Haben Sie in diesem Jahr auch einen Auszubildenden in Ihrem Betrieb eingestellt? Nach überstandener Probezeit ist sein Weg für die nächsten zwei bis drei Jahre nun recht klar vorgegeben.
Die (noch bestehende) Probezeit nehmen wir zum Anlass, Ihnen frühzeitig Informationen zu den verschiedenen Absicherungsmöglichkeiten Ihres neuen jungen Mitarbeiters auf den Weg zu geben.

Berufsunfähigkeitsversicherung:

Mit der Absicherung der eigenen Arbeitskraft kann man gar nicht früh genug starten. Laut Statistik werden rund 25 % der Arbeitnehmer vor Erreichen des Regelrentenalters berufsunfähig und können ihrer Tätigkeit nicht mehr nachgehen. Bei Auszubildenden kann eine Berufsunfähigkeit doppelt schwer wiegen. Denn ist die fünfjährige Wartezeit für die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nicht erfüllt, werden hieraus im Ernstfall auch keine Leistungen erbracht.

Bei vielen Versicherern können Sie sich – trotz des normalerweise niedrigeren Einkommens – mit einer monatlichen Rente in Höhe von 1.000 Euro absichern. Durch den meist guten Gesundheitszustand und das junge Eintrittsalter kann dies meist zu relativ günstigen Prämien umgesetzt werden – auch bei vielen handwerklichen Berufen! Auch wenn man mit 1.000 Euro monatliche Rente sicher keine großen Sprünge machen kann, ist für den Ernstfall zumindest die finanzielle Grundabsicherung gewährleistet. Nicht zu vergessen ist, dass bei vielen Tarifen eine spätere Erhöhung der Absicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich ist – und eine regelmäßige Steigerung aus den Überschüssen und der Dynamik darf ja auch nicht unterschätzt werden.

Altersvorsorge:

Je früher man dieses Thema angeht, desto besser. In jungen Jahren muss man noch deutlich weniger Geld für ein gewünschtes Sparziel ausgeben als mit einem höheren Eintrittsalter. Der Faktor Zeit kann in der Altersvorsorge kaum überschätzt werden. Zeit schlägt Rendite! Pro Jahrzehnt, das der Sparer früher beginnt, benötigt er nur in etwa den halben Beitrag für den gleichen Kapitalertrag. Andersherum ausgedrückt: Mit jedem Jahrzehnt, das der Sparer später beginnt, halbiert sich in etwa die zu erwartende spätere Altersrente bzw. die Kapitalauszahlung!

Beispiel:

Sparer, heutiges Alter 20, monatliche Sparrate 100,00 Euro, angenommene Verzinsung 3,5 % p.a.*, geplanter Renteneintritt mit Alter 67, Rentenfaktor mit Überschüssen: 35 Euro pro 10.000 Euro Deckungskapital

Sparbeginn mit Alter 20 (heute), Spardauer 47 Jahre à Einmalzahlung 141.045,40 Euro oder monatliche Altersrente 493,66 Euro

Sparbeginn mit Alter 30 (in 10 Jahren), Spardauer 37 Jahre à Einmalzahlung 89.820,61 Euro oder monatliche Altersrente 314,37 Euro

Sparbeginn mit Alter 40 (in 20 Jahren), Spardauer 27 Jahre à Einmalzahlung 53.506,39 Euro oder monatliche Altersrente 187,27 Euro

Zum Vergleich: Sparbeginn ab Geburt, Spardauer 67 Jahre à Endkapital: Einmalzahlung 315.229,55 Euro (!) oder monatliche Altersrente 1.103,30 Euro (!)

* die durchschnittliche klassische Gesamtverzinsung der deutschen Lebensversicherer für das Jahr 2017 beträgt 3,56 % (Quelle: GDV).

Sie sehen: Entscheidend ist der rechtzeitige Einstieg in den Sparprozess! Lieber früher und mit einem kleineren Betrag starten (eventuell mit einer Dynamik versehen) als später und mit einem größeren Betrag.

Bei der „Riester-Rente“ ergibt sich die Besonderheit, dass die Förderung auch bei einer niedrigen Ausbildungsvergütung und den daraus resultierenden niedrigen Sparraten immerhin 154 Euro beträgt. Wird bis zum 25. Lebensjahr erstmalig ein Riester-Vertrag abgeschlossen, gibt es zusätzlich noch den sogenannten Berufsstarterbonus in Höhe von einmalig 200 Euro. Rechnen Sie es selbst aus, die Förderung ist ein Traum!

Hausratversicherung:

Mit Beginn einer Ausbildung steht für viele Berufsanfänger auch der Umzug in eine neue Stadt an. Bei einigen Versicherern ist der Hausrat des Auszubildenden noch über die Außenversicherung mitversichert, wenn der Versicherer die neue Wohnsituation noch nicht als eigenen Hausstand wertet.

KFZ-Versicherung:

Hat man ein eigenes Auto, wird man dieses auch beim zuvor genannten Umzug mit an den neuen Wohnort nehmen. Es empfiehlt sich, das Auto dann auch am hauptsächlichen Nutzungsort anzumelden, sodass eine risikogerechte Tarifierung gewährleistet ist.

Überprüfen Sie in diesem Zuge auch gleich, ob noch alle Angaben richtig sind. Durch einen eventuellen Umzug und damit verbundene Heimfahrten verändert sich ggf. auch die jährliche Fahrleistung, die unbedingt angepasst werden sollte.

Für weitere Informationen, Details zu Produkten und bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

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