In der Theorie ist es ganz einfach: Wer ein Gewerbe betreibt, sollte eine Betriebshaftpflicht abschließen. In der Praxis kommen Kunde und BHV aber nicht immer zusammen. Dafür kann es die unterschiedlichsten Gründe geben – manchen Kunden reut vielleicht auch einfach nur das Geld, das so ein Vertrag kostet. Dann kommen immer wieder unsere Privathaftpflicht-Deckungskonzepte ins Gespräch…

In unseren Deckungskonzepten zur Privathaftpflicht sind selbständige Tätigkeiten grundsätzlich mitversichert. Mindestens einmal pro Jahr werden wir mit diesem Einschluss konfrontiert, da es im Rahmen der selbständigen Tätigkeit eines Kunden zu einem Schaden kam, der vom Versicherer abgelehnt wurde. Meist handelt es sich dann um Existenzgründer oder Betreiber eines Nebengewerbes, die sich den nötigen BHV-Schutz (zunächst) sparen wollten.

Leider wird oft übersehen: Es handelt sich hier um eine ganz einfache AHB-Deckung, die wirklich nur ein Minimum an Schutz bieten kann. Leistungspunkte, die man heute als üblichen Standard ansehen würde (z. B. Mietsachschäden, Bearbeitungsschäden usw.), sind hier nicht mit abgesichert! Dieser PHV-Einschluss war nie als vollwertiger BHV-Ersatz gedacht. Er kann eine BHV nicht ersetzen.

Beim Formulieren entsprechender Bedingungsklauseln hatten wir z. B. „die Tupperfrau“ im Kopf, die ihren Makler nicht über ihre Nebentätigkeit informiert. Auch der pensionierte Lehrer, der noch Volkshochschulkurse abhält und Nachhilfe gibt, wäre ein Kandidat für diesen Notfallschutz. Harmlose Gewerbe, bei denen nur sehr selten Schäden passieren – und wenn, dann so einfache Schadensszenarien wie eine aus Unachtsamkeit umgestoßene Vase beim Kunden.

Nun ist es aber so, dass die Schadenursachen bei Handwerkern, Recyclern, Reinigungskräften etc. in der Regel in direkterem Zusammenhang mit der eigentlichen Tätigkeit stehen. Daher waren bislang quasi alle Schadenablehnungen, bei denen wir mit eingeschalten wurden, auch absolut korrekt und gerechtfertigt. Wir verstehen in solchen Fällen die Enttäuschung beim Kunden – aber wie eingangs schon beschrieben, hatte dieser Einschluss nie die Aufgabe, vollwertigen BHV-Schutz zu bieten. Wir möchten Sie bitten, in diesem Leistungspunkt wirklich nichts in dieser Richtung zu vermuten.

Falls Sie sich unsicher sind, ob der Schutz unserer PHV-Konzepte bei einem Schadenfall ausreicht, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren. So können Sie am besten vermeiden, dass erst im Schadenfall klar wird, dass „echter Schutz“ nötig und sinnvoll gewesen wäre. Wir empfehlen dennoch immer eine vollwertige Betriebshaftpflichtversicherung.

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Einkommensabsicherung bedeutet für die meisten von uns BU-Versicherung. Doch was, wenn ein Beruf nicht versichert werden kann; oder die Person zu jung ist oder es der gesundheitliche Zustand nicht zulässt?

Im Hinblick auf die magere Unterstützung von staatlicher Seite im Worst Case, sollte die Absicherung der eigenen Arbeitskraft durch private Vorsorge eine hohe Priorität im Leben eines jeden Arbeitenden darstellen. Nicht zu Unrecht denkt man in diesem Zusammenhang unweigerlich an die Berufsunfähigkeitsversicherung. Soweit ein guter Ansatz. Allerdings lässt sich eine solche Absicherungsmöglichkeit nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen für jeden abschließen. Denken Sie an risikoreiche Berufe oder – ganz banal – an Kinder. Was ist, wenn Sie bereits Vorerkrankungen aufweisen? Dann ist es tatsächlich sehr schwierig, guten Schutz zum guten Preis zu bekommen. Im schlimmsten Falle werden Sie komplett von der Berufsunfähigkeitsversicherung ausgeschlossen. Doch auch für diese Fälle bietet der deutsche Versicherungsmarkt selbstverständlich Lösungen.

Die Lösung: Grundfähigkeitenversicherung

Das Prinzip, welches sich dahinter verbirgt, ist rasch erklärt: Verlieren Sie elementare Fähigkeiten, die es ihnen nicht mehr ermöglichen, problemlos durch den Alltag zu gelangen – wie z. B. Greifen, Laufen, Sehen usw., doch auch die geistige Leistungsfähigkeit – tritt der Leistungsfall ein und Sie erhalten eine Rente. Diese Grundfähigkeiten sind über einen Fähigkeitenkatalog definiert und werden von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich gewichtet. Doch auch für die eingangs erwähnten Kinder, die aufgrund ihres Alters eben (noch) keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können, stellt die Grundfähigkeitsversicherung eine Übergangslösung dar.

Oftmals fehlt es gerade bei bestimmten Berufsgruppen an der Vorstellungskraft, überhaupt einmal berufsunfähig werden zu können. Nehmen wir als Beispiel einen der bedeutensten Wissenschaftler unserer Gegenwart, Stephen Hawking. Hawkings letzte wissenschaftliche Arbeit stellte er wenige Tage vor seinem Ableben 2018 fertig. Zu diesem Zeitpunkt saß er bereits 50 Jahre im Rollstuhl – ohne die Fähigkeit zu sprechen, zu laufen. An diesem Beispiel wird deutlich, dass der Verlust von bestimmten Grundfähigkeiten nicht zwangsweise zu einer Berufsunfähigkeit führen muss.

Doch Sie müssen keine Astrophysiker sein. Nehmen wir ein anderes Beispiel: Sie sind Fliesenleger oder arbeiten in einem anderen körperlich sehr anstrengenden Handwerksberuf und können die monatliche finanzielle Belastung, die für Ihren umfassenden Berufsunfähigkeitsschutz anfallen würde, nicht aufbringen. Freilich bietet hier die Grundfähigkeitenversicherung keine eins zu eins Alternative – allerdings guten Basisschutz. Und der ist allemal besser als gar keiner, oder?

Die Pros und Kontras

Der erste Punkt für eine Grundfähigkeitenabsicherung liegt auf der Hand: Sie kommt vor allem für diejenigen infrage, für die (noch) keine BU abschließbar ist oder deren Grundfähigkeiten (siehe oben) bereits gefährdet sind. Im Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung können die monatlichen Beitragskosten zumal um ein Vielfaches niedriger ausfallen. Auch die einfache Beweisbarkeit und Eindeutigkeit der eingeschränkten Grundfähigkeit muss an dieser Stelle erwähnt sein. Darüber hinaus erhalten Sie die Leistungszahlung auch, wenn Sie Ihren Beruf noch ausüben können– da es eben keine BU ist – und auch die in der Berufsunfähigkeitsversicherung geltende Regelung, dass der Grad der Beeinträchtigung mindestens zu 50 Prozent vorliegen muss, entfällt.

Doch kein Sommer ohne Mücken, wie W. Busch schon richtig erkannte: Oftmals findet in der Grundfähigkeitenabsicherung die Psyche und deren Erkrankungen keine Berücksichtigung. Zwar haben einige Versicherer psychische Fähigkeiten, wie beispielsweise Konzentration oder Orientierung, in ihren Leistungskatalog aufgenommen; hier muss dann allerdings ein Gericht anhand eines psychischen Gutachtens urteilen bzw. der Versicherungsnehmer überhaupt unter gerichtlich bestellter Betreuung stehen. Schwere Depressionen beispielsweise sind hingegen nur in wenigen Tarifen versicherbar. Auch der komplette Wegfall der einzelnen Fähigkeit ist Voraussetzung für die Leistungszahlung.

Die Quintessenz

  • Die Grundfähigkeitenabsicherung sollte nicht die erste Wahl bei der privaten Vorsorge sein, kann aber vereinzelt durchaus sinnvoll sein.
  • Sie bietet im Verhältnis zur BU zwar eher Basisschutz, kostet dafür aber auch um einiges weniger.
  • Verliert der Versicherte eine oder mehrere solcher Fähigkeiten für eine gewisse Zeit (oft sechs oder zwölf Monate), zahlt die Grundfähigkeitsversicherung die vereinbarte Rente.
  • Jeder Versicherer regelt im Leistungskatalog die Definition und Voraussetzung der Grundfähigkeiten individuell.

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Es passiert jeden Tag in deutschen Schulen und Kindergärten: Kinder albern herum, ohne sich Gedanken über mögliche Folgen ihres Handelns zu machen. Dabei schlagen die Beteiligten gelegentlich über die Stränge, jemand wird verletzt –ja, manchmal auch schwer. Und was macht die Privathaftpflicht…?

Nun stehen Schüler und Kindergartenkinder natürlich unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Bekanntlich stellt diese hinsichtlich der finanziellen Entschädigung nur einen sehr überschaubaren Schutz dar. Vermutlich werden nun auch viele von Ihnen denken „Kein Problem, dafür gibt es ja die Privathaftpflicht“. Doch genau dafür fehlt die Haftungsgrundlage!

Die §§ 104-106SGB VII beschränken die Haftung. Nach diesen Vorschriften ist der Schüler einer allgemeinbildenden Schule, der während des Schulbesuchs einen Schulunfall verursacht, indem er einen Mitschüler verletzt, zum Ersatz des Personenschadens nach dem Recht der unerlaubten Handlung nur verpflichtet, wenn er den Unfall vorsätzlich herbeigeführt hat.

Wenn Sie nun überrascht sind, befinden Sie sich in bester Gesellschaft. Das Problem wurde in mehreren Urteilen bestätigt:

Das Handelsblatt berichtete von einem Fall aus dem Jahr 2000, als ein damals 13-jähriger Schüler einen Knallkörper in eine Gruppe anderer Schüler geworfen hatte. Ein Mädchen zog sich dabei eine Schädigung des Gehörs zu und musste sich in Behandlung begeben. Ein Schadenersatzanspruch wurde eingeklagt und letztlich von mehreren Instanzen abgelehnt (BGH VI ZR 163/03).

Ein weiteres Beispiel ereignete sich im Jahr 2003. Hier warfen Schüler im Werkraum Kugeln aus Alufolie in Richtung eines damals 15-jährigen Schülers, der diese mit einer Säge zurückschmetterte – ähnlich wie mit einem Tennisschläger. Dabei löste sich das Sägeblatt und verletzte einen Mitschüler am Auge. Der Mitschüler verlor das Sehvermögen auf dem rechten Auge dauerhaft. Seine Erwerbsfähigkeit wurde um 30 Prozent herabgesetzt. Auch hier wurden Zivilforderungen gegen den sägeschwingenden Schüler letztlich vor dem Bundesgerichtshof abgelehnt (BGH VI ZR 34/02).

Im Ergebnis bedeutet das, dass es keine Erstattungsleistungen für Ansprüche geben kann, die ein in Schule oder Kindergarten Geschädigter gegen den Schädiger richtet – kein Schmerzensgeld, kein Verdienstausfall oder auch keine sonstigen Geldforderungen. Außer, der Schaden wurde vorsätzlich zugefügt – aber dann greift die Privathaftpflicht nicht einmal mehr zur Schadensabwehr. Ob man dann bei schweren Verletzungen ohne PHV für die Forderungen aufkommen kann, ist noch ein ganz anderes Thema.

Bei deliktunfähigen Kindern wird dieser gefühlte Missstand (nichtvorsätzlicher Schaden) auch dadurch nicht geheilt, dass eine Deliktunfähigkeitsklausel in der Haftpflicht enthalten ist. Es fehlt schlicht und ergreifend die Haftungsgrundlage.

Was davon nicht berührt wird, ist das Thema der Aufsichtspflichtverletzung. Diese wird z. B. während des Schulbesuchs auf die Lehrkräfte übertragen. Natürlich ist es einem Lehrer unmöglich, permanent jeden Schüler im Auge zu behalten und dennoch Unterricht abzuhalten. Auch als Pausenaufsicht ist es nicht darstellbar, dass man an jedem Ort gleichzeitig ist. Daher wird es genügend Fälle geben, in denen einem Lehrer keine Aufsichtspflichtverletzung nachgewiesen werden kann. Die Diensthaftpflicht des Lehrers ist in jedem Fall aber die sinnvollere Anlaufstelle für Forderungen als die Privathaftpflicht der Eltern des Schädigers.

Sachschäden sind – entsprechend dem Gesetzestext – natürlich komplett außen vor und selbstverständlich auch in Schule oder Kindergarten grundsätzliches Thema der PHV. Zumindest dann, wenn es sich bei der beschädigten Sache nicht um ein Hilfsmittel (z. B. Brille, Hörgerät, Rollstuhl…) handelt, denn diese gelten gem § 8 Abs. 3 SGB VII ebenfalls als Gesundheitsschaden.

Nicht zuletzt, weil man mit beiden Seiten mitfühlt – es sind ja oft noch Kinder, die da betroffen sind – fühlt sich diese Regelung unsagbar falsch an. Sie belegt allerdings, dass eine private Unfallabsicherung für Kinder unverzichtbar ist. Nur so kann ein unkomplizierter, angemessener finanzieller Ausgleich für eine erlittene Dauerschädigung sichergestellt werden. Selbst relativ hohe Absicherungen (z. B. 100.000 Euro Grundsumme mit 500 % Progression) sind für Kinder für weniger als fünf Euro im Monat zu haben. Das sollte jedem der Schutz der eigenen Kinder wert sein.

Weiterhin wäre auch eine Rechtsschutzversicherung mehr als angebracht, wenn Kinder im Haus sind. Schon alleine durch dieses Gefühl der Hilflosigkeit werden Eltern eines geschädigten Kindes den Gang zum Rechtsanwalt nicht scheuen. Die Erfahrung der bisherigen Rechtsprechung zeigt allerdings, dass sie sich damit dann lediglich zusätzliche Kosten aufbürden.

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Für inzwischen knapp 2,5 Millionen minderjährige Kinder in Deutschland ist konstant nur ein Elternteil anwesend – sie leben bei Alleinerziehenden. Auch hier bietet der Versicherungsmarkt jedoch Tarife an, die sich dieses Familienmodelles angenommen haben…

Mutter, Vater, Kind(er) – was jahrhundertelang als DAS klassische Kernmodell der ersten Sozialisationsinstanz angesehen wurde, ist längst überholt. Ob nun Patchwork, gleichgeschlechtliche Ehen, Co-Parenting oder alleinerziehende Elternteile: Glücklicherweise (!) hat sich unsere Gesellschaft so gewandelt, dass uns keiner dieser Begriffe heutzutage mehr sonderbar oder lächerlich vorkommt.

In diesem Artikel möchten wir uns daher alleinerziehenden Elternteilen widmen. In keinem anderen Familienmodell sind Organisation und Strukturen wichtiger und nirgends sonst wirken sich böse Überraschungen oder Schäden so nachteilig für die Beteiligten aus. Umso wichtiger ist es vorzusorgen. Besonders wenn Kinder zur Familie gehören, möchten wir Sie auf die Dringlichkeit einer Privathaftpflichtversicherung hinweisen.

Wir möchten Ihnen in der nachfolgenden Übersicht aufzeigen, welche Versicherer Privathaftpflichttarife für alleinerziehende Elternteile mit Kind anbieten. Bitte beachten Sie jedoch, dass es sich hierbei um Beispiellösungen handelt.

Wir haben mit verschiedenen Versicherern Sondervereinbarung ausgehandelt. Es gibt Tarife für Singles mit und ohne Kinder. In allen Varianten sind minderjährige sowie volljährige Kinder auch während des Studiums oder der beruflichen Erstausbildung mitversichert. Natürlich besteht auch die Auswahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Deckungssummen. Außerdem sind innerhalb einiger Tarife diverse Nachlässe möglich, z. B. Deckungsrabatte, SB-Vereinbarung, SFR-Rabatt.

Rechtsschutz? Ist das überhaupt notwendig?

Nun, wie oft wohl ein minderjähriges Kind in die Situation kommen mag, in der es Rechtsschutzansprüche geltend machen möchte? Hier scheint der Bedarf auf den ersten Blick nicht sehr hoch zu sein, und würden wir noch vor zwanzig Jahren leben, hätten Zweifel an der Sinnhaftigkeit durchaus Berechtigung. Doch das tun wir nicht mehr und die Versuchung der „Neuzeit“ ist groß. Denke man in diesem Zusammenhang nur einmal beispielsweise an illegale Film- oder Musik-Downloads von fragwürdigen Internetplattformen. Nun macht es gleich mehr Sinn, nicht? Diese illegalen Downloads haben sich zu einem größeren Problem und einer ernsthafteren Thematik entwickelt als viele Eltern denken, denn diesen bleiben Einblicke in das Internetverhalten ihrer Kinder nicht selten komplett verwehrt.

Die Versicherungsgesellschaften haben diese Problematik jedoch erkannt, und so bieten all unsere Kooperationspartner, auch Tarife an, die extra als Singletarife ausgewiesen sind. Bei allen diesen „Single-Tarifen“ sind auch die Kinder des Singles mitversichert. Zum Teil bleiben auch die weiteren mitversicherten Personen, z. B. Eltern oder Enkelkinder, im Kreis der versicherten Personen enthalten, und es wird ausdrücklich nur Deckung für den Partner ausgeschlossen. Andere schließen im Singletarif auch die anderen mitversicherten Personen aus.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Da Alleinerziehende nicht nur für die Erziehung des Kindes alleine zuständig sind, sondern auch das Einkommen alleine erwirtschaften müssen, halten wir zur Abrundung der Absicherung von Elternteil und Kind auch folgende Themen für wichtig:

Unfallschutz: Unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen Sie nur während der Arbeitszeit und auf dem Hin- und Rückweg. Das Kind ist nur in Schule und Kindergarten sowie auf den Wegen hin und zurück abgesichert. Hinzu kommt, dass die gesetzliche Unfallversicherung ihre Leistungen in erster Linie darauf abgestimmt hat, für die Kosten der gesundheitlichen Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten aufzukommen. Kapitalleistungen werden erst ab einer mindestens 20-prozentigen Einschränkung der beruflichen Leistungsfähigkeit in Form einer kleinen Rente gezahlt. Für Unfälle im privaten Bereich, die gut 70 Prozent der Unfallstatistik einnehmen, sieht sie gar keine Leistung vor. Eine private Unfallversicherung kann hier Abhilfe schaffen.

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Im Grunde ist es ganz einfach. Die Menschheit teilt sich in zwei Gruppen auf: „Hundemenschen“ und „Katzenmenschen“.

Während die Hundemenschen gassigehenderweise ihr Verhältnis zum Tier recht öffentlich machen, halten es die Katzenmenschen und ihre Vierbeiner eher diskret und verborgen in den heimischen vier Wänden.

Das hat ob wir wollen oder nicht Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung beider Gruppen bzw. der Bindung, die zum Tier besteht. Der Hund ist immer dabei. Er begleitet beim Spaziergang im Park, liegt seiner Herrschaft im Straßencafé zu Füßen und auch sonst wirkt es immer, als ob beide Hund und Herr eine unzertrennliche Gemeinschaft bilden. Ja, so muss Liebe zum Tier aussehen. Da sorgt der Aufrechtgeher für den Pelzträger und eben dieser wird sich in einer „Lassie-Situation“ sicher revanchieren.

Die Katze hingegen ist so man sie denn überhaupt erblickt in der Regel alleine unterwegs. Als nur „semi-gezähmter“ Einzelgänger streift sie herum. Herrchen oder Frauchen braucht sie scheinbar nicht, um glücklich zu sein und den Tag herumzubekommen. Mensch und Katze erlebt man eigentlich nur als Teil des Familien- oder Freundeskreises in Interaktion. Als Außenstehender bleibt es so meist unbemerkt, dass auch hier eine sehr innige Beziehung auf beiden Seiten bestehen kann. Nur eben etwas lockerer. Die „Katzenmenschen“ unter Ihnen werden gut verstehen, wie wir das meinen.

Das Bild von Hund, Katze und Herr, das durch diesen Außeneindruck vermittelt wird, kann schnell verzerrt sein. Da dort, wo auch Menschen sind, stärker vertreten, kann der Eindruck entstehen, es gäbe mehr Hunde als Katzen. Das ist falsch, wie jede Statistik der vergangenen Jahre immer wieder belegt. Es wird um die 10 Millionen Katzen in Deutschland geben, Hunde nur um die 8 Millionen. Man kann weiterhin annehmen, Hundehalter wären besorgter um ihre Tiere. Da mag auch die immer noch nicht so seltene Haltung von Katzen auf Bauernhöfen, die Lebart freilebende Streuner und ähnliches mit hineinspielen, dass man Katzenhaltern etwas weniger emotionale Bindung zum Tier unterstellen mag.

Denkt man nun an hohe Tierarztkosten, werden viele von Ihnen eher dazu neigen, bei Hundehaltern die Bereitschaft zu finden, 1.500 Euro für die Behandlung einer Hüftdysplasie auf den Tisch zu legen. Die Entfernung eines Tumors kann bei einer Katze ganz ähnliche Kosten verursachen. Darf man nun einfach annehmen, dass der Katzenfreund die „endgültige Lösung“ beim Tierarzt der Behandlung vorzieht? Wohl kaum.

Man kann auch sehr viel nüchterner und emotionsloser an solch eine Überlegung herangehen. Die Anschaffung eines Hundes kostet in der Regel Geld die meisten Katzen sind normale Hauskatzen und gibt es umsonst. Wo man eher Geld investiert, sollte damit doch auf der Hand liegen, oder? Nein, denn ohne Emotionen geht es bei Haustieren eben nicht. Zudem kosten eine Heilige Birma, eine Main Coon oder eine Bengal beim Züchter ebenfalls eine gute Stange Geld und können damit ähnlich teuer sein wie ein Hund. Und da nennen wir nur drei der verbreitetsten Rassekatzen. (Zur teuersten Katzenrasse zählt übrigens die Ashera GD. Was klingt wie der Name eines Sportwagens, ist diesem auch in puncto Anschaffungskosten ziemlich auf den Fersen: Bis zu 50.000 Euro zahlen Liebhaber für dieses Tier. Nun ja…)

Was man als Halter im Krankheitsfall tut, ist wohl in allererster Linie eine Frage dessen, was man sich leisten kann. Wer eine Behandlung schlicht nicht zahlen kann, der wird sie evtl. tatsächlich nicht durchführen lassen. Das ist natürlich eine traurige Situation, die man recht einfach vermeiden könnte: mit einer Krankenversicherung für Tiere.

Eine solche kann recht umfangreich bei den Kosten sein, die übernommen werden. Das sieht man dann natürlich an den Beiträgen. Allerdings gibt es auch die abgespeckte Variante als reine OP-Kostenversicherung, also für die Fälle, die oft unerwartet große Kosten verursachen. Schaut man sich hier einmal an, was dieser sinnvolle Schutz monatlich kostet, muss man sich auch „als Rechner“ die Frage stellen, weshalb nicht bereits jeder Katzen- und Hundehalter einen solchen Vertrag hat. Salopp kann man sagen: Muss das Tier in seinem Leben nur ein einziges Mal unters Messer, sparen Sie Geld.

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Das Trinken alkoholischer Getränke hat in Deutschland eine jahrhundertelange Tradition. Etwa 104 Liter Bier trinkt jeder von uns durchschnittlich pro Jahr. Dazu kommen noch etwa 20 Liter Wein, fast 4 Liter Sekt und etwas über 5 Litern an Spirituosen. Das Volk lebt also nicht gerade abstinent. Da überrascht es nicht, dass nahezu jeder von uns schon einmal alkoholische Getränke zu sich nahm. Und nicht wenige von uns wissen auch, dass man mit einem ordentlichen Rausch so manche Dummheit macht…

Da Alkohol in der Bevölkerung ein Thema ist, möchten wir gänzlich wertungsfrei einmal den Blick darauf lenken, welche Folgen Alkoholgenuss für den Versicherungsschutz hat. Aufgrund oben erwähnter Dummheiten möchten wir den Schwerpunkt hier gerne auf die Unfallversicherung legen.

Bewusstseinsstörung/Schuldunfähigkeit/Deliktunfähigkeit

Alkoholkonsum hat Einfluss auf das Bewusstsein. Ab einem gewissen Punkt kann von einer Bewusstseinsstörung ausgegangen werden. Man hat sich dann nicht mehr im Griff, hat Probleme in der Motorik (z. B. torkeln, statt gehen), Sinnesstörungen (z. B. sieht doppelt), verliert Hemmungen und tut Dinge, die im nüchternen Zustand undenkbar wären. Man ist eben nicht mehr Herr seiner selbst.

Daher kann zumindest bei einem Vollrausch auch eine Schuldunfähigkeit (§ 20 StGB) vermutet werden. Dies hat allerdings nur strafrechtliche Auswirkungen. Eine Deliktunfähigkeit (§ 827 BGB), die sich z. B. auf Schadenersatzansprüche auswirkt, begründet sie nicht (im Paragraphen wird nur auf krankhafte Störungen eingegangen). Daher bleiben die Privathaftpflicht wie auch die Kfz-Haftpflicht leistungspflichtig, wenn einem Dritten ein Schaden zugefügt wird. In der Kfz-Versicherung wird der Versicherer dann jedoch mit Regressansprüchen auf den alkoholisierten Fahrer zukommen, da die Bedingungen eine alkoholisierte Nutzung des Fahrzeugs verbieten. Hier begeht man also eine Obliegenheitsverletzung. In der Kfz-Kaskoversicherung wird man aus diesem Grund entsprechend der Schwere des Verstoßes quoteln und die Leistung kürzen.

Außer Rand und Band und ein wenig tollpatschig

Kommen wir zur Unfallversicherung. Grundsätzlich leistet eine Unfallversicherung nicht, wenn ein Unfall die Folge einer Bewusstseinsstörung war. In den Bedingungswerken werden als mögliche Ursache einer Bewusstseinsstörung der Konsum von Alkohol und anderen Drogen explizit aufgezählt.

Also keine Unfallleistung bei Alkoholgenuss?

Nein, keine Sorge! Im Zuge des „Aufrüstens“ der Unfalltarife bieten inzwischen nahezu alle Anbieter auch berauschten Versicherten einen gewissen Schutz – zumindest bis zu gewissen Promillegrenze. Gerade jetzt in der Festival- und Bierzeltsaison ist das eine gute Sache.

Einschränkungen nur als Kfz-Führer

Wir möchten Sie darüber informieren, dass wir Anbieter haben, die eine Promillegrenze ausschließlich beim Führen von Kraftfahrzeugen vorsehen. Das scheint uns doch sehr akzeptabel zu sein, da man selbst in feuchtfröhlichster Stimmung merkt, dass man nicht mehr fahren sollte.

Leben Sie also nicht „straight edge“, hätten wir einige Versicherer als vorsorgliche Wahl in unserem Sortiment.

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Nicht selten sind in den Mietwohnungen schon Einbauküchen oder Anbauküchen mit eingebaut. Doch was ist, wenn ich diese als Mieter beschädige? Wer muss für den Schaden aufkommen? Und worin liegt der Unterschied zwischen einer Einbauküche und einer Anbauküche? All diese Fragen werden im nachfolgenden Artikel geklärt.

Zu Beginn sollte erst einmal geklärt werden, was der Unterschied zwischen einer Einbauküche und einer Anbauküche ist.

Eine Küche wird als Einbauküche bezeichnet, wenn sie individuell/handwerklich/raumspezifisch von einem Schreiner – oder ähnlichen Handwerker – gefertigt wurde. Auch wichtig ist, dass der Ausbau oder eine Trennung nicht ohne hohen Wertverlust möglich ist! Diese ist im Rahmen einer Wohngebäudeversicherung mitversichert.

Eine gemietete Anbauküche hingegeben gehört nicht zur Gebäudeversicherung, sondern zur Hausratversicherung, da sie serienmäßig hergestellt wurde und i.d.R. ohne Wertminderung in einen anderen Raum eingebaut werden kann.

Wie kann ich gemietete Küchen versichern?
Die Einbauküche ist ein fester Gebäudebestandteil, weshalb sie zur Wohngebäudeversicherung des Vermieters gehört. Doch was ist, wenn ich – wie oben genannt – die Küche beschädige?
In diesem Fall kommt meine private Haftpflichtversicherung für den Schaden auf, sofern sogenannte Mietsachschäden mitversichert sind.

Die Anbauküche muss der Mieter hingegen selbst über seine eigene Hausratversicherung absichern. Hier würde bei Schäden die private Haftpflichtversicherung nicht leisten, da die Mietsachschäden nicht bei Beschädigungen von Hausratgegenständen greifen. Dies ist auch einer der Gründe, weshalb manche Vermieter neben der PHV auch eine Hausratversicherung vom Mieter verlangen.

Für weitere Informationen, Details zu Produkten und bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Keine andere Jahreszeit lädt mehr dazu ein, das komplette Freizeitgeschehen nach draußen zu verlegen wie der Sommer. Denken Sie an Grillabende mit Freunden im Garten, ausgelassene Biergartenbesuche, Baden im See, Spaziergänge am Flussufer bei romantischen Sonnenuntergang oder ausgedehnte Radtouren, bei denen Sie die Schönheit Ihrer Umgebung entdecken können. Die Liste ist endlos. Besonders sommerliche Fahrradausflüge sind bei allen Generationen beliebt. Von der Familie mit Kindern über dem sportlichen Mittzwanziger bis hin zu Senioren. Aus guten Gründen: Radfahren ist gesundheitsfördernd, umweltschonend, kostengünstig und macht Spaß! Genauso wie die Geschwindigkeit oder die Gegend wählt auch bei den Fahrrädern jeder nach eigenen Vorlieben aus. Die Familie wählt für ihre Tour Fahrräder mit Anhänger für Kind und Kegel. Die Sportskanone bevorzugt das schnittige Cross-Bike und Senioren steigen immer lieber auf Fährräder mit Hilfsmotor um. Besonders in den letzten Jahren schießen Fahrräder mit Zusatzmotor (nicht nur bei älteren Generationen) wie Pilze aus dem Boden und etablieren sich als feste Größe im Straßenbild. Der Terminus „E-Bike“ hat sich zwar seit dem Aufkommen dieses Trends bei den meisten Menschen durchgesetzt, doch E-Bike ist nicht gleich E-Bike. Grundsätzlich unterscheiden wir mehrere Arten:

  • Das PEDELEC ist rechtlich einem Fahrrad gleichgestellt. Für ein Pedelec besteht weder Kennzeichen-, noch Führerschein-, noch Haftpflicht. Es besitzt lediglich eine Trethilfe mit nicht mehr als 250 Watt. Diese wird nur dann aktiviert, wenn die Pedale betätigt werden, endet jedoch bei max. 25 km/h. Im Gegensatz zum
  • S-PEDELEC, dessen Trethilfe bei 45 km/h deaktiviert wird. S-Pedelecs gelten als Kleinkrafträder, benötigen eine Betriebserlaubnis und sind Kennzeichen-, Versicherungs- und Führerscheinpflichtig (Klasse M).
  • Das eigentliche E-BIKE besitzt einen tretunabhängigen Antrieb mit einer Leistung bis 500 Watt. Die Höchstgeschwindigkeit darf 45 km/h nicht überschreiten. Auch hier handelt es sich um ein versicherungs-, führerschein- und kennzeichenpflichtiges Kleinkraftrad.

Ein Punkt, den viele beim Kauf nicht bedenken, ist die Frage nach dem Versicherungsschutz. Um böse Überraschungen zu vermeiden, geben wir Ihnen hier einen kurzen Überblick:

Thema Versicherung

Beachtenswertes bevor es losgeht…

Pedelecs sind in der Regel nach den meisten neueren Bedingungswerken in der Privathaftpflichtversicherung mit abgedeckt, da Sie einem Fahrrad gleichgestellt werden. Bitte vergewissern Sie sich dennoch bei dem jeweiligen Versicherer, dass tatsächlich Versicherungsschutz besteht.

Für S-Pedelecs sowie E-Bikes besteht kein Schutz im Rahmen der privaten Haftpflichtversicherung. Sie benötigen ein Versicherungskennzeichen für Kleinkrafträder. Doch beachten Sie bitte auch hier: Nicht jeder Versicherer, der Schutz für klassische Kleinkrafträder wie Mokicks, Motorroller usw. gewährt, versichert auch S-Pedelecs oder E-Bikes.

Und wer ersetzt mir…?

Im Gegensatz zur Haftpflichtversicherung, die an Sie gerichtete Schadenersatzansprüche Dritter abwehrt, ist bei der Hausratversicherung der reine Sachwert versichert, d. h. das Rad ist in jedem Falle gegen

  • Feuer
  • Leitungswasser
  • Einbruchdiebstahl
  • Raub
  • Sturm und Hagel

abgedeckt. Bei dem Risiko „Diebstahl“ würde das bedeuten: Sollte das Rad aus einem geschlossenen Gebäude, z. B. aus dem Fahrradkeller oder der Garage entwendet werden, ist dies grundsätzlich abgesichert. Der Diebstahl außerhalb, z. B. am Fahrradständer in der Stadt, vor dem Bahnhof usw. ist nur dann abgedeckt, wenn der Vertrag um die Fahrraddiebstahlversicherung erweitert wurde und das Fahrrad in verkehrsüblicher Weise durch ein Schloss gesichert wurde. Bitte beachten Sie: Nicht in allen Fällen wird ein Rahmenschloss akzeptiert. Diese Fahrrad-Klausel lässt sich jedoch nahezu problemlos in jeden Hausratversicherungsvertrag miteinschließen.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, Fahrrad/Pedelec gegen die Gefahren, die die aktive Nutzung mit sich bringt, zu versichern. Als Beispiele wären hier neben Schäden durch Stürze oder Unfälle auch Schäden durch die Entladung des Akkus, welche – selbstverständlich ausschließlich bei Pedelecs auftreten können zu nennen. Dies ist ein wichtiger Punkt, der unbedingt berücksichtigt werden sollte, denn die Selbstentladung ist ein Merkmal jeder Batterie und jedes Akkumulators. Nutzt man den Akku über einen längeren Zeitraum nicht (bspw. im Winter), kann durch die Selbstentladung der Akku tiefentladen werden. Dies führt ja nach Art des Akkus von Schädigungen bis hin zur kompletten Zerstörung und kann teuer werden.

Wie bereits erwähnt, sind S-Pedelecs und E-Bikes versicherungspflichtig. Neben der Haftpflicht bieten die meisten Versicherer auch die Möglichkeit, eine Teil- oder Vollkaskoversicherung mit abzuschließen.

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