherungen. So sind die Kosten für Sach- und Personenschäden über die Kfz-Haftpflicht des Unfallverursachers abgedeckt. Dies gilt sowohl für fremd- als auch für selbstverschuldete Unfälle. Da die Insassenunfallversicherung auch nur bei Unfällen aus dem Gebrauch von versicherten Kraftfahrzeugen leistet, ist hier eine eigene private Unfallversicherung weitaus sinnvoller, da diese bei allen Unfällen greift, im Vergleich zur Insassenunfall günstiger ist und auch höhere Versicherungssummen vereinbart werden können. Auch das Argument, dass bei fremdverschuldeten Unfällen im Ausland eine Insassenunfallversicherung sinnvoll sein kann, da eventuell die ausländische Kfz-Haftpflicht nicht über eine ausreichende Deckungssumme verfügt, kann man durch den Auslandsschadenschutz im Rahmen der Kfz-Versicherung widerlegen.

Die Fahrerschutzversicherung hingegen schließt eine tatsächliche Lücke, da der Fahrer bei einem eigenverschuldeten Unfall keinerlei Leistungen aus seiner Kfz-Haftpflichtversicherung erhält. Hier wird er aber, wie bereits erwähnt, vom Versicherer so gestellt, als hätte er als Insasse im Fahrzeug gesessen, und die Fahrerschutzversicherung greift hier auf den Leistungsumfang der Kfz-Haftpflicht bei Personenschäden gegenüber Insassen zurück. Dass gerade der Fahrer des Fahrzeugs einen guten Schutz braucht, liegt auf der Hand, denn zumindest dieser sitzt immer im Auto, und bei ca. 70 Prozent aller verletzten Fahrzeuginsassen handelt es sich um den Fahrer.

Für weitere Informationen, Details zu Produkten und bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Nicht versichert! Das weiß man doch!

Die Benzinklausel in den Bedingungen der Privathaftpflichtversicherung ist eines der „grundlegenden Gebote“ im Versicherungswesen. Schäden sind nicht versichert, die man beim Gebrauch eines zugelassenen bzw. versicherungspflichtigen Kraftfahrzeugs verursacht. Punkt.

Oft stellt sich allerdings die Frage, ob den Schaden nicht die Privathaftpflichtversicherung übernehmen müsste, wenn Sie z. B. die Selbstbeteiligung für den beschädigten Mietwagen zahlen soll oder mit dem geborgten Auto eines Bekannten einen Unfall verursacht wurde.

„Benutzen“ , das ist demnach fast alles, was mit einem Fahrzeug getan werden kann: Fahren, Tanken, Waschen, Be- und Entladen, Ein- und Aussteigen. In wie weit dies tatsächlich auf den ruhenden Verkehr zutrifft, ist strittig. Die Rechtsprechung sieht das inzwischen etwas differenzierter und schiebt den Schwarzen Peter immer wieder auch dem Privathaftpflichtversicherer des Schadenverursachers zu. So geschehen z.B. bei einem „Zündungshopser“ auf einen anderen PKW, den der Beifahrer versursachte, da er Radio hören wollte.

Die Versicherer haben reagiert

Es überrascht daher nicht, dass zwischenzeitlich bereits recht viele Versicherer reagierten und ihre PHV-Tarife um „KFZ-Deckungsinhalte“ erweitern. Die Rundum-Sorglos-Lösung bietet der Markt unseres Wissens zwar noch nicht – Ausschnittlösungen sind aber verfügbar.

 

Versicherbare KFZ-Schäden

1. Schaden an einem geliehenen Fahrzeug bzw. damit verursachter Fremdschaden

Beispiel 1: VN borgt sich das Auto des Bruders und verursacht damit einen Verkehrsunfall.

Beispiel 2: VN möchte einen Gebrauchtwagen kaufen und schrottet diesen bei der Probefahrt.

Grundsätzlich bleibt das Sache der Kfz-Haftpflicht bzw. der Vollkasko des Fahrzeughalters. Ein Anbieter, der für diese Schäden direkt eintreten würde, ist uns nicht bekannt.

Bekannt sind allerdings „SFR- und SB-Lösungen“, über die der Kfz-Halter zumindest die Mehrkosten erstattet bekommt, die ihm nach Regulierung des Schadens und der Rückstufung seines Schadenfreiheitsrabattes entstehen.

2. Falsche Betankung eines geliehenen Fahrzeugs

Beispiel: VN borgt sich für eine “ IKEA-Fahrt“ den Transporter eines Nachbarn. An der Tankstelle tankt er gedankenverloren wie gewohnt Benzin, statt Diesel. Das fällt dem VN glücklicherweise noch auf, bevor er wieder losfährt. Der Tank muss geleert und gereinigt werden. Weiterhin müssen alle Filter gewechselt werden.

3. Be- und Entladeschäden

Beispiel: Wochenendeinkauf im Supermarkt. Beim Öffnen des Kofferraums rollt dem VN der vollbeladene Einkaufswagen weg und schrammt einen geparkten Pkw an.

4. Schäden beim Öffnen einer Kfz-Tür

Beispiel: Sie als Beifahrer öffnen um auszusteigen recht achtlos die Tür und knallen diese gegen ein parallel geparktes anderes Fahrzeug, das Beule und Lackkratzer davonträgt.

5. Schaden an gemieteten Fahrzeugen durch Gebrauch

Beispiel: VN zieht um und mietet sich dafür einen Kleintransporter und einen Anhänger (geschlossener Kasten). Unroutiniert in der Fahrt mit Anhänger, fährt er auf der Autobahn viel zu schnell. Der Anhänger schaukelt sich auf und kippt (Totalschaden). Als der Hänger von der Kupplung springt, entsteht ein deutlicher Blechschaden am Heck des Kleintransporters. Der Anhänger ist nicht kaskoversichert.

6. Unfall mit Mietwagen im Urlaub („Mallorca – Deckung“)

Beispiel: VN wohnt in der Stadt und braucht daher kein eigenes Auto. Im Griechenland Urlaub mietet sie sich einen Pkw und verursacht einen Unfall, bei dem ein Kind sehr schwer verletzt wird. Der Mietwagen war für Personenschäden nur mit der gesetzlichen Mindestdeckungssumme von 1 Mio. Euro versichert. Diese Summe wird angesichts der dauerhaft bleibenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht ausreichen.

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So passiert es jeden Tag: Fahranfänger möchte seinen ersten Wagen zulassen und versichern. Im Vorfeld lässt man sich Angebote machen. Mit vor Entsetzen weit aufgerissenen Augen starrt er/sie dann auf die zu erwartende Prämie. Und kurz bevor der gepeinigte, junge Mensch wieder atmen kann kommt der Vorschlag: ,,Machen wir’s doch über die Eltern, dann wird’s billiger!“

Das kennt jeder, das ist der Regelfall, wenn Eltern vorhanden sind, die bereit sind, einen Zweitwagen zu versichern. Selbst eine SF ½ bedeutet schon ein Viertel Beitragsersparnis gegenüber der Klasse 0, in der eigentlich gestartet werden müsste. Und früher, mit den alten SF-Staffeln, war der Unterschied noch deutlich dramatischer.

Was aber, wenn keine Eltern da sind oder der brachliegende SFR eines Großvaters genutzt wird? Irgendwann einmal spätestens mit dem Tod  stellt sich die Frage, wie man den Rabatt auf den eigentlichen Fahrer übertragen bekommt. Und da unterscheiden sich die Versicherer sehr.

Die eingangs erwähnte klassische Lösung ist bei jedem Versicherer problemlos. Die SFR-Übertragung zwischen Verwandten ersten Grades stellt für niemanden ein Problem dar. Doch schon Bruder oder Schwester, Opa oder Oma sind Verwandte zweiten Grades. Ein Onkel schon dritten Grades und so weiter. Nicht verheiratete Lebenspartner der Eltern könnten in Zukunft häufiger Rabattspender werden.

Wie bekommt man nun den Rabatt? Nun, ganz einfach: Man sucht zunächst einen Versicherer, der die vorhandene Konstellation für eine SFR-Übertragung akzeptiert.

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Auch wenn manch jüngerer Leser jetzt die Augen verdrehen mag: Manche Sachen waren früher tatsächlich einfach besser. Die Versicherungsbestätigung für die Kfz-Versicherung zum Beispiel.

Kam spontan jemand ins Büro, der ein Fahrzeug zulassen wollte, griff man fix zum Ordner, konnte ihm irgendeine ausgefüllt in die Hand drücken und wenn er nach der Zulassung wieder im Büro erschien, suchte man in aller Ruhe den Versicherer heraus, der von Preis und Leistung gefiel. Die Deckungskarte tauschte man einfach aus. Das war überhaupt kein Problem und schnell gemacht. Auch zum Wechselgeschäft konnte man einfach selbst aktiv werden, wenn es schien, dass der Versicherer es möglicherweise nicht rechtzeitig schaffen würde, die Deckungskarte auszutauschen. So manchen Bescheid wegen angeblich fehlenden Versicherungsschutzes konnte man so vermeiden.

Und heute?

Erst mal rechnen, welcher Versicherer es werden soll. Nur von diesem die eVB herauslassen – sofern die Bonitätsprüfung das überhaupt zulässt. Irgendwelche Wellen glätten? Keine Chance. Also fast nicht. Nach unserem Kenntnisstand gibt es derzeit keinen einzigen Versicherer mehr, der bei Erstellung der eVB auf die Bonitätsprüfung verzichtet.

Hinsichtlich der rückwirkenden Hinterlegung einer eVB (z. B. wenn Versicherer Kunden oder dessen Fahrzeug nicht will) gibt es noch einen kleinen Lichtschimmer.

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Haben Sie in diesem Jahr auch einen Auszubildenden in Ihrem Betrieb eingestellt? Nach überstandener Probezeit ist sein Weg für die nächsten zwei bis drei Jahre nun recht klar vorgegeben.
Die (noch bestehende) Probezeit nehmen wir zum Anlass, Ihnen frühzeitig Informationen zu den verschiedenen Absicherungsmöglichkeiten Ihres neuen jungen Mitarbeiters auf den Weg zu geben.

Berufsunfähigkeitsversicherung:

Mit der Absicherung der eigenen Arbeitskraft kann man gar nicht früh genug starten. Laut Statistik werden rund 25 % der Arbeitnehmer vor Erreichen des Regelrentenalters berufsunfähig und können ihrer Tätigkeit nicht mehr nachgehen. Bei Auszubildenden kann eine Berufsunfähigkeit doppelt schwer wiegen. Denn ist die fünfjährige Wartezeit für die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nicht erfüllt, werden hieraus im Ernstfall auch keine Leistungen erbracht.

Bei vielen Versicherern können Sie sich – trotz des normalerweise niedrigeren Einkommens – mit einer monatlichen Rente in Höhe von 1.000 Euro absichern. Durch den meist guten Gesundheitszustand und das junge Eintrittsalter kann dies meist zu relativ günstigen Prämien umgesetzt werden – auch bei vielen handwerklichen Berufen! Auch wenn man mit 1.000 Euro monatliche Rente sicher keine großen Sprünge machen kann, ist für den Ernstfall zumindest die finanzielle Grundabsicherung gewährleistet. Nicht zu vergessen ist, dass bei vielen Tarifen eine spätere Erhöhung der Absicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich ist – und eine regelmäßige Steigerung aus den Überschüssen und der Dynamik darf ja auch nicht unterschätzt werden.

Altersvorsorge:

Je früher man dieses Thema angeht, desto besser. In jungen Jahren muss man noch deutlich weniger Geld für ein gewünschtes Sparziel ausgeben als mit einem höheren Eintrittsalter. Der Faktor Zeit kann in der Altersvorsorge kaum überschätzt werden. Zeit schlägt Rendite! Pro Jahrzehnt, das der Sparer früher beginnt, benötigt er nur in etwa den halben Beitrag für den gleichen Kapitalertrag. Andersherum ausgedrückt: Mit jedem Jahrzehnt, das der Sparer später beginnt, halbiert sich in etwa die zu erwartende spätere Altersrente bzw. die Kapitalauszahlung!

Beispiel:

Sparer, heutiges Alter 20, monatliche Sparrate 100,00 Euro, angenommene Verzinsung 3,5 % p.a.*, geplanter Renteneintritt mit Alter 67, Rentenfaktor mit Überschüssen: 35 Euro pro 10.000 Euro Deckungskapital

Sparbeginn mit Alter 20 (heute), Spardauer 47 Jahre à Einmalzahlung 141.045,40 Euro oder monatliche Altersrente 493,66 Euro

Sparbeginn mit Alter 30 (in 10 Jahren), Spardauer 37 Jahre à Einmalzahlung 89.820,61 Euro oder monatliche Altersrente 314,37 Euro

Sparbeginn mit Alter 40 (in 20 Jahren), Spardauer 27 Jahre à Einmalzahlung 53.506,39 Euro oder monatliche Altersrente 187,27 Euro

Zum Vergleich: Sparbeginn ab Geburt, Spardauer 67 Jahre à Endkapital: Einmalzahlung 315.229,55 Euro (!) oder monatliche Altersrente 1.103,30 Euro (!)

* die durchschnittliche klassische Gesamtverzinsung der deutschen Lebensversicherer für das Jahr 2017 beträgt 3,56 % (Quelle: GDV).

Sie sehen: Entscheidend ist der rechtzeitige Einstieg in den Sparprozess! Lieber früher und mit einem kleineren Betrag starten (eventuell mit einer Dynamik versehen) als später und mit einem größeren Betrag.

Bei der „Riester-Rente“ ergibt sich die Besonderheit, dass die Förderung auch bei einer niedrigen Ausbildungsvergütung und den daraus resultierenden niedrigen Sparraten immerhin 154 Euro beträgt. Wird bis zum 25. Lebensjahr erstmalig ein Riester-Vertrag abgeschlossen, gibt es zusätzlich noch den sogenannten Berufsstarterbonus in Höhe von einmalig 200 Euro. Rechnen Sie es selbst aus, die Förderung ist ein Traum!

Hausratversicherung:

Mit Beginn einer Ausbildung steht für viele Berufsanfänger auch der Umzug in eine neue Stadt an. Bei einigen Versicherern ist der Hausrat des Auszubildenden noch über die Außenversicherung mitversichert, wenn der Versicherer die neue Wohnsituation noch nicht als eigenen Hausstand wertet.

KFZ-Versicherung:

Hat man ein eigenes Auto, wird man dieses auch beim zuvor genannten Umzug mit an den neuen Wohnort nehmen. Es empfiehlt sich, das Auto dann auch am hauptsächlichen Nutzungsort anzumelden, sodass eine risikogerechte Tarifierung gewährleistet ist.

Überprüfen Sie in diesem Zuge auch gleich, ob noch alle Angaben richtig sind. Durch einen eventuellen Umzug und damit verbundene Heimfahrten verändert sich ggf. auch die jährliche Fahrleistung, die unbedingt angepasst werden sollte.

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