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Woran denken Sie, wenn Sie mitten in dieser Winterzeit mit E-Bikes konfrontiert werden würden? Man kann sich damit arrangieren, doch so wirklich will es nicht passen. Zu sehr verbinden wir ausgedehnte Fahrradtouren mit lauen Sommerabenden oder entspannten Fahrten in herbstlichen Parks. Der Gedanke an Radfahren bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zieht niemanden so wirklich in den Bann – setzen wir uns ob der Wettermeldungen im Radio ja nicht einmal gern ins Auto. Dem Wetter zum Trotz gibt es Verbraucher, die gerade jetzt aufrüsten und die Winteraktionen verschiedener Händler nutzen, um das Equipment rund um den Drahtesel günstig aufzustocken. Haben Sie schon einmal Spikes für E-Bikes gesehen? Verrückt was es auf dem Markt gibt…

Apropos E-Bike: Der Terminus hat sich zwar seit dem Aufkommen dieses Zweiradtrends bei den meisten Menschen durchgesetzt, doch E-Bike ist nicht gleich E-Bike. Grundsätzlich unterscheiden wir mehrere Arten:

  • Das PEDELEC ist rechtlich einem Fahrrad gleichgestellt. Für ein Pedelec besteht weder Kennzeichen-, noch Führerschein-, noch Haftpflicht. Es besitzt lediglich eine Trethilfe mit nicht mehr als 250 Watt. Diese wird nur dann aktiviert, wenn die Pedale betätigt werden, endet jedoch bei max. 25 km/h. Im Gegensatz zum
  • S-PEDELEC, dessen Trethilfe bei 45 km/h deaktiviert wird. S-Pedelecs gelten als Kleinkrafträder, benötigen eine Betriebserlaubnis und sind Kennzeichen-, Versicherungs- und Führerscheinpflichtig (Klasse M).
  • Das eigentliche E-BIKE besitzt einen tretunabhängigen Antrieb mit einer Leistung bis 500 Watt. Die Höchstgeschwindigkeit darf 45 km/h nicht überschreiten. Auch hier handelt es sich um ein versicherungs-, führerschein- und kennzeichenpflichtiges Kleinkraftrad.

Ein Punkt, den viele beim Kauf nicht bedenken, ist die Frage nach dem Versicherungsschutz. Um böse Überraschungen zu vermeiden, geben wir Ihnen hier einen kurzen Überblick, damit Sie sich bestmögliche Versichern können:

Beachtenswertes bevor es losgeht
Pedelecs sind in der Regel nach den meisten neueren Bedingungswerken in der Privathaftpflichtversicherung mit abgedeckt, da Sie einem Fahrrad gleichgestellt werden. Bitte vergewissern Sie sich dennoch bei dem jeweiligen Versicherer, dass tatsächlich Versicherungsschutz besteht.
Für S-Pedelecs sowie E-Bikes besteht kein Schutz im Rahmen der privaten Haftpflichtversicherung. Sie benötigen ein Versicherungskennzeichen für Kleinkrafträder. Doch beachten Sie bitte auch hier: Nicht jeder Versicherer, der Schutz für klassische Kleinkrafträder wie Mokicks, Motorroller usw. gewährt, versichert auch S-Pedelecs oder E-Bikes.

Und wer ersetzt mir…?

Im Gegensatz zur Haftpflichtversicherung, die an Sie gerichtete Schadenersatzansprüche Dritter abwehrt, ist bei der Hausratversicherung der reine Sachwert versichert, d. h. das Rad ist in jedem Falle gegen

  • Feuer
  • Leitungswasser
  • Einbruchdiebstahl
  • Raub
  • Sturm und Hagel

abgedeckt. Bei dem Risiko „Diebstahl würde das bedeuten: Sollte das Rad aus einem geschlossenen Gebäude, z. B. aus dem Fahrradkeller oder der Garage entwendet werden, ist dies grundsätzlich abgesichert. Der Diebstahl außerhalb, z. B. am Fahrradständer in der Stadt, vor dem Bahnhof usw. ist nur dann abgedeckt, wenn der Vertrag um die Fahrraddiebstahlversicherung erweitert wurde und das Fahrrad in verkehrsüblicher Weise durch ein Schloss gesichert wurde. Bitte beachten Sie: Nicht in allen Fällen wird ein Rahmenschloss akzeptiert. Diese Fahrrad-Klausel lässt sich jedoch nahezu problemlos in jeden Hausratversicherungsvertrag miteinschließen.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, Fahrrad/Pedelec gegen die Gefahren, die die aktive Nutzung mit sich bringt, zu versichern. Als Beispiele wären hier neben Schäden durch Stürze oder Unfälle auch Schäden durch die Entladung des Akkus, welche – selbstverständlich ausschließlich bei Pedelecs auftreten können zu nennen. Dies ist ein wichtiger Punkt, der unbedingt berücksichtigt werden sollte, denn die Selbstentladung ist ein Merkmal jeder Batterie und jedes Akkumulators. Nutzt man den Akku über einen längeren Zeitraum nicht (bspw. im Winter), kann durch die Selbstentladung der Akku tiefentladen werden. Dies führt ja nach Art des Akkus von Schädigungen bis hin zur kompletten Zerstörung und kann teuer werden.

Wie bereits erwähnt, sind S-Pedelecs und E-Bikes versicherungspflichtig. Neben der Haftpflicht bieten die meisten Versicherer auch die Möglichkeit, eine Teil- oder Vollkaskoversicherung mit abzuschließen.

Für weitere Informationen, Details zu Produkten und bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Nicht versichert! Das weiß man doch!

Die Benzinklausel in den Bedingungen der Privathaftpflichtversicherung ist eines der „grundlegenden Gebote“ im Versicherungswesen. Schäden sind nicht versichert, die man beim Gebrauch eines zugelassenen bzw. versicherungspflichtigen Kraftfahrzeugs verursacht. Punkt.

Oft stellt sich allerdings die Frage, ob den Schaden nicht die Privathaftpflichtversicherung übernehmen müsste, wenn Sie z. B. die Selbstbeteiligung für den beschädigten Mietwagen zahlen soll oder mit dem geborgten Auto eines Bekannten einen Unfall verursacht wurde.

„Benutzen“ , das ist demnach fast alles, was mit einem Fahrzeug getan werden kann: Fahren, Tanken, Waschen, Be- und Entladen, Ein- und Aussteigen. In wie weit dies tatsächlich auf den ruhenden Verkehr zutrifft, ist strittig. Die Rechtsprechung sieht das inzwischen etwas differenzierter und schiebt den Schwarzen Peter immer wieder auch dem Privathaftpflichtversicherer des Schadenverursachers zu. So geschehen z.B. bei einem „Zündungshopser“ auf einen anderen PKW, den der Beifahrer versursachte, da er Radio hören wollte.

Die Versicherer haben reagiert

Es überrascht daher nicht, dass zwischenzeitlich bereits recht viele Versicherer reagierten und ihre PHV-Tarife um „KFZ-Deckungsinhalte“ erweitern. Die Rundum-Sorglos-Lösung bietet der Markt unseres Wissens zwar noch nicht – Ausschnittlösungen sind aber verfügbar.

 

Versicherbare KFZ-Schäden

1. Schaden an einem geliehenen Fahrzeug bzw. damit verursachter Fremdschaden

Beispiel 1: VN borgt sich das Auto des Bruders und verursacht damit einen Verkehrsunfall.

Beispiel 2: VN möchte einen Gebrauchtwagen kaufen und schrottet diesen bei der Probefahrt.

Grundsätzlich bleibt das Sache der Kfz-Haftpflicht bzw. der Vollkasko des Fahrzeughalters. Ein Anbieter, der für diese Schäden direkt eintreten würde, ist uns nicht bekannt.

Bekannt sind allerdings „SFR- und SB-Lösungen“, über die der Kfz-Halter zumindest die Mehrkosten erstattet bekommt, die ihm nach Regulierung des Schadens und der Rückstufung seines Schadenfreiheitsrabattes entstehen.

2. Falsche Betankung eines geliehenen Fahrzeugs

Beispiel: VN borgt sich für eine “ IKEA-Fahrt“ den Transporter eines Nachbarn. An der Tankstelle tankt er gedankenverloren wie gewohnt Benzin, statt Diesel. Das fällt dem VN glücklicherweise noch auf, bevor er wieder losfährt. Der Tank muss geleert und gereinigt werden. Weiterhin müssen alle Filter gewechselt werden.

3. Be- und Entladeschäden

Beispiel: Wochenendeinkauf im Supermarkt. Beim Öffnen des Kofferraums rollt dem VN der vollbeladene Einkaufswagen weg und schrammt einen geparkten Pkw an.

4. Schäden beim Öffnen einer Kfz-Tür

Beispiel: Sie als Beifahrer öffnen um auszusteigen recht achtlos die Tür und knallen diese gegen ein parallel geparktes anderes Fahrzeug, das Beule und Lackkratzer davonträgt.

5. Schaden an gemieteten Fahrzeugen durch Gebrauch

Beispiel: VN zieht um und mietet sich dafür einen Kleintransporter und einen Anhänger (geschlossener Kasten). Unroutiniert in der Fahrt mit Anhänger, fährt er auf der Autobahn viel zu schnell. Der Anhänger schaukelt sich auf und kippt (Totalschaden). Als der Hänger von der Kupplung springt, entsteht ein deutlicher Blechschaden am Heck des Kleintransporters. Der Anhänger ist nicht kaskoversichert.

6. Unfall mit Mietwagen im Urlaub („Mallorca – Deckung“)

Beispiel: VN wohnt in der Stadt und braucht daher kein eigenes Auto. Im Griechenland Urlaub mietet sie sich einen Pkw und verursacht einen Unfall, bei dem ein Kind sehr schwer verletzt wird. Der Mietwagen war für Personenschäden nur mit der gesetzlichen Mindestdeckungssumme von 1 Mio. Euro versichert. Diese Summe wird angesichts der dauerhaft bleibenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht ausreichen.

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Schaut man in die Bedingungen einer Privathaftpflichtversicherung, wird man feststellen, dass bereits etliche Lebensbereiche abgedeckt sind. Unter anderem findet man hier auch die Ausübung des Ehrenamts, welches mitversichert ist selbst bei den einfachen GDV-Bedingungen ist dies augenscheinlich bereits gedeckt. Dennoch lohnt ein genauerer Blick darauf, wie der ehrenamtlich Tätige tatsächlich versichert ist, denn Ehrenamt ist nicht gleich Ehrenamt. Und auch nicht jeder Schaden ist versichert.

Grundsätzlich muss man im ersten Schritt unterscheiden, ob man für einen Träger bzw. einen Verein ehrenamtlich tätig wird, oder ohne offizielle Organisation z. B. in einer freien Interessengemeinschaft. Wird der ehrenamtlich Tätige wegen einer fahrlässigen Schadensverursachung von einem Dritten in Anspruch genommen, so hat er gegenüber dem Träger einen Freistellungsanspruch hinsichtlich dieses Schadensersatzanspruchs des Dritten. Der Träger muss dann im Endeffekt den Schaden allein tragen. Handelt der im Ehrenamt Tätige allerdings grob fahrlässig oder gar vorsätzlich, muss er den Schaden selbst tragen. Wird der Träger in diesem Fall in Anspruch genommen, kann er den ehrenamtlich Tätigen in Regress nehmen. Auch Vermögensschäden, die aus dem Ehrenamt entstehen, sind in der Regel bei allen Anbietern ausgeschlossen.

Wichtig zu wissen ist, dass nicht alle ehrenamtlichen Tätigkeiten durch eine bestehende Privathaftpflichtversicherung abgedeckt sind. Für einen Verein oder eine Organisation tritt man als Erfüllungsgehilfe auf. Lässt der Verein Ihren Kunden eine verantwortliche Tätigkeit ausüben (z. B. als Vorstand eines gemeinnützigen Vereins), steht der Verein damit auch automatisch in der Haftung. Im Schadenfall würde hier nur die Vereinshaftpflichtversicherung greifen. Existiert diese nicht oder besteht kein Versicherungsschutz, z. B. aufgrund ausgebliebener Prämienzahlungen, würde wieder der Verursacher“ zur Rechenschaft gezogen werden. Hierfür gibt es D&O-Tarife speziell für die Organe und Vorstände von Vereinen. Zum einen geht es um Ihre eigene finanzielle Sicherheit, da hohe Schadenssummen in Haftungsfällen von den wenigsten Verantwortlichen vollstreckt werden können. Zum anderen geht es um die Existenzsicherung des Vereins/der Organisation und den Schutz vor Imageverlust.

Wie sieht es nun aber bei erwähnter freier Interessengemeinschaft aus? Hier gibt es keine künstlich geschaffene Rechtsperson, also haften alle Personen der Interessengemeinschaft gesamtschuldnerisch. Lesen Sie mehr dazu im §421 BGB.

Praxisfall: Zehn Väter treffen sich an einem Samstag und bauen einen Spielplatz für die Dorfkinder. Beim Graben einer Einfassung für ein Klettergerüst in den Erdboden beschädigt einer der Väter eine Stromleitung. Eine Privathaftpflicht hat er nicht und leider auch kein Geld um dies zu bezahlen.

Kommen wir zum zweiten Fall: Nebenbei ein wenig Geld mit einem Gewerbe zu verdienen erfreut sich in der Bevölkerung seit Jahren steigender Beliebtheit. Manche vertreiben den berühmten Thermomix oder Plastikdosen, die anderen vermieten ihre Wohnung tageweise an Touristen. Über möglichen Haftpflichtversicherungsschutz machen sich da nur wenige Gedanken. Das ist nichts für die Privathaftpflicht! Oder doch?

Beispiel 1: „Die Einladungsmail“: Frau W. veranstaltet regelmäßig Vertriebsabende für Plastik-Aufbewahrungsdosen bei ihren Kundinnen. Frau K. bot sich an, für den nächsten Treff ihre Wohnung zur Verfügung zu stellen. Im Zuge dessen verschickt Frau W. die Einladungen an ihre Kundinnen per Mail. Da sie keinen ausreichenden Virenschutz installiert hat, erhalten die Kundinnen darüber hinaus einen Virus, der die Rechner einzelner Kundinnen lahmlegt. Dabei geht auch die Doktorarbeit von Frau Z. unwiederbringlich verloren, die nun Schadenersatz für die notwendige Mehrarbeit fordert. Sollte Frau W. lediglich eine Privathaftpflichtversicherung abgeschlossen haben, wird sie auf den Kosten sitzen bleiben…

Beispiel 2: „Der Tupperabend“: Heute soll es ein spezielles Mixgerät sein, das im Nu verschiedene Soßen zaubert. Bei der Demonstration der Tomaten-Cranberry-Suppe stößt Frau W. versehentlich das Behältnis um und die Suppe ergießt sich auf dem hellen Teppich von Frau K. In diesem Falle ist der Schaden nicht über die Privathaftpflichtversicherung von Frau W. gedeckt.

Natürlich schießt vielen die Betriebshaftpflicht in den Kopf, die einen wirklich umfangreichen Schutz bietet. Aber was, wenn der Jahresumsatz in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zur Prämie einer solchen Haftpflicht steht?

Hier bieten einzelne Privathaftpflicht-Tarife „Notfalllösungen“.

Als dritten und letzten Sonderfall möchten wir noch auf die Haftung als Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber eingehen.
Als Erfüllungsgehilfe seines Arbeitgebers haftet der Arbeitgeber Dritten gegenüber für Schäden, die im Rahmen der beruflichen Tätigkeit zugefügt werden. Dafür hat er eine Betriebshaftpflicht. Verursacht der Arbeitnehmer im Betrieb einen Schaden, dann ist er dafür normalerweis nicht haftbar zu machen.

Beispiel: Brigitte L. arbeitet in einer ambulanten Pflegeeinrichtung und ist viel mit dem Firmenwagen unterwegs. Im Zeitdruck zum nächsten Termin verwechselt sie an der Zapfsäule aus Unachtsamkeit die beiden Kraftstoffe und tankt Benzin in das Dieselfahrzeug. Neben dem Austausch der Hochdruckpumpe, kommen Kosten für Injektoren, Leitungen und der Reinigung des Tanks hinzu. Insgesamt rund 8.500 Euro Schaden.

Die Haftung des Arbeitnehmers im öffentlichen Dienst ist etwas strenger geregelt, da sie im Bundesangestelltentarifvertrag der des Beamten angeglichen ist.

Für Personen im öffentlichen Dienst empfiehlt sich daher immer, auf eine Diensthaftpflichtdeckung zu achten.
Wichtig ist eine Diensthaftpflichtversicherung besonders für Angestellte im Öffentlichen Dienst, da sie bereits für einen Schaden bei mittlerer Fahrlässigkeit von ihrem Dienstherrn belangt werden können. Beamte erst ab grober Fahrlässigkeit. Da jedoch Auszubildende bis Beendigung ihrer (Erst-) Ausbildung familienmitversichert sind, empfehlen wir Ihnen, Ihre Haftpflichtversicherung zu prüfen. Gegebenenfalls beinhaltet sie bereits die Klausel der Diensthaftpflicht. Wenn dem nicht so wäre, ließe sich eine separate Diensthaftpflichtversicherung abschließen.

Auch sollten Sie darauf achten, ob eine gesonderte Vermögensschadenhaftpflicht für Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes benötigt wird.

Auch ein Beispiel hierzu: Herr O. ist Bediensteter im Ordnungsamt. Aufgrund eines anonymen Anrufs, in der nahegelegenen Gastwirtschaft würden sich Ungeziefer in der Küche befinden, dem er in Vorbereitung auf seine bevorstehende Urlaubsreise nicht eingehend nachgeht, entzieht er dem Gastwirt die Gaststättenerlaubnis. Der Vorwurf der mangelnden Hygiene erweist sich als nichtig. Der Gastwirt klagt den Gewinnausfall ein.

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Beamte brauchen eine Diensthaftpflicht. Das weiß man doch…! Und Angestellte im öffentlichen Dienst auch – das wissen dann schon weniger… Und dann wird noch der Begriff „Amtshaftpflicht“ von manchen verwendet- und da nicht jeder dasselbe meint, wird die Sache nicht eben einfacher.

Die Haftung des Beamten

Beginnen wir mit der Haftung des Beamten, die auch für die Haftung der Angestellten und Arbeiter im öffentlichen Dienst Grundlage ist.

Die Haftung des Beamten ergibt sich im Wesentlichen aus folgenden Gesetzesparagraphen:

§ 75 Abs. 1 Bundesbeamtengesetz: „Beamtinnen und Beamte, die vorsätzlich oder grob fahrlässig die ihnen obliegenden Pflichten verletzt haben, haben dem Dienstherrn, dessen Aufgaben sie wahrgenommen haben, den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Haben zwei oder mehr Beamtinnen und Beamte gemeinsam den Schaden verursacht, haften sie gesamtschuldnerisch.“

§ 839 Abs. 1 BGB: „Verletztein Beamter vorsätzlich oder fahrlässig die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so hat er dem Dritten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Fällt dem Beamten nur Fahrlässigkeit zur Last, so kann er nur dann in Anspruch genommen werden, wenn der Verletzte nicht auf andere Weise Ersatz zu erlangen vermag.“

In Verbindung mit Artikel 34 des Grundgesetztes lässt sich die Haftung wie folgt zusammenfassen:

Verursacht der Beamte seinem Dienstherrn gegenüber einen Schaden, muss er diesen ersetzen, wenn er vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat. Schädigt der Beamte in Dienstausübung einen Dritten (z. B. einen Bürger), tritt zunächst der Dienstherr für Schadenersatzansprüche ein. Dieser kann aber auch hier, bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Handeln, den Beamten in Regress nehmen.

Und die anderen Arbeitnehmer?

Wie eingangs bereits erwähnt, wird die Haftung der Arbeiter und Angestellten im öffentlichen Dienst an die Situation der Beamten angeglichen. Dies ergab sich früher aus dem Bundesangestelltentarifvertrag (BAT), wird nun aber hier geregelt:

§ 3 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD)

Abs. 6: Die Schadenshaftung der Beschäftigten, die in einem Arbeitsverhältnis zu einem Arbeitgeber stehen, der Mitglied eines Mitgliedverbandes der VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände) ist, ist bei dienstlich oder betrieblich veranlassten Tätigkeiten auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt.
Abs. 7: Für die Schadenshaftung der Beschäftigten des Bundes finden die Bestimmungen, die für die Beamtinnen und Beamten des Bundes gelten, entsprechende Anwendung.

bzw.

§ 3 TV-L (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder)

Abs. 7: Für die Schadenshaftung der Beschäftigten finden die Bestimmungen, die für die Beamten des jeweiligen Landes jeweils gelten, entsprechende Anwendung.
Sie sehen also, im Grunde ist der berufliche Status, in dem jemand im öffentlichen Dienst tätig ist, für seine Haftung gleichgültig, da alle Bediensteten gleich behandelt werden.
Alle brauchen sie eine Haftpflichtversicherung für ihr dienstliches Problem.

Diensthaftpflicht, Amtshaftpflicht, Vermögensschadenhaftpflicht

Befasst man sich mit der Haftpflicht für Bedienstete des öffentlichen Diensts, stößt man recht schnell auf den Begriff „Amtspflicht“. Dieser wird von manchen Versicherern als synonom für die Diensthaftpflicht (also primär für Personen- und Sachschäden) genutzt, andere betiteln so die Haftpflicht für (echte) Vermögensschäden.

Wir möchten daher im weiteren Verlauf des Artikels von der Diensthaftpflicht und der Vermögensschadenhaftpflicht für den öffentlichen Dienst sprechen.

Wie bekommt man das versichert?

Die einfachste Lösung wäre natürlich, die Diensthaftpflicht einfach an die Privathaftpflicht anzudocken. Das ist jedoch nicht bei jedem Versicherer möglich und die, bei denen es geht, schränken die Möglichkeit oft auf bestimmte Zielgruppen (z. B. Lehrer) und bestimmte Leistungen ein (z. B. keine Vermögensschäden, kein Regress bei Dienstwagenbeschädigung etc.).

Können Lehrkräfte noch aus einer Vielzahl von möglichen Anbietern auswählen, sieht die Welt z. B. für einen Justiz-, Finanz- oder Polizeibeamten schon ganz anders aus.
Die Möglichkeit, echte Vermögensschäden zu versichern, fehlt oft ebenso wie die Möglichkeit, den Verlust von Dienstausrüstung absichern zu können.

Separate Produktlösungen

Das Pferd mal von der anderen Seite aufgesattelt, können sich Probleme im Leistungsumfang des Versicherungsschutzes auch im Zuständigkeitsbereich der Privathaftpflicht selbst ergeben. Eine umfangreiche Privat- und eine umfangreiche Diensthaftpflicht gehen oft nicht Hand in Hand.

Daher kann es durchaus sinnvoll sein, das Dienstrisiko auf einen separaten Haftpflichtvertrag auszulagern. Vor allem eine separate Vermögensschadenhaftpflicht für den öffentlichen Dienst ist eine häufig genutzte Lösung.

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Wer zum ersten Mal ein Boot steuert, stellt schnell fest: Ein Boot hat keine Bremse. Anders als beim PKW lassen sich daher manche gefährlichen Situationen einfach nicht verhindern. Jedes Jahr ereignen sich auf dem Gebiet der Europäischen Union knapp 50.000 Unfälle in Zusammenhang mit Wassersport teilweise mit verheerendem Ausgang.

So stellt eine Wassersporthaftpflichtversicherung einen wichtigen Schutz für all diejenigen dar, die ihrer Leidenschaft auf den Wellen nachgehen möchten. Welche Haftpflichtgefahren sich aus dem Gebrauch von Motor-/Segelbooten und anderen Wasserfahrzeugen ergeben können, zeigen die nachfolgenden Beispiele:

Beispiel 1 Götz George:

Der Schauspieler wurde im Urlaub beim Schwimmen von einem Motorboot erfasst und am linken Bein schwer verletzt worden. Sein Fuß wurde verletzt und die Schiffsschraube zertrümmerte sein Knie. Er musste sich einer mehrstündigen Knieoperation unterziehen und mehrere Dreharbeiten absagen. George verklagte damals den Bootsbesitzer auf 1,1 Million DM Schmerzensgeld und Schadenersatz.

Beispiel 2 JJ Lehto:

Der ehemalige  Automobilrennfahrer  JJ Lehto verursachte 2010 in  einem Kanal in Finnland einen schweren Bootsunfall. Mit zu hohem Tempo rammte er einen Brückenpfeiler. Ein Freund, der   sich  mit im Boot  befand, kam dabei ums Leben.

Aber auch Otto Normalverbraucher bleibt nicht verschont…

Beispie 3 Feuer

Herr Müller quartiert sein Boot nach der Sommersaison in der Garage eines Freundes. Durch einen Schaden am Motor fängt das Boot Feuer. Die Garage brennt vollkommen aus.

Ein wenig verwundert es da schon, dass die Wassersporthaftpflicht in Deutschland noch keine Pflichtversicherung ist. In  anderen Staaten ist Schutz  gesetzlich vorgeschrieben. Ein entsprechender Nachweis ist bei der Nutzung des Boots immer mitzuführen. Ohne darf man die dortigen Gewässer nicht befahren.

Versicherungspflicht herrscht u. a. in Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Großbritannien, Italien, Kroatien, Luxemburg, Mazedonien, Niederlande, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Ungarn und teilweise in Tschechien.

Reicht die Privathaftpflichtversicherung?

Die meisten Versicherer haften auch im Rahmen der Privathaftpflicht für Wassersportschäden, wenn eine gewisse Motorstärke und Segelfläche nicht überschritten werden.

Schutz ist bis zu einer gewissen Bootsgröße also enthalten. Problematisch wird es bei größeren bzw. stärker motorisierten Wasserfahrzeugen oder wenn man sich in Gewässern eines der oben genannten Länder tummeln möchte. Dann führt kein Weg an einer separaten Wassersporthaftpflicht vorbei.

Und der Bootsanhänger?

Ohne Anhänger kommt das Boot nur schwerlich zum See. Daher haben Bootseigner im Normalfall auch einen Bootsanhänger. Bootsanhänger zählen zur Gruppe der Spezialanhänger nach § 3 Abs. 2 Nr. 2 e  FZV, die nicht zulassungspflichtig sind. Allerdings das sagt § 4 Abs. 2 Nr. 3 FZV benötigen sie ein amtliches Kennzeichen (weil keine Begrenzung auf max. 25 km/h). Man bekommt hier ein grünes Kennzeichen (§ 9 Abs 2.). Versicherungspflicht besteht für Bootsanhänger auch nicht (§ 2  Abs. 1 Nr. 6c). Der Bootsanhänger kann übrigens auch freiwillig mit schwarzem Kennzeichen und Kfz-Versicherung zugelassen werden. Und weil das alles schön kompliziert klingt, haben frischgebackene Bootseigener in aller Regel  sehr viele Fragen zur Zulassung des   Anhängers die sie natürlich lieber Ihnen stellen, statt der Zulassungsstelle…

Auch wenn keine Versicherungspflicht besteht, ist doch dringendst zu raten, für solchen zu sorgen. Die meiste Zeit wird der Anhänger (mit oder ohne Boot darauf) vom Zugfahrzeug abgekuppelt irgendwo ste-hen. Die Feststellbremse kann sich lösen, es kann sich jemand daran verletzen. Es gilt Gefährdungshaf-tung wie bei jedem normalen Anhänger auch – das darf man nicht vergessen! Ohne Versicherung zahlt man den Schaden ggf. aus eigener Tasche. Da ist es höchst angenehm, dass manche Versicherer die Trailerhaftpflicht für nicht zulassungspflichtige Anhänger automatisch und ohne Mehrkosten in die Wassersporthaftpflicht integriert.

Der Schutz für Boot

Wer sich auf boot24.de oder anderen Portalen mal ein wenig umschaut, wird schnell feststellen, dass selbst kleine, gebrauchte Boote überraschend teuer sind. Fünfstellig wird es eigentlich fast immer, wenn man nichts zum Aufblasen haben möchte. Praktischerweise verhält es sich im Bereich der Wassersportversicherungen wie bei den Kfz-Versicherungen. Es werden sowohl Haftpflichtlösungen als auch Kaskoabsicherungen angeboten. Dank der zusätzlichen Kaskoversicherungen können Wasserfahrzeuge gegen all die Gefahren abgesichert werden, die auf den hohen Wellen auf sich lauern – und nicht nur dort! Das heißt im Klartext: Versichert ist das Fahrzeug, die Maschinenanlage sowie das Zubehör. Zubehör sind bewegliche Sachen, die, ohne Bestandteil des Fahrzeugs zu sein, dem Betrieb des Fahrzeugs dauerhaft dienen. Hierunter fallen insbesondere technische Ausrüstung, Segel und Mobiliar. Die Kaskoversicherung bietet eine „All Risk-Deckung“ für die versicherten Sachen, bei der es nur wengier Gefahrenaussschlüsse gibt.

Aufgrund des hohen Preisniveaus bei Booten und größerem Gerät, wie auch der hohen Reparaturkosten, kann man keine Empfehlung geben, ab wann sich die Wassersportkasko nicht mehr lohnen würde. Die Preise, die hier aufgerufen werden, stehen normalerweise immer in einem gesunden Verhältnis zum Wert des Boots. Über die Selbstbeteiligung kann man dann natürlich noch an der Preisschraube drehen.

Wichtig zu beachten: Der Wert eines Boots kann sich durch Restaurationsarbeiten schnell drastisch erhöhen. Seien sie bitte sensibilisiert dafür, dass sie sich zeitnah informieren, damit der Versicherer über neue Werte informiert werden kann. Unterversicherung ist auch hier ein großes Thema! Es können übrigens auch persönliche Dinge abgesichert werden, die man mit an Bord nimmt (z. B. Unterhaltungselektronik, Angelausrüstung…).

Das sollte nicht vergessen werden!

Wasser hat bekanntlich zwar keine Balken aber eben auch keinen Notausgang. Gerade große Gewässer sind oft um einiges kälter, als die Luft. Fällt man ins Wasser, kann es zu einem Schockzustand kommen, die Muskeln können zerren oder gar reißen… Machner „Mann über Bord“ gehen so unter wie ein Stein. Dabei ist Ertrinken nicht die einzige Gefahr, die droht. Wird man zu spät gerettet und reanimiert, kann es zu Schädigungen des Hirns kommen, die durch den Sauerstoffmangel verursacht werden. Eine Unfallversicherung für alle, die regelmäßig mit auf dem Boot sind, ist also sehr empfehlenswert.

Ebenso sollte an Rechtsschutz gedacht werden. Nicht jeder ist ein „Kavlier der Seestraße“ und nimmt Rücksicht auf andere. Kommt es dadurch zu Sach- oder Personenschäden sollte man in der Lage sein, sein gutes Recht einzustreiten. Gerade, weil ein Boot in Deutschland keine Haftpflicht haben muss!

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Während bei nahezu jeder anderen Versicherungsform eine Abwägung von deren Notwendigkeit erfolgen sollte, ist die Privathaftpflicht ein absolutes „Muss“. Beim Abschluss der Versicherung stellt sichkaumdie Frage nach dem „ob“, sondern höchstens die Frage nach dem „wo“. „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentumoder ein sonstiges Recht eines anderenwiderrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatzdes daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“ (§ 823 BGB). Nach geltendem Recht wird die Haftung mit dem kompletten Vermögen übernommen, und so kannes durchaus passieren, dass mandurch eineeinzige Ungeschicklichkeit seine kompletten Finanzen ruiniert. Dennoch hat jeder dritte deutsche Haushalt keine private Haftpflichtversicherung.

Wir möchten Ihnen nachstehend 12 gute Gründe nennen, warum Sie eine Privathaftpflichtversicherung benötigen.

1. Schon eine kleine Unachtsamkeit kann für einen großen Schaden sorgen

Ein Radfahrer fährtauseiner Gartenkolonie heraus auf einen Rad-/Gehweg und kollidiertdort mit einem entgegenkommenden Radfahrer. Dieser schlägt mit dem Kopf auf dem Asphalt auf. Der Radfahrer bleibt nach einer Schädelfraktur querschnittsgelähmt. Da er sich als Azubi auf demWeg zur Arbeit befand, fordertdie Berufsgenossenschaft Regress für den Wegeunfall u. a. für die monatlichen Pflegekosten.

2. Weltweite Deckung

Grundsätzlich bieten die meisten Versicherer einen durchaus belastbaren Schutz, wenn es um den Urlaub im Ausland geht –auch wenn der Zeitraum, über den die Gesellschaften ihren Schutz erstrecken, durchaus Unterschiede erkennen lässt. Gerade für das Reisen und die Ferien im außereuropäischen Ausland lohnt sich genaues Hinsehen. Denn die einzelnen Gesellschaften differenzieren in der Regel zwischen der EU und Nicht-EU-Ländern. Für die Letzteren gilt normalerweise ein verkürzter Versicherungsschutz zwischen 12 Monaten und bis zu drei Jahren.

Wichtig: Für einige Regionen wird nicht nur der Geltungszeitraum seitens der Unternehmen eingeschränkt, sie setzen auch im Bereich der Deckungssummen den Rotstift an. Im Schadensfall steigt aus Sicht der Versicherungsnehmer damit das Risiko, für einen Leistungsfall doch noch herangezogen zu werden.

3. Abwehr unberechtigter Schadenersatzansprücheinklusive passivem Rechtsschutz

Versucht ein Geschädigter nach einem Unfall, den der Versicherungsnehmer als unachtsamer Fußgänger verursacht hat, hohe Schadenersatzsummen durchzusetzen, ist Ärger meistens vorprogrammiert. Und sehr häufig kommen hier schnell Juristen mit ins Spiel. Für private Haushalte eine finanzielle und seelische Belastung. Und eine Lücke, welche mitunter selbst eine Rechtsschutzversicherung nicht schließen könnte, da Verfahren wegen Schadenersatzansprüchen nicht grundsätzlich zu deren Grundschutzleistungen gehören. Dass Versicherungsnehmer dem Ganzen dennoch mit einer gewissen Entspannung entgegensehen können, liegt an den Leistungsbestimmungen zur Privathaftpflicht. Die Versi-cherer prüfen nicht nur die Haftpflichtfrage sie wehren unberechtigte Ansprüche auch ab. Dass die Gesellschaften dabei auch vor Gericht ziehen, lässt sich anhand der Versicherungsbedingungen ermessen. Meist taucht hier eine Klausel bezüglich der Vollmachten auf, welche die Versicherer für den Ernstfall in Anspruch nehmen. Und darin enthalten istdie Bevollmächtigung zur Prozessführung. Wer den nach dem Prüfen der Haftpflichtfrage die Schadenersatzansprüche anerkannt, haben die Geschädigten keinen Grund zur Klage. In vielen Fällen ist es ein als unberechtigt eingestufter Anspruch, der zum juristischen Streitfall wird. Und da die Gesellschaften sich in diesem Fall vor den Versicherungsnehmer stellen, erfüllen sie hier eine Rechtsschutzfunktion.

4. Schutz für die ganze Familie

In der Privathaftpflichtversicherung können mehrere Personen mitversichert werden. Je nach Tarif und Versicherer können z. B. auch alle mit dem Versicherungsnehmer in häuslicher Gemeinschaft lebenden Personen mitversichert werden. Kinder können teilweise noch mitversichert werden, wenn Sie gar nicht mehr bei den Eltern wohnen. Alleinstehende können durch einen Single Tarif einen günstigeren Beitrag erhalten.

5. Forderungsausfalldeckung

Werden Sie von einem Dritten geschädigt, der selbst nicht im Besitz einer privaten Haftpflichtversicherung und aufgrund seiner finanziellen Situation zahlungsunfähig ist (dies muss allerdings aus einem rechtskräftig vollstreckbaren Urteil hervorgehen), wird er es in der Regel schwer haben, seine Schadenersatzforderungen durchzusetzen und entsprechend entschädigt zu werden. Hier greift dann die Forderungsausfalldeckung seiner eigenen Privathaftpflichtversicherung. Der Versicherer zahlt den Schaden als hätte der Schädiger eine Versicherung und Sie übertragen den erworbenen Titel auf den Versicherer. In guten Tarifen ist auch eine Rechtsschutzversicherung für das Erwirken eines Titels mitversichert.

6. Gebrauch von versicherungspflichtigen Luftfahrzeugen

Mittlerweile besitzt fast jeder Haushalt ein ferngesteuertes Luftfahrzeug. Jedoch wissen die wenigsten, dass diese kleinen „Spielzeuge“ der Versicherungspflicht unterliegen. In einigen Privathaftpflichttarifen ist dies mitversichert. Hier sollten Sie sich die Versicherungsbedingungen etwas genauer anschauen. Denn oft gibt es Begrenzungen des Gewichts oder gar der Antriebsart, obder Gebrauch von versicherungspflichtigen Luftfahrzeugen mitversichert ist oder eben nicht. In einigen unserer Deckungskonzepten sind versicherungspflichtige Luftfahrzeuge momentan leider nicht versichert.

7. Gefälligkeitshandlungen

Verwandte oder Freunde ziehen um oder brauchen beim Hausbau Hilfe. In beiden Fällen wird man die Unterstützung kaum verwehren. Allerdings kann eine solche „Gefälligkeit“ durchaus teuer werden. Lässt man beim Tragen der Umzugskisten doch meist gerade jene zu Boden fallen, in denen teure Erbstücke oder Elektrogeräte ihren Platz gefunden haben. Wie werden diese Gefälligkeitsschäden in der Praxis aber behandelt. Prinzipiell wäre es folgt man den Vorgaben, die das Bürgerliche Gesetzbuch macht so, dass der Verursacher des Schadens auch für dessen Folgen einstehen muss. § 823 BGB spricht in diesem Zusammenhang eine eindeutige Sprache. Aber: Der Schaden, welcher aus einer Gefälligkeit heraus entsteht, genießt eine besondere Position auch im juristischen Kontext. Denn mit dem Dienst aus Gefälligkeit geht -wenn auch stillschweigend- eine Haftungsbeschränkung zwischen den einzelnen Beteiligten einher. Damit besteht –zumindest aus juristischer Sicht – auch keine Haftpflicht bei einem eventuell entstehenden Schaden. Viele Versicherer gewähren jedoch auch bei Gefälligkeitsschäden Versicherungsschutz, jedoch ist die Versicherungssumme oft begrenzt oder gar mit einer Selbstbeteiligung versehen. Ein genauer Blick in die jeweiligen Versicherungsbedingungen macht hier auf jeden Fall Sinn.

8. Ehrenamt

Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen. Abseits des positiven Charakters, den das Ehrenamt genießt, stehen Betroffene vor der Frage, was passieren kann, wenn zum Beispiel beim Transport von Sachspenden oder im Rahmen einer Feuerwehrübung Sach-oder vielleicht sogar Personenschäden entstehen? Haben Vereine nicht in entsprechender Weise für ihre Mitglieder, die Ämter ausfüllen, vorgesorgt, stehen diese den Ansprüchen aus einem Schadensereignis allein gegenüber. Eine Tatsache, die oft vergessen wird sich im Alltag möglicherweise aber zu einem echten Risiko entwickelt. Viele Versicherer leisten in der Privathaftpflicht auch für die Gefahren eines Dienstes oder Amtes.

9. Schäden durch deliktunfähige Personen

Kinder sind vor dem Hintergrund von § 828 BGB bis zum vollendeten 7. Lebensjahr deliktunfähig. Eine Tatsache, die dramatische Auswirkungen haben kann. Muss zum Beispiel ein Pkw wegen eines fünfjährigen Kindes bremsen und löst einen Auffahrunfall aus, kann das Kind beziehungsweise die Haftpflichtversicherung der Eltern nicht für den Schaden in die Pflicht genommen werden. Bekanntlich regulieren die Versicherer nur dann einen Versicherungsfall, wenn dieser auf gesetzlichen Haftpflichtbestimmungen beruht. Greift aber § 828 BGB, fällt diese aus. Entweder muss der Geschädigte den Schaden selbst tragen oder strengt ein Verfahren an, um eine Aufsichtspflichtverletzung nachzuweisen. Allein aus dieser Tatsache heraus ließe sich für Kinder unter acht Jahren (bzw. für Kinder unter 11 Jahren im Straßenverkehr) eine wirksame Schadenersatzpflicht der Eltern/Aufsichtspflichtigen begründen. Mittlerweile sind in vielen Privathaftpflichttarifen nicht nur deliktunfähige Kinder sondern alle deliktunfähigen Personen (z. B. Demenzkranke) mitversichert. Auch hier haben die Versicherer verschiedene Sublimits oder auch Selbstbeteiligungen die beachtet werden sollten.

10. Mietsachschäden

Das Gros der Deutschen wohnt nicht im Eigenheim, sondern in Mietwohnungen. Eine Tatsache, die auch vor dem Hintergrund der privaten Haftpflichtversicherung Fragen aufwirft. Wer zahlt, wenn der Mieter beim Einzug die Wohnungstür beschädigt? Oder was passiert, wenn durch eine kleine Unaufmerksamkeit das Glas der teuren Duschkabine zerbricht? Zwei mögliche Schadensbeispiele, die sich beliebig erweitern ließen. Denn eine Mietwohnung ist keineswegs so leer, wie man vielleicht im ersten Moment denkt. Parkett, Badewanne, Heizung, teure Spiegel und Fliesen –Schäden, die Mieter verursachen, können letztlich für beide Seiten teuer werden. Ein Austausch gerissener Fliesen ist meist teuer genauso wie die kaputte Badewanne. Und auch Schäden an der Einbauküche sollte man nicht unbedingt auf die leichte Schulter nehmen. Hat man als Mieter den Schaden verursacht ob nun vorsätzlich oder fahrlässig ist man grundsätzlich schadenersatzpflichtig. Die Absicherung von Mietsachschäden ist in fast allen Tarifen enthalten. Oft sind auch Mietsachschäden an mobilen Einrichtungsgegenständen im Hotel oder einer Ferienwohnung in den Versicherungsschutz eingeschlossen.

11. Schlüsselverlust

Bei Abhandenkommen, Verlust oder Diebstahl von Schlüsseln für Wohnanlagen oder auch für die Firma, können sehr hohe Kosten entstehen. Dies schon allein deswegen, weil häufig komplette Schließanlagen im Zuge dessen ausgewechselt werden müssen. Zu den sogenannten Schlüsselschäden, diedurch die private Haftpflichtversicherung abgedeck tsind, zählen im Normalfall auch Code-Cards sowie Generalschlüssel. Die rechtmäßige Aufbewahrung dieser ist grundlegende Bedingung für den Versicherungsschutz. Desweiteren sollte beachtet werden, dass gerade beim beruflichen Schlüsselverlust der Arbeitnehmer nicht immer vom Arbeitgeber haftbar gemacht werden kann. Dann greift hier die Abwehr unberechtigter Schadenersatzansprüche.

12. Elektronischer Datenaustausch/Internetnutzung

Die Internetnutzung und der Austausch elektronischer Daten gehört heute zum Alltag. Die Privathaftpflichtversicherung leistet auch, wenn man z. B. schadhafte E-Mails versendet oder wenn man durch einen externen Datenträger andere Netzwerke und Rechner infiziert und lahmlegt.

Eine Gesamtübersicht über unsere möglichen Absicherungen finden Sie im Bereich der Haftpflichtversicherung auf unserer Homepage.

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