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Nicht versichert! Das weiß man doch!

Die Benzinklausel in den Bedingungen der Privathaftpflichtversicherung ist eines der „grundlegenden Gebote“ im Versicherungswesen. Schäden sind nicht versichert, die man beim Gebrauch eines zugelassenen bzw. versicherungspflichtigen Kraftfahrzeugs verursacht. Punkt.

Oft stellt sich allerdings die Frage, ob den Schaden nicht die Privathaftpflichtversicherung übernehmen müsste, wenn Sie z. B. die Selbstbeteiligung für den beschädigten Mietwagen zahlen soll oder mit dem geborgten Auto eines Bekannten einen Unfall verursacht wurde.

„Benutzen“ , das ist demnach fast alles, was mit einem Fahrzeug getan werden kann: Fahren, Tanken, Waschen, Be- und Entladen, Ein- und Aussteigen. In wie weit dies tatsächlich auf den ruhenden Verkehr zutrifft, ist strittig. Die Rechtsprechung sieht das inzwischen etwas differenzierter und schiebt den Schwarzen Peter immer wieder auch dem Privathaftpflichtversicherer des Schadenverursachers zu. So geschehen z.B. bei einem „Zündungshopser“ auf einen anderen PKW, den der Beifahrer versursachte, da er Radio hören wollte.

Die Versicherer haben reagiert

Es überrascht daher nicht, dass zwischenzeitlich bereits recht viele Versicherer reagierten und ihre PHV-Tarife um „KFZ-Deckungsinhalte“ erweitern. Die Rundum-Sorglos-Lösung bietet der Markt unseres Wissens zwar noch nicht – Ausschnittlösungen sind aber verfügbar.

 

Versicherbare KFZ-Schäden

1. Schaden an einem geliehenen Fahrzeug bzw. damit verursachter Fremdschaden

Beispiel 1: VN borgt sich das Auto des Bruders und verursacht damit einen Verkehrsunfall.

Beispiel 2: VN möchte einen Gebrauchtwagen kaufen und schrottet diesen bei der Probefahrt.

Grundsätzlich bleibt das Sache der Kfz-Haftpflicht bzw. der Vollkasko des Fahrzeughalters. Ein Anbieter, der für diese Schäden direkt eintreten würde, ist uns nicht bekannt.

Bekannt sind allerdings „SFR- und SB-Lösungen“, über die der Kfz-Halter zumindest die Mehrkosten erstattet bekommt, die ihm nach Regulierung des Schadens und der Rückstufung seines Schadenfreiheitsrabattes entstehen.

2. Falsche Betankung eines geliehenen Fahrzeugs

Beispiel: VN borgt sich für eine “ IKEA-Fahrt“ den Transporter eines Nachbarn. An der Tankstelle tankt er gedankenverloren wie gewohnt Benzin, statt Diesel. Das fällt dem VN glücklicherweise noch auf, bevor er wieder losfährt. Der Tank muss geleert und gereinigt werden. Weiterhin müssen alle Filter gewechselt werden.

3. Be- und Entladeschäden

Beispiel: Wochenendeinkauf im Supermarkt. Beim Öffnen des Kofferraums rollt dem VN der vollbeladene Einkaufswagen weg und schrammt einen geparkten Pkw an.

4. Schäden beim Öffnen einer Kfz-Tür

Beispiel: Sie als Beifahrer öffnen um auszusteigen recht achtlos die Tür und knallen diese gegen ein parallel geparktes anderes Fahrzeug, das Beule und Lackkratzer davonträgt.

5. Schaden an gemieteten Fahrzeugen durch Gebrauch

Beispiel: VN zieht um und mietet sich dafür einen Kleintransporter und einen Anhänger (geschlossener Kasten). Unroutiniert in der Fahrt mit Anhänger, fährt er auf der Autobahn viel zu schnell. Der Anhänger schaukelt sich auf und kippt (Totalschaden). Als der Hänger von der Kupplung springt, entsteht ein deutlicher Blechschaden am Heck des Kleintransporters. Der Anhänger ist nicht kaskoversichert.

6. Unfall mit Mietwagen im Urlaub („Mallorca – Deckung“)

Beispiel: VN wohnt in der Stadt und braucht daher kein eigenes Auto. Im Griechenland Urlaub mietet sie sich einen Pkw und verursacht einen Unfall, bei dem ein Kind sehr schwer verletzt wird. Der Mietwagen war für Personenschäden nur mit der gesetzlichen Mindestdeckungssumme von 1 Mio. Euro versichert. Diese Summe wird angesichts der dauerhaft bleibenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht ausreichen.

Für weitere Informationen, Details zu Produkten und bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

So passiert es jeden Tag: Fahranfänger möchte seinen ersten Wagen zulassen und versichern. Im Vorfeld lässt man sich Angebote machen. Mit vor Entsetzen weit aufgerissenen Augen starrt er/sie dann auf die zu erwartende Prämie. Und kurz bevor der gepeinigte, junge Mensch wieder atmen kann kommt der Vorschlag: ,,Machen wir’s doch über die Eltern, dann wird’s billiger!“

Das kennt jeder, das ist der Regelfall, wenn Eltern vorhanden sind, die bereit sind, einen Zweitwagen zu versichern. Selbst eine SF ½ bedeutet schon ein Viertel Beitragsersparnis gegenüber der Klasse 0, in der eigentlich gestartet werden müsste. Und früher, mit den alten SF-Staffeln, war der Unterschied noch deutlich dramatischer.

Was aber, wenn keine Eltern da sind oder der brachliegende SFR eines Großvaters genutzt wird? Irgendwann einmal spätestens mit dem Tod  stellt sich die Frage, wie man den Rabatt auf den eigentlichen Fahrer übertragen bekommt. Und da unterscheiden sich die Versicherer sehr.

Die eingangs erwähnte klassische Lösung ist bei jedem Versicherer problemlos. Die SFR-Übertragung zwischen Verwandten ersten Grades stellt für niemanden ein Problem dar. Doch schon Bruder oder Schwester, Opa oder Oma sind Verwandte zweiten Grades. Ein Onkel schon dritten Grades und so weiter. Nicht verheiratete Lebenspartner der Eltern könnten in Zukunft häufiger Rabattspender werden.

Wie bekommt man nun den Rabatt? Nun, ganz einfach: Man sucht zunächst einen Versicherer, der die vorhandene Konstellation für eine SFR-Übertragung akzeptiert.

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Auch wenn manch jüngerer Leser jetzt die Augen verdrehen mag: Manche Sachen waren früher tatsächlich einfach besser. Die Versicherungsbestätigung für die Kfz-Versicherung zum Beispiel.

Kam spontan jemand ins Büro, der ein Fahrzeug zulassen wollte, griff man fix zum Ordner, konnte ihm irgendeine ausgefüllt in die Hand drücken und wenn er nach der Zulassung wieder im Büro erschien, suchte man in aller Ruhe den Versicherer heraus, der von Preis und Leistung gefiel. Die Deckungskarte tauschte man einfach aus. Das war überhaupt kein Problem und schnell gemacht. Auch zum Wechselgeschäft konnte man einfach selbst aktiv werden, wenn es schien, dass der Versicherer es möglicherweise nicht rechtzeitig schaffen würde, die Deckungskarte auszutauschen. So manchen Bescheid wegen angeblich fehlenden Versicherungsschutzes konnte man so vermeiden.

Und heute?

Erst mal rechnen, welcher Versicherer es werden soll. Nur von diesem die eVB herauslassen – sofern die Bonitätsprüfung das überhaupt zulässt. Irgendwelche Wellen glätten? Keine Chance. Also fast nicht. Nach unserem Kenntnisstand gibt es derzeit keinen einzigen Versicherer mehr, der bei Erstellung der eVB auf die Bonitätsprüfung verzichtet.

Hinsichtlich der rückwirkenden Hinterlegung einer eVB (z. B. wenn Versicherer Kunden oder dessen Fahrzeug nicht will) gibt es noch einen kleinen Lichtschimmer.

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Haben Sie in diesem Jahr auch einen Auszubildenden in Ihrem Betrieb eingestellt? Nach überstandener Probezeit ist sein Weg für die nächsten zwei bis drei Jahre nun recht klar vorgegeben.
Die (noch bestehende) Probezeit nehmen wir zum Anlass, Ihnen frühzeitig Informationen zu den verschiedenen Absicherungsmöglichkeiten Ihres neuen jungen Mitarbeiters auf den Weg zu geben.

Berufsunfähigkeitsversicherung:

Mit der Absicherung der eigenen Arbeitskraft kann man gar nicht früh genug starten. Laut Statistik werden rund 25 % der Arbeitnehmer vor Erreichen des Regelrentenalters berufsunfähig und können ihrer Tätigkeit nicht mehr nachgehen. Bei Auszubildenden kann eine Berufsunfähigkeit doppelt schwer wiegen. Denn ist die fünfjährige Wartezeit für die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nicht erfüllt, werden hieraus im Ernstfall auch keine Leistungen erbracht.

Bei vielen Versicherern können Sie sich – trotz des normalerweise niedrigeren Einkommens – mit einer monatlichen Rente in Höhe von 1.000 Euro absichern. Durch den meist guten Gesundheitszustand und das junge Eintrittsalter kann dies meist zu relativ günstigen Prämien umgesetzt werden – auch bei vielen handwerklichen Berufen! Auch wenn man mit 1.000 Euro monatliche Rente sicher keine großen Sprünge machen kann, ist für den Ernstfall zumindest die finanzielle Grundabsicherung gewährleistet. Nicht zu vergessen ist, dass bei vielen Tarifen eine spätere Erhöhung der Absicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich ist – und eine regelmäßige Steigerung aus den Überschüssen und der Dynamik darf ja auch nicht unterschätzt werden.

Altersvorsorge:

Je früher man dieses Thema angeht, desto besser. In jungen Jahren muss man noch deutlich weniger Geld für ein gewünschtes Sparziel ausgeben als mit einem höheren Eintrittsalter. Der Faktor Zeit kann in der Altersvorsorge kaum überschätzt werden. Zeit schlägt Rendite! Pro Jahrzehnt, das der Sparer früher beginnt, benötigt er nur in etwa den halben Beitrag für den gleichen Kapitalertrag. Andersherum ausgedrückt: Mit jedem Jahrzehnt, das der Sparer später beginnt, halbiert sich in etwa die zu erwartende spätere Altersrente bzw. die Kapitalauszahlung!

Beispiel:

Sparer, heutiges Alter 20, monatliche Sparrate 100,00 Euro, angenommene Verzinsung 3,5 % p.a.*, geplanter Renteneintritt mit Alter 67, Rentenfaktor mit Überschüssen: 35 Euro pro 10.000 Euro Deckungskapital

Sparbeginn mit Alter 20 (heute), Spardauer 47 Jahre à Einmalzahlung 141.045,40 Euro oder monatliche Altersrente 493,66 Euro

Sparbeginn mit Alter 30 (in 10 Jahren), Spardauer 37 Jahre à Einmalzahlung 89.820,61 Euro oder monatliche Altersrente 314,37 Euro

Sparbeginn mit Alter 40 (in 20 Jahren), Spardauer 27 Jahre à Einmalzahlung 53.506,39 Euro oder monatliche Altersrente 187,27 Euro

Zum Vergleich: Sparbeginn ab Geburt, Spardauer 67 Jahre à Endkapital: Einmalzahlung 315.229,55 Euro (!) oder monatliche Altersrente 1.103,30 Euro (!)

* die durchschnittliche klassische Gesamtverzinsung der deutschen Lebensversicherer für das Jahr 2017 beträgt 3,56 % (Quelle: GDV).

Sie sehen: Entscheidend ist der rechtzeitige Einstieg in den Sparprozess! Lieber früher und mit einem kleineren Betrag starten (eventuell mit einer Dynamik versehen) als später und mit einem größeren Betrag.

Bei der „Riester-Rente“ ergibt sich die Besonderheit, dass die Förderung auch bei einer niedrigen Ausbildungsvergütung und den daraus resultierenden niedrigen Sparraten immerhin 154 Euro beträgt. Wird bis zum 25. Lebensjahr erstmalig ein Riester-Vertrag abgeschlossen, gibt es zusätzlich noch den sogenannten Berufsstarterbonus in Höhe von einmalig 200 Euro. Rechnen Sie es selbst aus, die Förderung ist ein Traum!

Hausratversicherung:

Mit Beginn einer Ausbildung steht für viele Berufsanfänger auch der Umzug in eine neue Stadt an. Bei einigen Versicherern ist der Hausrat des Auszubildenden noch über die Außenversicherung mitversichert, wenn der Versicherer die neue Wohnsituation noch nicht als eigenen Hausstand wertet.

KFZ-Versicherung:

Hat man ein eigenes Auto, wird man dieses auch beim zuvor genannten Umzug mit an den neuen Wohnort nehmen. Es empfiehlt sich, das Auto dann auch am hauptsächlichen Nutzungsort anzumelden, sodass eine risikogerechte Tarifierung gewährleistet ist.

Überprüfen Sie in diesem Zuge auch gleich, ob noch alle Angaben richtig sind. Durch einen eventuellen Umzug und damit verbundene Heimfahrten verändert sich ggf. auch die jährliche Fahrleistung, die unbedingt angepasst werden sollte.

Für weitere Informationen, Details zu Produkten und bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.