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Die Welt erfährt einen Klimawandel. Davor kann und darf man die Augen nicht verschließen! Es spielt dabei auch keine Rolle, ob es sich hier um eine normale zyklische Veränderung handelt oder ob der Mensch sie verursacht hat. Eine Forschergruppe der Europäischen Kommission in Italien berechnete vor Kurzem, dass im Jahr 2100 zwei Drittel der Europäer durch wetterbedingte Katastrophen wie Dürren, Waldbrände, Stürme und Überschwemmungen zu Schaden kommen werden.

Gewiss, niemand von uns wird dies erleben, doch bedenke man darüber hinaus auch, dass der Klimawandel – eine der größten globalen Bedrohungen – ein schleichender Prozess ist. Als unheilvolle Vorboten können sicher die Stürme, Gewitter und der Dauerregen der letzten Tage betrachtet werden. Besonders stark getroffen hatte es diesmal zahlreiche Regionen in Bayern. Im Landkreis Passau hatten schwere Gewitter und orkanartige Stürme ganze Landstriche verwüstet. Zwei Menschen verloren dabei ihr Leben, zahlreiche wurden verletzt. Zu den Gefahren für die Menschen kommen materielle Schäden. Hier sind wir beim Thema: Viele unterschätzen die Gefahren, die sich durch die veränderten klimatischen Bedingungen ergeben, noch immer und sehen vom Schutz gegen Elementarschäden ab. Dabei können gerade diese existenzbedrohend sein.

Wohngebäudeversicherung

Als die wohl häufigsten wetterbedingten Schadenursachen sind Hochwasser/Überschwemmungen zu nennen. Diese werden vom Mal zu Mal scheinbar immer unberechenbarer.

Dazu (nur) ein Beispiel aus 2017: Ein schweres Gewitter und Starkregen setzte die kleine Gemeinde Otting (Bayern) binnen kürzester Zeit komplett unter Wasser. Innerhalb von einer Stunde fielen mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Zahlreiche Wohnungen wurden überflutet, mehr als 80 Keller versanken in den Wassermassen, Heizöltanks liefen aus. Zwar müsse die genaue Schadenhöhe noch ermittelt werden, jedoch sei es durchaus denkbar, dass diese pro betroffenem Haushalt rund 30.000 Euro betrage. Eine Abfrage der Gemeinde hat ergeben, dass die wenigsten Einwohner gegen derartige Schadenereignisse versichert sind.

Gerade bei Überschwemmungen resultieren die Kosten meist in den seltensten Fällen aus den Beschädigungen am Gebäude, sondern vielmehr aus dem Aufwand, der für

• Aus-/Abpumpen
• Reinigung
• Reparaturen in und am Haus (und den Nebengebäuden)
• Trockenlegung/Sanierung oder im Worst Case
• dem Abriss des Gebäudes

betrieben werden muss. Hinzu kommen Kosten für eine alternative Unterkunft, Mietausfälle usw.

Man bedenke in diesem Zusammenhang auch das Stichwort Rückstau. Dieser macht Hochwasser auch für Gebäude in höheren Lagen zu einem Thema, die von einer Überschwemmung selbst geschützt wären!

Hausratversicherung

Um an das vorangegangene Beispiel anzuschließen: Typische Überschwemmungsschäden am Hausrat sind das Aufquellen von Möbeln, Schimmel und Stock an Textilien und Polstermöbeln sowie Verschmutzungen durch mitgeführten Schlamm sowie andere Verunreinigungen.

Die Gebäudeversicherungen wie auch die Hausratversicherung beinhalten in der Regel die Grundgefahrendeckung. Glücklicherweise hat diese inzwischen nahezu jeder Hauseigentümer abgesichert. Schäden wie in unserem Beispiel genannt, sind allerdings grundsätzlich im Rahmen einer Elementarschadenversicherung abgedeckt.

Für weitere Informationen, Details zu Produkten und bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Die Sommerzeit ist bekanntlich die schönste Zeit im Jahr. Reisen, die Seele baumeln lassen und sich aus dem turbulenten Alltagstreiben ausklinken. Wem die überfüllte Vier-Sterne-Hotelanlage für den Erholungsurlaub jedoch zu viel des Guten ist und den Urlaub gern autark abseits von Menschenmassen verbringen möchte, der greift auf ein Ferienhaus zurück.

Jede fünfte Übernachtung findet in einem Ferienhaus (oder einer Ferienwohnung) statt. Solch eine Immobilie zu besitzen bedeutet jedoch mehr als nur die Gewährleistung der eigenen Entspannung während der Urlaubstage. Zumindest innerhalb der deutschen Bundesgrenzen gelten Ferienhäuser als sichere Kapitalanlage mit hohen Renditen. Auch der Gesichtspunkt der Altersvorsorge ist in vielen Fällen die Begründung für deren Erwerb. Damit der Eigentümer aber auch lange Freude an den eigenen vier „Urlaubswänden“ hat, gilt es diese Investition zu hüten. Allen voran durch eine Versicherung, die finanzielle Entschädigung gewährt, sollten Sie einmal nicht vor Ort sein und Schäden verhindern können. Doch gerade hier liegt der Knackpunkt: Ferienhäuser, die im Regelfall nicht ständig bewohnt sind, stellen ein höheres Risiko dar als „gewöhnliche“ Immobilien. Kommt es zu Schäden oder Schädigungen, werden diese oftmals zu spät entdeckt. Hier stellen sich viele Versicherer quer oder bieten nur Basisleistungen an.

In solchen Fällen bieten sich sogenannte Ferienhauspolicen bestimmter Versicherer an, die Rundumschutz versprechen. Wir bieten hier Lösungen mit einer All-Risk-Deckung für Ferienimmobilien im In- und Ausland an. Ein Wohngebäudevertrag für den Hauptwohnsitz ist nicht nötig. Zudem gelten umfangreiche Entschädigungsgrenzen, z. B. für Kunstgegenstände bis 20.000 Euro.

In unserem Portfolio befinden sich auch andere Lösungen, in denen der Versicherungsschutz sowohl für bewohnte und unbewohnte als auch für kurz- und langfristig vermietete Immobilien gilt. Optional auch mit unabsichtlich verursachte Schäden durch Mieter oder Eigentümer.

Da Immobilien und daher auch Ferienhäuser zu Ihren wahrscheinlich wertvollsten Vermögen zählen, deren Risikosituationen sehr individuell zu betrachten sind, raten wir hier zu einem angemessenen Versicherungsschutz.

Für weitere Informationen, Details zu Produkten und bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Der Umbau eines Hauses kostet nicht nur Zeit, sondern auch Kraft, Nerven und Geld. Verwandte und Freunde sind günstige Mitarbeiter, die bei einem solchen Vorhaben unter die Arme greifen können.

Peer Fischer hat glücklicherweise verantwortungsbewusste Helfer gefunden. Mit ihrer Hilfe will der 32-Jährige das Zweifamilienhaus umbauen, welches er für seine kleine Familie günstig von Werner Kahl gekauft hat. Seine Geschwister und einige Freunde haben sich bereit erklärt, überall dort mit anzufassen, wo ihre helfenden Hände benötigt werden. Damit die Risiken während der Bauphase verringert werden und Herr Fischer im Schadenfall finanziell nicht zusätzlich belastet wird, durchleuchten wir dessen Risiken und stellen ihm eine Reihe guter Lösungsmöglichkeiten vor:

Der erste Schritt Bauhelfer-Unfallversicherung

Spätestens fünf Tage nach Beginn der Bauarbeiten hat Peer Fischer sowohl sein Bauvorhaben als auch sämtliche Bauhelfer bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft anzumelden und für diese eine Bauhelferversicherung abzuschließen. Ob diese entgeltlich oder unentgeltlich beschäftigt sind, spielt hier keine Rolle. Im Rahmen der BG-Bau sind die Bauhelfer auch für den Fall eines Schadens auf der Baustelle unfallversichert. Würde Herr Fischer diesen Schritt auslassen, drohte ihm ein Bußgeld von 2.500 Euro. Die Beiträge für diese gesetzliche Unfallversicherung variieren von Bundesland zu Bundesland und betragen pro Stunde und pro Helfer ca. zwei Euro.

Da jedoch die Leistungen in der gesetzlichen Bauhelferversicherung begrenzt sind (dies zeigt sich besonders im Rahmen der Invaliditätsleistung), sollte Herr Fischer hier den Abschluss einer privaten Bauhelfer-Unfallversicherung in Erwägung ziehen. Sie leistet bereits ab dem ersten Prozentpunkt der unfallbedingten Invalidität. Neben der Invaliditätsleistung kann zusätzlich eine Todesfallsumme oder ein Krankenhaustagegeld eingeschlossen werden.

Privathaftpflicht vs. Bauherrenhaftpflicht

Sofern die Deckung eines Bauvorhabens in der PHV nicht abgesichert ist, ist unbedingt eine Bauherrenhaftpflichtversicherung zu empfehlen. Ist die maximal versicherte Bausumme in der PHV nicht ausreichend, ist gesonderter Schutz vonnöten. Die Bauherrenhaftpflicht kommt für all die Schäden auf, die Außenstehende während der Renovierung/des Baus erleiden.

Beispiel: Während die Zimmermannsarbeiten am Dachstuhl in vollem Gang waren, genoss ein Spaziergänger das Wet-ter und begutachtete den Fortschritt an dem Sanierungsobjekt. Aus Unachtsamkeit ließ Herr Fischer, der bei den Arbei-ten den Zimmerleuten zur Hand ging, ein Nagelschussgerät vom Dach fallen. Die Maschine fiel auf den Vorplatz des Gebäudes, ein Schuss löste sich und traf den Spaziergänger in das Knie. Auch die sofortige medizinische Versorgung und mehrere Operationen konnten nicht verhindern, dass das Bein steif blieb. Die Schadenhöhe wurde zunächst auf 74.000 € geschätzt.

Bauleistungsversicherung

Für gewöhnlich deckt die Bauleistungsversicherung unvorhersehbare Schäden an neu zu erstellenden Bauten ab. Dazu gehören sowohl Schäden durch höhere Gewalt als auch Konstruktionsfehler, Vandalismus oder Fahrlässigkeit. Es ist jedoch immer häufiger der Fall, dass ein Altbau saniert oder ein Neubau an einen bestehenden Altbau angeschlossen werden soll, z. B. Anbau eines Wintergartens oder das Entfernen einer tragenden Wand zur Gestaltung einer offenen Küche (Einsturzabsicherung). In diesen Fällen besteht die Gefahr, dass die Altbausubstanz durch die Neubauaktivitäten beschädigt oder zerstört wird.
Die Nachhaftungsklausel ist ein wichtiger Aspekt. Hier werden Schäden ersetzt, die erst nach Fertigstellung des Gebäudes noch auftreten und entdeckt werden, aber aus der Bauzeit stammen.

Beispiele: Während der Dachsanierung kommt es zu einem schweren Unwetter. Durch den Sturm stürzt die Giebelwand ein.

Diebstahl von bereits neu installierten Armaturen und Heizkörper aus Badezimmer

Gebäudeversicherung

Es ist davon auszugehen, dass das Gebäude, welches Herr Fischer von Werner Kahl käuflich erworben hat, bereits über eine Wohngebäudeversicherung verfügt. Diese Versicherung bleibt vorerst bestehen und geht automatisch auf den Neubesitzer über, damit keine versicherungsfreie Zeit entsteht. Herr Fischer ist nun verpflichtet, dem Gebäudeversicherer umgehend den Leerstand des Hauses mitzuteilen (§ 23, Nr. 3 VVG), anderenfalls beginge er eine Obliegenheitsverletzung. Nun hat er entweder damit zu rechnen, dass

–  dem Versicherer das Risiko, das ein leerstehendes Gebäude mit sich bringt, zu hoch ist und er vom Vertrag zurücktritt oder (§ 24 VVG)

– dass der Versicherungsnehmer im Falle eines Schadens am nichtgemeldeten leerstehenden Haus wäh-rend der Umbauphase mit Konsequenzen rechnen muss (§§ 25, 26 VVG).

Jedoch gilt es – wie in vielen anderen Sparten auch – die Kausalität zu beachten!

Beispiel: Herr Fischer hat den Leerstand des Hauses nicht angezeigt. Während der unbewohnten Phase des Hauses kommt es zu einem Rohrbruch in der Waschküche. Aufgrund der Tatsache, dass sich niemand im Haus aufgehalten hatte und den Schaden bemerken konnte, treten tausende Liter Wasser aus und fluten den ganzen Keller, ehe einer Nachbarin drei Tage später die Ausmaße des Schadens auffallen.

Beispiel: Herr Fischer hat den Leerstand des Hauses während der Umbauphase seinem Versicherer nicht gemeldet. Eines Tages kommt es während der Arbeiten durch einen dummen Umstand dazu, dass ein Kurzschluss eines defekten Nagelschussgerätes ein Feuer auslöst. In diesem Falle wäre der Leerstand des Hauses irrelevant. (§ 28, 3 VVG)

Grundsätzlich gilt: Herr Fischer nach Grundbucheintrag ein einmonatiges außerordentliches Kündigungsrecht beim bestehenden Wohngebäudeversicherer. Wir raten ihm, dies zu nutzen bzw. wenigstens den bestehenden Vertrag zu prüfen und zu vergleichen. Wir konnten hier folgende Beobachtung machen:

Je älter das Haus, desto älter die Wohngebäudeversicherung und desto lückenhafter der Versicherungsschutz.

Früher war es beispielsweise gang und gäbe, lediglich das Feuerrisiko abzusichern. Überspannungsschäden spielten vor 40 Jahren noch keine große Rolle. Im Hinblick auf die Vielzahl elektrischer Installationen, die über die Jahre zum Standard eines Wohnhauses geworden sind, kann man sich heute kaum eine Wohngebäudeversicherung ohne den Einschluss der Überspannungsschäden vorstellen. Da Herrn Fischer weder bekannt ist, ob der Vertrag jede bauliche Veränderung beinhaltet, noch ob der Wert der einheitlichen Berechnungsbasis (1914er Wert“) richtig ermittelt wurde, ist zu empfehlen, das Riskio einer zu niedrigen Versicherungssumme zu vermeiden und sein Haus neu bewerten zu lassen („1914er Wert“).

Rechtsschutzversicherung

Nun ist es leider einmal bittere Realität, dass im Rahmen eines Bauvorhabens Ärger vorprogrammiert ist. Seien es Streitigkeiten mit Handwerkern, Architekten oder Bauunternehmen.
Seien es kleinere Fehler in der Umsetzung oder gravierende Planungsfehler. Gründe und Ursachen sind breit gefächert und im seltensten Falle ist der Bauherr tatsächlich rundum zufrie-en mit dem gelieferten Ergebnis. Oftmals geht es dabei um sehr viel Geld, was nicht selten Gerichtsverfahren zur Konsequenz hat.

Aufgrund der sich häufenden Schadenfälle haben sich eine ganze Reihe von Versicherern aus dem Bereich Bauherren- Rechtschutzversicherung für neu zu errichtende Teile des Hauses (z. B. Anabuten, Wintergarten…) ausgeklinkt.

Wird etwas Altes lediglich gegen etwas Neueres ausgetauscht (mal ganz einfach formuliert), greift jedoch jeder Privat-Rechtsschutz!

Ein Hauskauf und die damit verbundenen Renovierungsarbeiten stellen eine große Herausforderung dar. In jedem Fall ist eine gründliche Analyse der Gesamtsituation notwendig. Was benötigt wird, hängt sehr stark vom Einzelfall ab.

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Die starken Regenfälle der letzten Tage haben so manchen Gewässerstand wieder gefährlich hochsteigen lassen. Da ist es gut zu wissen, dass Überschwemmung nicht gleich Überschwemmung ist …

Wir haben uns dies zum Anlass genommen, das Thema etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Grundsätzlich (bei nahezu allen Versicherern) wird die Überschwemmung im Rahmen einer Elementarschadenversicherung nachfolgend definiert:

„Überschwemmung ist eine Überflutung von Grund und Boden, auf dem das Versicherte Gebäude steht.“

als Ursachen werden (meist) genannt:

a) Ausuferung von oberirdischen (stehenden oder fließenden) Gewässern,
b) Witterungsniederschläge,
c) Austritt von Grundwasser an die Erdoberfläche infolge von a) oder b)

Nach der Auffassung des OLG Karlsruhe setzt bei einer solchen Formulierung eine Überschwemmung voraus:

  • dass erhebliche Wassermengen
  • erhebliche Teile des versicherten Grundstücks
  • so unter Wasser gesetzt haben,
  • dass diese nicht mehr erdgebunden sind.

Eine gezielte Ansammlung/Anstauung von Wassermassen auf bestimmten Flächen (wie z.B. Flachdächern, Terrassen oder Balkonen) reiche nicht aus und führe auf mangelnde Entwässerung zurück.

Bei einigen Wohngebäudekonzepten ist es weitergehend geregelt und wie folgt definiert:

„… die unmittelbare Einwirkung von erheblichen Mengen von Wasser auf versicherte Sachen.“

Auch für Grundwasserschäden ist weitergehender Versicherungsschutz gegeben. So ist im Wohngebäudekonzept einiger Versicherer nicht nur der Austritt von Grundwasser an die Oberfläche mitversichert, sondern auch der Anstieg ohne Austritt an die Oberfläche!

Dieser Grundwasseranstieg ist insbesondere bei langanhaltenden, starken Regenfällen möglich. Hierdurch erhöht sich dann der Grundwasserspiegel generell ohne dass ein Austritt an die Oberfläche erfolgt. Die Keller sind gegen dieses dann „drückende“ Wasser baulich nicht durch eine sogenannte „weiße Wanne“ geschützt und das Wasser drückt dann durch die Bodenplatte oder Kellerwände ins Haus.

Darüber hinaus gehender Versicherungsschutz wäre übrigens noch über den Baustein „unbenannte Gefahren“ zu haben.

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