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Die Hausratversicherung ist keine Pflichtversicherung. Dennoch gehört sie hierzulande zu den beliebtesten Versicherungen. In Deutschland besitzen über 50 Millionen Personen eine Hausratversicherung im Haushalt. Der durchschnittliche Deutsche hat eine 91 Quadratmeter große Wohnung und einen durchschnittlichen Versicherungswert für Hausrat von 55.000 EUR. Vergleichbar mit dem potenziellen Risiko fällt die Versicherungsprämie relativ günstig aus.

Wir möchten Ihnen nachstehend 12 Gründe nennen, weshalb Sie eine Hausratversicherung benötigen.

1. Im letzten Jahr gab es ca. 150.000 versicherte Wohnungseinbrüche!

Etwa alle 3 Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Die Schadenhöhe aller versicherten Wohnungseinbrüche belief sich insgesamt auf 480 Millionen EUR, was einem durchschnittlichen Schaden von 3.300 EUR entspricht. In den vergangenen fünf Jahren hat die Anzahl der Schäden um 25% zugenommen.

2. Im letzten Jahr gab es 330.000 versicherte Brandschäden!

Beispiel: Durch einen technischen Defekt an der Spülmaschine gerät die Küche in Brand. Der durchschnittliche Brandschaden belief sich hierbei auf 1.150 EUR.

3. Im letzten Jahr gab es 190.000 versicherte Leitungswasserschäden!

Beispiel: Durch einen Rohrbruch entsteht ein Nässeschaden an Wohnzimmermöbeln sowie am Parkett ­ der durchschnittliche Leitungswasserschadensfall belief sich hierbei auf 1.250 EUR

4. Im letzten Jahr gab es 100.000 versicherte Sturmschäden!

Beispiel: Durch einen Sturm wird die Dacheindeckung insoweit beschädigt, dass nun Regenwasser in die versicherte Wohnung eindringt ­ der durchschnittliche Sturmschaden belief sich auf 546 EUR.

5. Maßgeschneiderter Versicherungsschutz!

Es gibt unzählige Einschlüsse, die zusätzlich zu den o. g. Grundgefahren abgeschlossen werden können. Dies ermöglicht es auf Ihre Bedürfnisse einzugehen und somit einen maßgeschneiderten Versicherungsschutz zu stricken. Die häufigsten Einschlussmöglichkeiten:

Fahrraddiebstahl
Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mehr als 300.000 Fahrraddiebstähle bei der Polizei gemeldet. Die Schadenhöhe belief sich hierbei auf über 130 Millionen EUR. Innerhalb von Gebäuden sind Fahrräder im Rahmen der Gefahr Einbruchdiebstahl mitversichert. Durch den zusätzlichen Einschluss des Bausteins „Fahrraddiebstahl“ sind Fahrräder auch draußen gegen einfachen Diebstahl mitversichert.

Elementarschadendeckung
Egal ob Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung/Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen oder Vulkanausbruch ­ all diese Naturgefahren sind im Rahmen einer Elementarschadendeckung mitversichert. Im letzten Jahr gab es 30.000 versicherte Schadensfälle ­ der durchschnittliche Schaden belief sich hierbei auf 3.035 EUR.

Glasbruchversicherung (Mobiliar)
Ersetzt werden Schäden an Mobiliarverglasung die durch Bruch zerstört oder beschädigt werden. Es gab 40.000 versicherte Schadensfälle mit einer durchschnittlichen Schadenhöhe von 361 EUR.

Überspannungsschäden durch Blitz
Im letzten Jahr gab es über 400 000 versicherte Blitzüberspannungsschäden in Deutschland. Insgesamt belief sich die Schadenhöhe auf 330 Millionen EUR ­ dies entspricht einem durchschnittlichen Schadensfall von 825 EUR.

6. Weltweiter Versicherungsschutz

Im Rahmen der Außenversicherung besteht weltweit vorübergehend Versicherungsschutz. Beispielsweise für Hausratgegenstände die man während einer Reise mitnimmt. In den meisten Fällen ist die Außenversicherung auf 3 Monate begrenzt.

7. Beruflicher Hausrat

Auch Arbeitsgeräte und Einrichtungsgegenstände, wie z.B. ein Laptop, die dem Beruf oder dem Gewerbe dienen sind mitversichert. Je nach Tarif gilt es Entschädigungsgrenzen zu beachten.

8. Unterbringungskosten im Schadensfall

Sollte in Folge eines versicherten Schadensfalls (bspw. nach einem Brandschaden) die versicherte Wohnung unbewohnbar sein, übernimmt der Versicherer bis zu einer bestimmten Höhe (unterschiedlich je nach Tarif) die Unterbringungskosten z.B. in einem Hotel.

9. Versicherungsschutz selbst bei grober Fahrlässigkeit

In den meisten Hausratpolicen ist heutzutage die grobe Fahrlässigkeit mitversichert. Wenn man z. B. einen Schaden grob fahrlässig verursacht, verzichtet der Versicherer auf sein Recht die Entschädigungsleistung zu kürzen. Klassische Schadensbeispiele sind, der vergessene Adventskranz oder auch die überlaufende Badewanne.

10. Transport und Lagerung im Schadensfall

Der Versicherer übernimmt die infolge eines Versicherungsfalles (bspw. nach einem Brandschaden) notwendigen Kosten für Transport und Lagerung des versicherten Hausrats, wenn die Wohnung unbenutzbar wurde.

11 . Hausratversicherung ist eine Neuwertversicherung

Das bedeutet, dass Sie im Schadensfall die Summe erhalten, welche Sie benötigen um die zerstörte Sache heute zu kaufen. Ein Beispiel: beim Nachbarn über Ihnen, platzt der Schlauch der Waschmaschine, das Wasser dringt in Ihre Wohnung und sorgt für Schäden an Ihrem Hausrat. Hierfür würde zwar die Haftpflichtversicherung Ihres Nachbarn eintreten, jedoch ersetzt die Haftpflichtversicherung lediglich den Zeitwert Ihrer beschädigten Sachen. D. h. Sie bekämen für Ihren evtl. beschädigten Teppich nur einen Bruchteil davon ersetzt, was er ursprünglich mal gekostet hat. Ihre Hausratversicherung hingegen zahlt Ihnen den Neuwert bzw. Wiederbeschaffungswert Ihres Teppichs. Also die Kosten, die Sie aufwenden müssen um einen neuen Teppich zu kaufen.

12. Ein Gefühl von Sicherheit

Jeder der eine Versicherung abschließt, hofft, dass er nie in die Lage kommt, diesen Anspruch nehmen zu müssen. Denn ein Schadensfall ist in der Regel immer etwas Unangenehmes und Unerwünschtes. Dennoch bringt die Hausratversicherung ein Stück Sicherheit. Auch wenn kein Schadensfall eintritt, weiß man, dass zumindest der finanzielle Ausgleich übernommen werden würde.

Für weitere Informationen, Details zu Produkten und bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

,,Der tut nichts, der will nur spielen!“ – diese Aussage von Hundebesitzern hat wohl jeder schon einmal gehört. Doch was ist, wenn einen der Hund dennoch beißt?

Gemäß § 833 BGB ist der Tierhalter zum Schadensersatz (Ausnahmen für Nutztiere beachten) verpflichtet. Wie im Rahmen der gesetzlichen Haftung nach § 823 BGB ist die Haftpflicht für Schäden aus der Haltung von Haustieren in der Höhe nicht begrenzt. Werden Personen geschädigt und neben Schmerzensgeld auch ein Verdienstausfall oder Renten geltend gemacht, kann es unterm Strich für das Vermögen und die finanzielle Situation der Familie teuer werden.

Wir möchten Ihnen nachstehend 12 gute Gründe nennen warum Sie eine Tierhalterhaftpflichtversicherung benötigen.

1. Versicherungspflicht für Hundehalter
Je nachdem in welchem Bundesland man wohnt, besteht eventuell eine Versicherungspflicht für Hunde. In anderen müssen nur sogenannte Kampfhunde versichert werden. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern gibt es noch keine  Versicherungspflicht. In der Privathaftpflichtversicherung sind Hunde jedoch  nicht mitversichert. Lediglich Kleintiere (z. B. Katzen) sind darüber abgesichert. Hier muss also eine eigene Tierhalterhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

2. Gefährdungshaftung
Bei der in § 833 BGB beschriebenen Haftung handelt es sich um eine reine Gefährdungshaftung. Das heißt im konkreten Fall, dass der Hundehalter unabhängig von seinem Verschulden für alle von seinem Hund, beziehungsweise auch von ihm mit, verursachten Schäden haftet. Dies ist vom Gesetzgeber bewusst so gewollt, da dieser die Meinung vertritt, dass das Verhalten der Tiere unberechenbar ist und die Tierhaltung immer mit einer Gefahr für Leben, Gesundheit und  Eigentum Dritter verbunden ist. Ein Hund stellt nach dem Gesetz also eine unberechenbare Gefahrenquelle dar. Man spricht auch davon, dass ein Hund kein „von Vernunft gesteuertes Geschöpf“ ist. Auch wenn der Hund in Abwesenheit des Tierhalters einen Schaden verursacht, muss der Halter haften. Denn der Halter hat hier ebenso die Pflicht, sich zuvor so um die Überwachung des Hundes zu kümmern, dass dieser keine Möglichkeit hat einen Schaden zu verursachen.

3. Tierhüter
Öfters kommt es vor, dass der Tierhalter sein Tier für einen kürzeren oder längeren Zeitraum in die Obhut von anderen Personen geben muss. In vielen Tierhalterhaftpflichtversicherungen sind auch die Schäden abgesichert, die entstehen,  während sich das Tier in Obhut Dritter befindet. Unterscheiden sollte man hier jedoch zwischen den Personen, die die Obhut vertraglich mit dem Tierhalter vereinbaren (z. B. Hundepensionen) und den Personen, die das Tier aus reiner  Gefälligkeit in Obhut nehmen. In der Regel sind letztere Personen kaum haftbar zu machen. Bei den Personen, mit denen die Obhut vertraglich vereinbart wurde, könnte der § 834 BGB greifen und sie so zur Haftung herangezogen werden. Daher sind auch in den meisten THV-Tarifen die Schäden für gewerbsmäßig tätige Tierhüter ausgeschlossen. Lediglich bei einigen Versicherern sind diese Schäden teilweise mitversichert. Wichtig ist hier auch, dass  Schäden an den Tierhütern, Reittiernutzern oder Reitbeteiligten durch das Tier mitversichert sind (Ansprüche gegen einen selbst). Ausgeschlossen bleiben hier jedoch Schäden gegenüber Familienangehörigen.

4. Führen ohne Leine oder Maulkorb
Je nach Gemeinde kann für das Führen von Hunden auch eine Leinenpflicht bestehen. Dies sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrer Gemeindeverwaltung individuell klären. Ob Hunde auch in Wald und Flur (Feldwege, Feldmark)  angeleint  werden müssen ist vom jeweiligen Bundesland abhängig. In Bayern zum Beispiel besteht keine Leinenpflicht. Die meisten THV-Versicherer verzichten in ihren Bedingungen auf einen Leinen- oder Maulkorbzwang und leisten auch  dann, wenn der Hund nicht angeleint war.

5. Mietsachschäden
Der Hund Ihres Kunden beschädigt durch seine Krallen den in seiner Mietwohnung verlegten hochwertigen Parkettboden. Über die Tierhalterhaftpflicht sind in den meisten Tarifen (außer Basis oder Standard) auch die sogenannten  Mietsachschäden an gemieteten Immobilien mitversichert. Die richtig guten Tarife bieten auch Versicherungsschutz für Schäden an gemieteten beweglichen Sachen. Dies sind z. B. bewegliche Einrichtungsgegenstände in Ferienunterkünften  oder auch gemietete Pferdetransportanhänger. Beachten sollten Sie bei den Mietsachschäden etwaige Sublimits oder Selbstbeteiligungen in den Tarifen.

6. Flurschäden
Flurschäden sind alle Schäden an landwirtschaftlich- oder gartenbaulich genutztem Grund. Egal ob es sich um Bissschäden an Bäumen, zertrampelte Beete oder durch Hufspuren zerstörte Felder handelt. Wie auch bei Hunden haftet jeder  Pferdebesitzer nach § 833 BGB für die von seinem Tier ausgehende spezifische Tiergefahr, d. h. wenn der Schaden gerade durch das in der Natur des Tieres liegende unberechenbare Verhalten entsteht. Dazu gehören das Ausbrechen aus der  Weide, Durchgehen, Scheuen, Losreißen etc. Nicht unter diese Vorschrift fällt der Fall, dass das Pferd seinem Reiter gehorcht, dieser aber bewusst z. B. über ein frisch eingesätes Feld reitet und dadurch Schäden verursacht oder diese in Kauf  nimmt. Das erspart diesem aber natürlich nicht die Haftung. Hier wäre dann die Haftung aufgrund § 823 BGB gegeben und das Ganze somit ein Fall für die Privathaftpflicht des Reiters. Aber auch Hunde können einen Flurschaden  verursachen. Die Schadensumme wird hier in der Regel zwar nicht so hoch ausfallen wie bei einem durch ein Pferd verursachten Flurschaden, jedoch sollte man dies nicht außer Acht lassen. Die meisten THV-Tarife bieten auch hier  ausreichend Schutz. Beachten sollte man hier aber, dass manche Tarife die Flurschäden nur für Pferde abgedeckt haben.

7. Weltweite Deckung
Grundsätzlich bieten die meisten Versicherer einen durchaus belastbaren Schutz, wenn es um den Urlaub mit dem Tier im Ausland geht – auch wenn der Zeitraum, über den die Gesellschaften ihren Schutz erstrecken, durchaus Unterschiede  erkennen lässt. Gerade für das Reisen und die Ferien im außereuropäischen Ausland lohnt sich genaues Hinsehen. Denn die einzelnen Gesellschaften differenzieren in der Regel zwischen der EU und Nicht-EU-Ländern. Für die Letzteren gilt  normalerweise ein verkürzter Versicherungsschutz zwischen 12 Monaten und bis zu drei Jahren. Wichtig: Für einige Regionen wird nicht nur der Geltungszeitraum seitens der Unternehmen eingeschränkt, sie setzen auch im Bereich der  Deckungssummen den Rotstift an. Im Schadensfall steigt aus Sicht der Versicherungsnehmer damit das Risiko, für einen Leistungsfall doch noch herangezogen zu werden.

8. Deckschäden
Bei den Deckschäden muss man im Wesentlichen zwischen gewolltem und ungewolltem Deckakt unterscheiden. Beim ungewollten Deckakt wird z. 8. eine läufige Hündin gegen den Willen oder ohne Zustimmung ihres Besitzers vom Rüden  Ihres Kunden gedeckt. Die Tierhalterhaftpflicht trägt hier die Kosten für die Aufzucht von Welpen oder auch die Kosten für die Abtreibung. Aber auch ein Zuchtausfall kann ein Deckschaden sein. Wenn hier der Rüde eine  Rassehündin eines Züchters deckt und diese nun nicht mehr für die vorgesehene Zucht verwendet werden kann, kann der Züchter seinen Verdienstausfall gelten machen. Beim gewollten Deckakt könnte der Rüde die Hündin schädigen. Die Tarife der Versicherer unterscheiden sich hier sowohl beim Thema gewollt, ungewollt und auch zwischen Hunden und Pferden.

9. Kampfhunde
Gerade im Bereich der Hundehalterhaftpflicht spielt die Rasse eine große Rolle für die Versicherbarkeit des Tieres. Viele Versicherer bieten für Kampfhunde keinen Versicherungsschutz oder nur gegen einen Mehrbeitrag. Desweiteren unterscheiden sich die Versicherer auch noch in der Definition von Kampfhunden. Hier hat jeder Versicherer seine eigene Negativliste von Hunderassen. Diese sollte man also vor Beantragung unbedingt prüfen.  Lediglich einige verzichten auf eine solche Negativliste oder auf einen Zuschlag bei Kampfhunden.

10. Welpen/Fohlen
Bekommt die Hündin/Stute Welpen/Fohlen so sind diese in der Regel erst mal im Rahmender Vorsorgeversicherung beitragsfrei in der Tierhalterhaftpflicht mitversichert. Beachten sollte man hier sowohl unterschiedliche zeitliche Begrenzungen der einzelnen Tarife als auch eventuelle Unterschiede zwischen Welpen und Fohlen.

11 . Reitbeteiligung
Da die Haltung eines Pferdes ein relativ kostenintensives Hobby ist, gehen viele Pferdebesitzer mit anderen eine sogenannte Reitbeteiligung ein. Dadurch können Kosten geteilt oder für den Halter zumindest gesenkt werden. Hier muss man  unbedingt beachten, dass die Reitbeteiligung in diesem Fall als Mithalter angesehen wird und somit nach § 833 BGB ebenfalls zur Haftung herangezogen werden kann. Gibt es eine unentgeltliche Reitbeteiligung ist in der Regel eine reine  Gefälligkeit anzunehmen, die die Rechtsstellung und alleinige Haftung des Pferdebesitzers unberührt lässt. Wie Sie sicherlich bemerkt haben, gibt es neben den recht eindeutig als Reitbeteiligung oder Gefälligkeit zu wertenden Vereinbarungen auch „Grenzfälle“. Ist z. B. die gelegentliche Übernahme des Mistens oder Fütterns im Rahmen einer unentgeltlichen Reitbeteiligung nun von solchem Ausmaß, dass man als Mithalter anzusehen ist? Man sollte hier auf jeden  Fall das Risiko minimieren und eine schriftliche Vereinbarung treffen, die neben den Rechten und Pflichten aus der Reitbeteiligung auch das Haftungsverhältnis aller Beteiligten sowohl bei Schädigungen Dritter, als auch derjenigen  des Pferdes und der Reitbeteiligung selbst untereinander klar regelt. Die Tarife der Versicherer unterscheiden sich auch hier deutlich. In einigen ist lediglich das sogenannte Fremdreiterrisiko abgesichert, bei anderen die Reitbeteiligung nur  nach Namensnennung und wiederum bei anderen die Reitbeteiligung generell mitversichert. Um auf Nummer sicher zu gehen sollte man aber immer getroffene Reitbeteiligungen unverzüglich an den Versicherer melden.

12. Kutsch- und  Schlittenfahrten
Auch sogenannte Kutsch- und Schlittenfahrten sind in den meisten Tierhalterhaftpflichtversicherungen mitversichert. Unterschiede gibt es hier bei den Kutschfahrten, ob auch Personen befördert werden und ob es sich um reine  Privatfahrten handelt oder nicht. Die reinen privaten Fahrten sind in der Regel immer mitversichert. Werden auch Personen befördert, wird die Auswahl schon geringer. Alle Arten von Kutschfahrten decken nur noch wenige Tarife ab.  Ähnlich verhält es sich bei Schlittenfahrten.

Für alle Ihre Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Während bei nahezu jeder anderen Versicherungsform eine Abwägung von deren Notwendigkeit erfolgen sollte, ist die Privathaftpflicht ein absolutes „Muss“. Beim Abschluss der Versicherung stellt sichkaumdie Frage nach dem „ob“, sondern höchstens die Frage nach dem „wo“. „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentumoder ein sonstiges Recht eines anderenwiderrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatzdes daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“ (§ 823 BGB). Nach geltendem Recht wird die Haftung mit dem kompletten Vermögen übernommen, und so kannes durchaus passieren, dass mandurch eineeinzige Ungeschicklichkeit seine kompletten Finanzen ruiniert. Dennoch hat jeder dritte deutsche Haushalt keine private Haftpflichtversicherung.

Wir möchten Ihnen nachstehend 12 gute Gründe nennen, warum Sie eine Privathaftpflichtversicherung benötigen.

1. Schon eine kleine Unachtsamkeit kann für einen großen Schaden sorgen

Ein Radfahrer fährtauseiner Gartenkolonie heraus auf einen Rad-/Gehweg und kollidiertdort mit einem entgegenkommenden Radfahrer. Dieser schlägt mit dem Kopf auf dem Asphalt auf. Der Radfahrer bleibt nach einer Schädelfraktur querschnittsgelähmt. Da er sich als Azubi auf demWeg zur Arbeit befand, fordertdie Berufsgenossenschaft Regress für den Wegeunfall u. a. für die monatlichen Pflegekosten.

2. Weltweite Deckung

Grundsätzlich bieten die meisten Versicherer einen durchaus belastbaren Schutz, wenn es um den Urlaub im Ausland geht –auch wenn der Zeitraum, über den die Gesellschaften ihren Schutz erstrecken, durchaus Unterschiede erkennen lässt. Gerade für das Reisen und die Ferien im außereuropäischen Ausland lohnt sich genaues Hinsehen. Denn die einzelnen Gesellschaften differenzieren in der Regel zwischen der EU und Nicht-EU-Ländern. Für die Letzteren gilt normalerweise ein verkürzter Versicherungsschutz zwischen 12 Monaten und bis zu drei Jahren.

Wichtig: Für einige Regionen wird nicht nur der Geltungszeitraum seitens der Unternehmen eingeschränkt, sie setzen auch im Bereich der Deckungssummen den Rotstift an. Im Schadensfall steigt aus Sicht der Versicherungsnehmer damit das Risiko, für einen Leistungsfall doch noch herangezogen zu werden.

3. Abwehr unberechtigter Schadenersatzansprücheinklusive passivem Rechtsschutz

Versucht ein Geschädigter nach einem Unfall, den der Versicherungsnehmer als unachtsamer Fußgänger verursacht hat, hohe Schadenersatzsummen durchzusetzen, ist Ärger meistens vorprogrammiert. Und sehr häufig kommen hier schnell Juristen mit ins Spiel. Für private Haushalte eine finanzielle und seelische Belastung. Und eine Lücke, welche mitunter selbst eine Rechtsschutzversicherung nicht schließen könnte, da Verfahren wegen Schadenersatzansprüchen nicht grundsätzlich zu deren Grundschutzleistungen gehören. Dass Versicherungsnehmer dem Ganzen dennoch mit einer gewissen Entspannung entgegensehen können, liegt an den Leistungsbestimmungen zur Privathaftpflicht. Die Versi-cherer prüfen nicht nur die Haftpflichtfrage sie wehren unberechtigte Ansprüche auch ab. Dass die Gesellschaften dabei auch vor Gericht ziehen, lässt sich anhand der Versicherungsbedingungen ermessen. Meist taucht hier eine Klausel bezüglich der Vollmachten auf, welche die Versicherer für den Ernstfall in Anspruch nehmen. Und darin enthalten istdie Bevollmächtigung zur Prozessführung. Wer den nach dem Prüfen der Haftpflichtfrage die Schadenersatzansprüche anerkannt, haben die Geschädigten keinen Grund zur Klage. In vielen Fällen ist es ein als unberechtigt eingestufter Anspruch, der zum juristischen Streitfall wird. Und da die Gesellschaften sich in diesem Fall vor den Versicherungsnehmer stellen, erfüllen sie hier eine Rechtsschutzfunktion.

4. Schutz für die ganze Familie

In der Privathaftpflichtversicherung können mehrere Personen mitversichert werden. Je nach Tarif und Versicherer können z. B. auch alle mit dem Versicherungsnehmer in häuslicher Gemeinschaft lebenden Personen mitversichert werden. Kinder können teilweise noch mitversichert werden, wenn Sie gar nicht mehr bei den Eltern wohnen. Alleinstehende können durch einen Single Tarif einen günstigeren Beitrag erhalten.

5. Forderungsausfalldeckung

Werden Sie von einem Dritten geschädigt, der selbst nicht im Besitz einer privaten Haftpflichtversicherung und aufgrund seiner finanziellen Situation zahlungsunfähig ist (dies muss allerdings aus einem rechtskräftig vollstreckbaren Urteil hervorgehen), wird er es in der Regel schwer haben, seine Schadenersatzforderungen durchzusetzen und entsprechend entschädigt zu werden. Hier greift dann die Forderungsausfalldeckung seiner eigenen Privathaftpflichtversicherung. Der Versicherer zahlt den Schaden als hätte der Schädiger eine Versicherung und Sie übertragen den erworbenen Titel auf den Versicherer. In guten Tarifen ist auch eine Rechtsschutzversicherung für das Erwirken eines Titels mitversichert.

6. Gebrauch von versicherungspflichtigen Luftfahrzeugen

Mittlerweile besitzt fast jeder Haushalt ein ferngesteuertes Luftfahrzeug. Jedoch wissen die wenigsten, dass diese kleinen „Spielzeuge“ der Versicherungspflicht unterliegen. In einigen Privathaftpflichttarifen ist dies mitversichert. Hier sollten Sie sich die Versicherungsbedingungen etwas genauer anschauen. Denn oft gibt es Begrenzungen des Gewichts oder gar der Antriebsart, obder Gebrauch von versicherungspflichtigen Luftfahrzeugen mitversichert ist oder eben nicht. In einigen unserer Deckungskonzepten sind versicherungspflichtige Luftfahrzeuge momentan leider nicht versichert.

7. Gefälligkeitshandlungen

Verwandte oder Freunde ziehen um oder brauchen beim Hausbau Hilfe. In beiden Fällen wird man die Unterstützung kaum verwehren. Allerdings kann eine solche „Gefälligkeit“ durchaus teuer werden. Lässt man beim Tragen der Umzugskisten doch meist gerade jene zu Boden fallen, in denen teure Erbstücke oder Elektrogeräte ihren Platz gefunden haben. Wie werden diese Gefälligkeitsschäden in der Praxis aber behandelt. Prinzipiell wäre es folgt man den Vorgaben, die das Bürgerliche Gesetzbuch macht so, dass der Verursacher des Schadens auch für dessen Folgen einstehen muss. § 823 BGB spricht in diesem Zusammenhang eine eindeutige Sprache. Aber: Der Schaden, welcher aus einer Gefälligkeit heraus entsteht, genießt eine besondere Position auch im juristischen Kontext. Denn mit dem Dienst aus Gefälligkeit geht -wenn auch stillschweigend- eine Haftungsbeschränkung zwischen den einzelnen Beteiligten einher. Damit besteht –zumindest aus juristischer Sicht – auch keine Haftpflicht bei einem eventuell entstehenden Schaden. Viele Versicherer gewähren jedoch auch bei Gefälligkeitsschäden Versicherungsschutz, jedoch ist die Versicherungssumme oft begrenzt oder gar mit einer Selbstbeteiligung versehen. Ein genauer Blick in die jeweiligen Versicherungsbedingungen macht hier auf jeden Fall Sinn.

8. Ehrenamt

Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen. Abseits des positiven Charakters, den das Ehrenamt genießt, stehen Betroffene vor der Frage, was passieren kann, wenn zum Beispiel beim Transport von Sachspenden oder im Rahmen einer Feuerwehrübung Sach-oder vielleicht sogar Personenschäden entstehen? Haben Vereine nicht in entsprechender Weise für ihre Mitglieder, die Ämter ausfüllen, vorgesorgt, stehen diese den Ansprüchen aus einem Schadensereignis allein gegenüber. Eine Tatsache, die oft vergessen wird sich im Alltag möglicherweise aber zu einem echten Risiko entwickelt. Viele Versicherer leisten in der Privathaftpflicht auch für die Gefahren eines Dienstes oder Amtes.

9. Schäden durch deliktunfähige Personen

Kinder sind vor dem Hintergrund von § 828 BGB bis zum vollendeten 7. Lebensjahr deliktunfähig. Eine Tatsache, die dramatische Auswirkungen haben kann. Muss zum Beispiel ein Pkw wegen eines fünfjährigen Kindes bremsen und löst einen Auffahrunfall aus, kann das Kind beziehungsweise die Haftpflichtversicherung der Eltern nicht für den Schaden in die Pflicht genommen werden. Bekanntlich regulieren die Versicherer nur dann einen Versicherungsfall, wenn dieser auf gesetzlichen Haftpflichtbestimmungen beruht. Greift aber § 828 BGB, fällt diese aus. Entweder muss der Geschädigte den Schaden selbst tragen oder strengt ein Verfahren an, um eine Aufsichtspflichtverletzung nachzuweisen. Allein aus dieser Tatsache heraus ließe sich für Kinder unter acht Jahren (bzw. für Kinder unter 11 Jahren im Straßenverkehr) eine wirksame Schadenersatzpflicht der Eltern/Aufsichtspflichtigen begründen. Mittlerweile sind in vielen Privathaftpflichttarifen nicht nur deliktunfähige Kinder sondern alle deliktunfähigen Personen (z. B. Demenzkranke) mitversichert. Auch hier haben die Versicherer verschiedene Sublimits oder auch Selbstbeteiligungen die beachtet werden sollten.

10. Mietsachschäden

Das Gros der Deutschen wohnt nicht im Eigenheim, sondern in Mietwohnungen. Eine Tatsache, die auch vor dem Hintergrund der privaten Haftpflichtversicherung Fragen aufwirft. Wer zahlt, wenn der Mieter beim Einzug die Wohnungstür beschädigt? Oder was passiert, wenn durch eine kleine Unaufmerksamkeit das Glas der teuren Duschkabine zerbricht? Zwei mögliche Schadensbeispiele, die sich beliebig erweitern ließen. Denn eine Mietwohnung ist keineswegs so leer, wie man vielleicht im ersten Moment denkt. Parkett, Badewanne, Heizung, teure Spiegel und Fliesen –Schäden, die Mieter verursachen, können letztlich für beide Seiten teuer werden. Ein Austausch gerissener Fliesen ist meist teuer genauso wie die kaputte Badewanne. Und auch Schäden an der Einbauküche sollte man nicht unbedingt auf die leichte Schulter nehmen. Hat man als Mieter den Schaden verursacht ob nun vorsätzlich oder fahrlässig ist man grundsätzlich schadenersatzpflichtig. Die Absicherung von Mietsachschäden ist in fast allen Tarifen enthalten. Oft sind auch Mietsachschäden an mobilen Einrichtungsgegenständen im Hotel oder einer Ferienwohnung in den Versicherungsschutz eingeschlossen.

11. Schlüsselverlust

Bei Abhandenkommen, Verlust oder Diebstahl von Schlüsseln für Wohnanlagen oder auch für die Firma, können sehr hohe Kosten entstehen. Dies schon allein deswegen, weil häufig komplette Schließanlagen im Zuge dessen ausgewechselt werden müssen. Zu den sogenannten Schlüsselschäden, diedurch die private Haftpflichtversicherung abgedeck tsind, zählen im Normalfall auch Code-Cards sowie Generalschlüssel. Die rechtmäßige Aufbewahrung dieser ist grundlegende Bedingung für den Versicherungsschutz. Desweiteren sollte beachtet werden, dass gerade beim beruflichen Schlüsselverlust der Arbeitnehmer nicht immer vom Arbeitgeber haftbar gemacht werden kann. Dann greift hier die Abwehr unberechtigter Schadenersatzansprüche.

12. Elektronischer Datenaustausch/Internetnutzung

Die Internetnutzung und der Austausch elektronischer Daten gehört heute zum Alltag. Die Privathaftpflichtversicherung leistet auch, wenn man z. B. schadhafte E-Mails versendet oder wenn man durch einen externen Datenträger andere Netzwerke und Rechner infiziert und lahmlegt.

Eine Gesamtübersicht über unsere möglichen Absicherungen finden Sie im Bereich der Haftpflichtversicherung auf unserer Homepage.

Für alle Ihre Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Die Rechtsschutzversicherung ist noch immer ei­ne der vernachlässigten „Massensparten“. Die Nähe des Produkts zu Gesetzen und Recht­sprechung macht es einem Vermittler grundsätz­lich nicht einfach, zweifelsfrei sagen zu können, was versichert ist und was nicht – ­ nicht umsonst beschäftigen Rechtsschutzversicherer Juristen als Sachbearbeiter.

Auch  auf  Kundenseite  herrscht  ein  hohes  Maß an Unsicherheit.  Viele  Kunden  fühlen  sich  zuneh­mend  überfordert  mit  dem  Tempo,  in  dem  sich die  Gesellschaft  verändert.  Ständig  sieht  er sich mit  neuen  Regeln  und  Gesetzen  konfrontiert.  Im Gegenzug  werden  alte  in  der  Rechtsprechung  neu  interpretiert.  Vertragsinhalte  werden  immer  komple­xer  und  insgesamt  hat ein  Großteil  der  Bevölkerung  regelmäßig  das  unbestimmte  Gefühl  rechtlich übervorteilt  worden  zu  sein.  Eine  Rechtsschutzversicherung  als  Rechtsdienstleister  könnte  da die  richti­ge  Lösung  sein.  Aber  eine  neue  zusätzliche  Versicherung?  ,,Brauch  ich  nicht!“

Wir  möchten  Ihnen  gerne  ein  Dutzend  Gründe  liefern,  weshalb Sie sehr  wohl  eine  Rechtsschutz­versicherung  brauchen.

1  .  Die  Kosten  je  Rechtsschutzfall  sind  nach  der  Einführung  des  Rechtsanwaltsvergütungsge­ setzes  (Stand  2004)  um  mehr  als  20%  gestiegen

Beispiel:  Ein  Arbeitsrechtstreit  bezüglich  einer  ungerechtfertigten  Kündigung  mit  einem  Streitwert  von 10.500,00  €  kostete  vor  der  Einführung  des  RVG  2.660,25  €.  Nach  dem  01.08.2013 – also  nach  der Anpassung  der  Gebührensätze – kostet  derselbe  Rechtsstreit  3.048,45  €.  Dies  entspricht  einer Kostensteigerung  von  14,6  %.

2. Die Haftpflicht-­Versicherung schützt den Schädiger und den Täter – ­ Rechtsschutz hilft den Geschädigten und den Opfern!

Die Aufgabe der Haftpflichtversicherung ist ­ neben dem Begleichen von Haftpflichtansprüchen ­ die Abwehr unberechtigter Ansprüche gegen die versicherte Person. Somit haben Schädiger über ihre Haftpflichtversicherung passiven Rechtsschutz. Aber wer vertritt die Interessen des Geschädigten? Für die Durchsetzung eigener Haftpflichtansprüche gegen einen Dritten ist eine Rechtsschutzversicherung erforderlich.

3. Jährlich gehen über 2 Mio. Zivilklagen bei Gericht ein.

Zivilklagen können Rechtsstreitigkeiten von Privatpersonen (natürliche Personen und / oder juristische Personen) untereinander sein. z.B. Streitigkeiten aus Miete, Kauf, Werkvertrag, Schadenersatzklagen und Erbstreitigkeiten. Dies sind auch die häufigsten Deckungsfälle bei den Rechtsschutzversicherern.

4. Jährlich gibt es ca. 2,3 Mio. Verkehrsunfälle

Und ca. 40% davon werden vor Gericht verhandelt. Sei es, weil die Schadenhöhe strittig ist oder gar die Schadenfrage. Oftmals sind auch ausländische Verkehrsteilnehmer in einen Unfall involviert, was das Einschalten eines Anwaltes in den meisten Fällen unumgänglich macht. Und nicht nur die Thematik eines Unfalles ist im Verkehrs-­Bereich erheblich. Möchte man sich z.B. gegen den Entzug des Führerscheins wehren, der einem aufgrund von wiederholter Geschwindigkeits­überschreitung droht, hat man nur mit einem teuren Rechtsanwalt eine Chance.

5. Jährlich nehmen die Rechtsstreitigkeiten aus Versicherungsverträgen zu.

Schadenbeispiel: Frau Müller (VN) wird durch Krankheit berufsunfähig. Ihr behandelnder Arzt beschenigt Ihr auch, dass Sie im bisherigen Beruf dauerhaft nicht mehr wie gewohnt arbeiten können wird. Aufgrund der medizinischen Unterlagen kommt der BU-­Versicherer zu einem ganz anderen Ergebnis und verweigert die Leistung. Da es um medizinische Sachverhalte geht, kann der Kundin von ihrem Versicherungsmakler nur schwerlich geholfen werden. Das Einschalten eines Anwalts wird nötig.

6. Jährlich gehen über 500.000 Klagen vor deutschen Arbeitsgerichten ein.

6 Stunden unseres Tages verbringen wir im Schnitt in der Arbeit, das sind ca. 40% der Zeit, die wir an einem Tag wach sind. Hier kann viel passieren, was vor einem Arbeitsgericht verhandelt wird, z.B. Mobbing, Änderungskündigung, Kündigung oder Probleme mit der Gehaltszahlung. Die Kosten hierfür trägt jede Partei in der 1. Instanz selbst (siehe Punkt 7 .), sofern dies nicht über eine Gewerkschaft auf­ gefangen wird.

7. Bei einer arbeitsrechtlichen Streitigkeit zahlt jede Partei bis zur ersten Instanz die eigenen Kosten selbst ­ und zwar völlig unabhängig davon, wie das Verfahren ausgeht.

Bei Streitsachen, die vor einem Arbeitsgericht verhandelt werden gibt es eine Besonderheit, die unbedingt beachtet werden muss. Denn die Kosten einer Verhandlungn der 1 . Instanz werden unter den streitenden Parteien gleichermaßen aufgeteilt, die eigenen Kosten trägt jede Partei selbst. Und das unabhängig davon, ob ein Rechtsstreit gewonnen oder verloren wird. So kann es hier oft vorkommen, dass von dem „gewonnenen“ Geld ein Großteil zurück an Anwalt und Gericht gezahlt wird. Eine Rechtsschutzversicherung hilft hier!

8. Es gibt rund 35 Mio. Mietverhältnisse

Kündigung wegen Eigenbedarfs, Fehler in der Nebenkostenabrechnung, Probleme mit der Zah­lung der Miete, etc …. Das und vieles mehr kann im Zusammenhang mit gemieteten/vermieteten Wohneinheiten zu Streit führen.

9. Gerade in Großstädten und Ballungszentren herrschen Risiken

Am Streitlustigsten ist man in den Stadtstaaten Hamburg (24,3 Streitfälle pro 100 Einwohner), Berlin (26,2 Streitfälle pro 100 Einwohner) und Bremen (22,5 Streitfälle pro 100 Einwohner). Das liegt an der hohen Dichte an Menschen, Autos, Wohnungen etc …. Gerade wer Kunden in Ballungszentren betreut, sollte auf das höhere Rsiko hinweisen. Denn die Wahrscheinlichkeit in einer Großstadt in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden ist natürlich immens höher. Auch der Wohnungsmarkt ist dort angespannter und bietet enormes Streitpotenzial.

10. Streitwerte steigen (und damit auch die Anwalts­ und Gerichtskosten) wegen der steigenden Lebenshaltungskosten.

Nicht nur, dass das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz die Gebühren der Rechtsstreitigkeiten ange­hoben hat, auch die Streitwerte sind über die Jahre gestiegen. Außerdem sind die Einkommen in der Bevölkerung in den letzten Jahren gestiegen. Das macht bei einem durchschnittlichen Arbeits­rechtstreit ­ z. B. wegen einer Kündigung ­ knapp 1.000,00 € mehr an Streitwert. Auch Mietpreise und Kosten der allgemeinen Lebenshaltung sind in den letzten Jahren rapide an­
gestiegen.

1 1 . Es gibt immer mehr Gesetze und Verordnungen

Wenn man die Entwicklung betrachtet und die nähere (oder auch etwas fernere) Vergangenheit mit einbezieht, sind aus 10 (für jedermann nachvollziehbaren) Geboten im laufe der Zeit knapp 2.000 Gesetze (im Bundesrecht) und 3.400 Verordnungen mit 76.382 Artikeln und Paragraphen gewor­den, die nun leider nicht mehr für jedermann nachvollziehbar sind. Oder wussten Sie, dass Sie zwar unbekleidet Autofahren, nicht aber unbekleidet aus diesem aussteigen dürfen?
Oftmals führen Fehltritte, die man so bewusst gar nicht tätigen wollte zu Problemen, die gerichtlich oder zumindest nur mit anwaltlicher Hilfe zu bewältigen sind.

12. Die Rechtsschutzversicherung führt zu Chancengleichheit

Zum Abschluss ein Punkt, der mir persönlich am wichtigsten erscheint, denn hier geht es um das Thema „Fairness“. Als durchschnittlicher Bundesbürger sieht man sich häufig von großen Instituti­onen (sei es privatwirtschaftlich oder staatlich) ungerecht behandelt, ob nun Finanzamt, GEZ, Behörden oder eben große Unternehmen. Möchte man sich alleine gegen solche wehren, sieht man sich häufig gegen eine Schar an Anwälten ankämpfen, die die eigenen Argumente mit Para­graphen und Urteilen widerlegen. Auch vor Gerichtsverfahren scheuen Großunternehmen nicht, da oftmals davon ausgegangen wird, dass der vermeidlich „kleine“ Gegner dies finanziell nicht stem­men könne. Hier ist guter Rat teuer ­ oder eben auch nicht. Denn über eine Rechtsschutzversiche­rung kann man sich anwaltliche Hilfe einholen und sich auch gegen „größere“ Gegner wehren.

Eine Gesamtübersicht über unsere möglichen Absicherungen finden Sie im Bereich Rechtsschutz auf unserer Homepage. Für alle Ihre Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ergänzend zu dem Thema möchten wir noch auf unsere Kundenbroschüre unsere Information zur Rechtsschutzversicherung und unser Eklärungsvideo hinweisen.